1,5 Grad-Grenze: Wie viel Kohlendioxid dürfen wir noch freisetzen?

Internationales Forscherkonsortium veröffentlicht neue Abschätzungen

Die Temperatur auf unserem Planeten steigt durch die Freisetzung zusätzlicher Treibhausgase stetig an. Können wir die Klimaerwärmung noch auf 1,5 Grad begrenzen? Wie viel Treibhausgase dürfen wir dann noch freisetzen? Ein internationales Forscherkonsortium hat dazu kürzlich in Nature Geoscience eine Studie veröffentlicht, an der auch Nadine Mengis, Wissenschaftlerin des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, beteiligt war. weiterlesen…

Klimaziele bis 2030: Wie sie noch erreichbar sind

„Solange andere Staaten keine ambitionierte Klimapolitik betreiben, muss die deutsche Politik pragmatisch vorgehen“

Das Preissignal im EU-Emissionshandel bremst nur die Hälfte des deutschen CO2-Ausstoßes. Beim Rest tut sich wenig – und europarechtlich bindende Verpflichtungen zwingen die Regierung zum Handeln. Ein Kurzdossier des Berliner Thinktanks Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change zeigt den Ausweg. weiterlesen…

„Die Zeit drängt“

Grüne legen Sofortprogramm für Klimaschutz vor

Fliegen und Autofahren sollen teurer werden, Bahnfahren günstiger: Nach einem Plan von Bündnis 90/Die Grünen soll klimaschädliches Verhalten mehr Geld kosten. Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Parteichefin Annalena Baerbock und Fraktionschef Anton Hofreiter stellten am 28.06.2019 in Berlin ihr „Sofortprogramm Klimaschutz“ vor. Die Grünen wollen für den Klimaschutz den Treibhausgas-Ausstoß beim Autofahren und Heizen um 40 Euro pro Tonne Kohlendioxid verteuern. Zugleich soll die Stromsteuer so gut wie abgeschafft werden und jedem Bürger pro Jahr ein „Energiegeld“ von 100 Euro gezahlt werden. weiterlesen…

Weltweit größte Senke für Kohlendioxid in nachwachsenden Wäldern

Umweltforscher fanden heraus, dass sich bedeutende Kohlenstoffsenken in Wäldern bilden, die jünger als 140 Jahre sind

Wälder sind die Filter unserer Erde: Sie reinigen die Luft von Staubpartikeln und produzieren Sauerstoff. Bisher galt vor allem der Regenwald als die „grüne Lunge“ des Planeten. Ein internationales Team, darunter Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), fand jetzt heraus, dass sich die weltweit größten Kohlenstoffsenken in jungen, nachwachsenden Wäldern befinden. Seine Ergebnisse hat es in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht. (Foto: Weltweit groesste Senke fuer Kohlendioxid in nachwachsenden Waeldern – © Gabi Zachmann,kit.imk-ifu.edu) weiterlesen…

Etwas Ernstes zu Weihnachten…

Alexander Gersts Botschaft an seine Enkelkinder

Am 25.11.2018 richtete ESA-Astronaut Alexander Gerst (hier Gersts ESA Blog) während der Horizons-Mission aus 400 km Höhe eine Botschaft an seine Enkelkinder. Nicht nur an sie: Sie gilt für uns alle. Wir alle sollten für den Schutz des Planeten, den wir unsere Heimat nennen, Verantwortung übernehmen. Gersts fünfminütige Ansprache wurde hunderttausendfach geteilt. Solarify dokumentiert den Text in der Version des Bloggers Alexander Schnapper. (Foto: Sonne über den Osterseen – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

pH-Wert im Pazifik sinkt

ZMT-Forscher untersuchen Ozeanversauerung

Nutzung fossiler Brennstoffe, Abholzung von Regen- und Mangrovenwäldern – der Mensch verursacht einen steten Anstieg von Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Erdatmosphäre. Ozeane gelten als Senken für CO2. Sie nehmen mehr als 40% des vom Menschen verursachten Treibhausgases auf. Wenn CO2 aus der Atmosphäre mit dem Meerwasser zu Kohlensäure reagiert, sinkt der pH-Wert und es kommt zur sogenannten Ozeanversauerung. Dieser Prozess hat Auswirkungen auf kalkbildende Organismen wie Korallen, Muscheln oder einige Planktonarten und kann ihre Fähigkeit beeinflussen, ein voll funktionsfähiges Kalkskelett aufzubauen. Bisher fehlten zuverlässige Langzeitmessungen und historische Datensätze, die den Einfluss der CO2-Aufnahme auf den pH-Wert des Meeres verdeutlichen. weiterlesen…

Deutschlands Wäldern geht es schlecht

Besorgniserregende Verarmung der Waldökosysteme

ast 90 % der Waldfläche in Deutschland ist in einem naturschutzfachlich schlechten Zustand. So lautet das alarmierende Fazit einer aktuellen Studie der Naturwald Akademie. Die Autoren des am 25.04.2018 erschienenen „Alternativen Waldzustandsberichtes“ betonen, dass dieser Mangel an naturnahen Waldökosystemen zu einem starken Verlust der biologischen Vielfalt führt. weiterlesen…

Geothermiebohrungen ohne Nebenwirkungen

Forscher des KIT untersuchen die Rolle von Spannungsveränderungen bei induzierter Seismizität

Bei Geothermiesystemen, die Wärme aus unterirdischen Heißwasservorkommen gewinnen, kann ein gezieltes Positionieren der Bohrungen die Seismizität erheblich reduzieren. Dies haben Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in einer Arbeit zur induzierten Seismizität, das heißt zu von menschlichen Aktivitäten verursachten Erschütterungen, festgestellt. Ausgehend von der Veränderung des Wasserdrucks im Gestein (Porendruck) und den mechanischen Spannungen im Gestein, modellierten die Forscher die Änderungen des Spannungsfelds durch Verpressen und Entnehmen von Fluiden, also von Gasen oder Flüssigkeiten. Darüber berichten sie in der Zeitschrift ERDÖL ERDGAS KOHLE. (DOI: 10.19225/180106) (Abbildung: Modell einer Anlage mit einer oder mehreren Bohrungen. – © KIT – Technische Petrophysik- ERDÖL ERDGAS KOHLE) weiterlesen…

Brüsseler Diktat der Nachhaltigkeit

Klimawandel-Kommentar von Markus Frühauf

Auch für Banken, Versicherer und Vermögensverwalter ist der Klimawandel ein Risiko. Aber zusätzliche staatliche Regulierung hält der FAZ-Wirtschaftsredakteur Markus Frühauf in der Ausgabe vom 08.03.2018 – für das falsche Signal.
Nun sollen auch Banken, Versicherer und Vermögensverwalter den Klimawandel aufhalten. Die EU-Kommission will mehr Investitionen und Kredite aus der Finanzwirtschaft, um den Übergang in eine ökologisch nachhaltige Wirtschaft zu finanzieren. Der wird teuer: Um die in Paris vereinbarten EU-Ziele wie zum Beispiel die Senkung der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2030 zu erreichen, schätzt die Kommission den jährlichen Investitionsbedarf auf 180 Milliarden Euro. weiterlesen…

Klimawandel: Selbstverstärkender Effekt nicht durch Bodentiere erklärbar

Wenn sich Erdboden erwärmt, setzt er vermehrt CO2 frei – ein Effekt, der den Klimawandel zusätzlich anheizt. Bisher hatte man angenommen, der Grund hierfür sei vor allem in kleinen Bodentieren und Mikroorganismen zu suchen, die bei wärmeren Temperaturen mehr fressen und atmen würden. Tabea Turrini vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig weist am 21.12.2017 auf eine Studie in Nature Climate Change hin, die zeigt, dass die bisherige Annahme nicht zutrifft. weiterlesen…