Die Klimazweifel-Investitionen der Ölkonzerne

von Christian Downie und Robert Brulle in The Conversation

„Der Ölgigant Shell erzielte 2022 einen Gewinn von 39,9 Mrd. US-Dollar (37,37 Mrd. Euro) – den höchsten seit 155 Jahren und doppelt so viel wie im Jahr zuvor. BP verdoppelte seine Gewinne im vergangenen Jahr ebenfalls und nahm 27,7 Milliarden US-Dollar (26 Milliarden Euro) ein. Unterdessen hat sich die Zahl der britischen Haushalte, die von Energiearmut betroffen sind, seit 2020 mehr als verdoppelt und könnte bis April sogar 8,4 Millionen erreichen.“ So beginnen die beiden Hochschullehrer Robert Brulle und Christian Downie ihren Artikel in The Conversation über die von Erdölkonzernen ausgegebenen Riesensummen, mit denen sie Klimazweifelkampagnen oder – leugnungen finanziert haben. weiterlesen…

Klimawandelleugnung breitet sich auf Facebook aus…

…während Wissenschaftler Einschränkungen erleiden

Der Internet-Konzern habe vor kurzem seine Einheit zur Überprüfung wissenschaftlicher Fakten übergangen, nachdem diese bestimmte Informationen als irreführend bezeichnet hatte, schrieb Scott Waldman am 06.07.2020 auf E&E News. Eine Klimawissenschaftlerin sagte, dass Facebook ihre Möglichkeiten zum Austausch von Forschungsergebnissen und zur Überprüfung von Beiträgen, die Klima-Fehlinformationen enthalten, einschränkt. weiterlesen…

Bundesregierung: Gefahren durch Desinformation

Aber nicht beim Klima – Antwort des Auswärtigen Amtes auf FDP-Anfrage

Unter dem Begriff „Desinformation“ versteht die Bundesregierung „nachweislich falsche oder irreführende Informationen, die mit dem Ziel der vorsätzlichen Beeinflussung oder Täuschung der Öffentlichkeit verbreitet werden und gegebenenfalls die öffentliche Sicherheit und Ordnung erheblich stören können“ – so zitiert der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag aus einer Antwort (19/17073) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/16552).

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Bei diesen Fragen ist etwas faul

Wissenschaftsverleugnung, Verschwörungstheorien und Fake-News haben Methode

Trockene Felder westlich von Berlin - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyAm 31.01.2020 starteten Klimawandelleugner eine neue Offensive – sie schickten 16 unschuldig anmutende Fragen an Bundestagsabgeordnete. Bei genauem Blick entpuppt sich die Schrift als pure Propaganda. Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom PIK-Potsdam hat sich die Fragen angeschaut. Ein Gastbeitrag für SPIEGEL Wissenschaft vom 31.01.2020. weiterlesen…

„Permanenter Druck wird notwendig sein“

Christian Breyer im Solarify-Selbst-Gespräch

„Ein zeitgeschichtliches Dokument von politischem Versagen“ nennt Skandinaviens erster „Solar-Professor“ Christian Breyer von der Lappeenranta Universität (LUT) Finnland (ein „Q-Cells-Gewächs“ aus dem Reiner-Lemoine-Institut) die Zerstörung vieler Hoffnungen, vor allem in Ostdeutschland, durch „dilettantische Industriepolitik unterstützt von sinistren Gewerkschaften“. Die Versuchung sei einfach groß, „in de facto halben Legislaturperioden zu denken“. Dennoch bleibt er Optimist: Der Druck müsse anhalten, das ist wichtig für ihn. Dann bleibe die Wirkung der Klimawandelleugner eher gering. #Fridays4Future (siehe solarify.eu/fridays4future-junge-generation-fordert-politik-fuer-ihre-zukunft) könne „elementarer Teil der Sozialisation einer ganzen Generation werden“. Breyer war einer der ersten Unterzeichner des Unterstützungsaufrufs von Scientists4Future – inzwischen sind es mehr als 23.000 – für die klimastreikenden Schüler (300.000 am 15.03.in Deutschland). (Foto: Christian Breyer – Foto © lut.fi) weiterlesen…

Klimawandel seit 1979 bekannt

Auch die Leugner fingen früh an – Lesehinweis

„Chronik einer vertanen Chance“ nennt der Politik- und Kulturwissenschaftler Claus Leggewie einen langen Aufsatz in der ZEIT am 13.02.2019, in dem er eine Geschichte des Klimawandels entwirft, von der ersten – heute fast vergessenen – Weltklimakonferenz am 12.02.1979 in Genf bis zur COP24 in Katowice. Damals berieten UN-Experten über die anthropgenen Klimaveränderungen – wichtiges Ergebnis war die Warnung, dass die weitere Verbrennung fossiler Energieträger und die fortschreitende Vernichtung der Wälder auf der Erde „zu einem massiven Anstieg der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration führen“ werde. weiterlesen…

„Das Seziermesser der Logik ansetzen“

Neue Strategie gegen Desinformation über Klimawandel

Viele der teilweise „populären Falschbehauptungen von Klimawandel-Leugnern enthalten grundlegende Denkfehler“, schreibt Toralf Staud in den klimafakten. Er bezieht sich auf einen Aufsatz in den Environmental Research Letters, in dem ein Team um den australischen Kognitionspsychologen John Cook vorschlägt, dies für die Aufklärungsarbeit zu nutzen. weiterlesen…