Neue Pflanze für Biogas: Durchwachsene Silphie

Bienenfreundliche Energiepflanze schützt auch das Grundwasser

Die Durchwachsene Silphie soll ab 2018 „greeningfähig“*) sein, teilte der Fachverband Biogas mit. Diese Empfehlung hat der Agrarausschuss der EU in einem Votum Ende November mit 39:5 Stimmen abgegeben – die Abgeordneten haben sich dafür ausgesprochen, dass ab dem nächsten Jahr die Energiepflanze Durchwachsene Silphie als Greeningmaßnahme anerkannt wird. Damit darf die Pflanze auf sogenannten ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) angebaut und anschließend in Biogasanlagen energetisch genutzt werden. weiterlesen…

Weltweit erste „Wasserbatterie“

Neuartiges Kraftwerkskonzept – TÜV-SÜD-geprüft

Energie gewinnen ist relativ einfach, sie flexibel speichern schon schwieriger. Der Naturstromspeicher Gaildorf kann beides – Strom erzeugen und speichern. Die Idee hinter dem Gemeinschaftsprojekt der Max Bögl Wind AG (Sengenthal bei Neumarkt) mit Projektinitiator Alexander Schechner ist simpel und innovativ: Vier mit einem Pumpspeicherkraftwerk verbundene Windgeneratoren sollen nach Prüfung durch den TÜV Süd demnächst die Kombination aus Wind- und Wasserkraft zur Stromerzeugung nutzen – und so eine flexible Energieversorgung für die 12.000-Einwohner-Stadt Gaildorf südlich Schwäbisch Hall sicherstellen. weiterlesen…

e.on-Chef will 30 Euro für 1 t CO2

Teyssen fordert Preiserhöhung für den Ausstoß von CO2

e.on-Chef Johannes Teyssen fordert von der Bundesregierung eine drastische Erhöhung des CO2-Preises. Der solle zunächst auf mindestens„25 bis 30 Euro“ festgesetzt werden, sagte Teyssen dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel, „um die Energiewende zu retten und aus der Kohle auszusteigen“. Die Kraftwerkstochter Uniper hat er laut Spiegel verkauft. weiterlesen…

Empfehlungen der Forschungsnetzwerke

Konsultationsprozess für 7. Energieforschungsprogramm

Am 28.11.2017 trafen sich rund 80 Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Verbänden und Industrie im BMWi zur 6. Sitzung der Energiewende-Plattform Forschung & Innovation. Im Vordergrund stand der breit angelegte Konsultationsprozess für das kommende, 7. Energieforschungsprogramm. Erstmals sind alle relevanten Akteure der Energieforschung und -wirtschaft frühzeitig in die Weiterentwicklung der Forschungspolitik einbezogen. Vertreter der Forschungsnetzwerke übergaben zu sieben Themengebieten ihre Empfehlungen an das Ministerium – so eine bine-Information. weiterlesen…

2017 jetzt schon Grünstromrekordjahr

2016: 381 Mrd. kWh EE

2017 ist noch nicht zu Ende, doch bereits jetzt kann von einem Ökostromrekord gesprochen werden. Laut Berechnungen des Energieanbieters E.ON wurden in diesem Jahr bereits bis Mitte November 131 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom durch Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen produziert. Nach Angaben des Unternehmens wären damit schon sechs Wochen vor Jahresende zwei Mrd. kWh mehr Strom mittels dieser Energieträger erzeugt worden als im Gesamtjahr 2016 – auch wenn die offiziellen Zahlen für 2016 etwas anders lauten (s.u.).Das teilte die Agentur für Erneuerbare Energien mit. weiterlesen…

Wirtschaftlichkeit energieoptimierter Gebäude

Methoden und Benchmarks für die Praxis

Neubauten und sanierte Gebäude mit minimalem Energiebedarf zu realisieren, ist technisch problemlos möglich. Wann, für wen und in welchem Ausmaß der gewählte Baustandard aber wirtschaftlich ist, wird innerhalb der Fachwelt und der Politik kontrovers diskutiert. Das neue BINE-Themeninfo „Wirtschaftlichkeit energieoptimierter Gebäude“ (III/2017) stellt Betrachtungsweisen, Berechnungsmethoden sowie Projekte aus Immobilienwirtschaft und Forschung vor. Diese zeigen, dass ein energieoptimiertes Gebäude durch eine integrierte, ganzheitliche Planung in Verbindung mit einem Monitoring die Wirtschaftlichkeit erreichen kann. weiterlesen…

Kompensationsanlage soll EE-Strom stabilisieren

Anzahl der Einzelanlagen verringern

Forscher der der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg entwickeln gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Energieversorgung und Wirtschaft eine sogenannte hybride Kompensationsanlage – eine Verbindung von Energiespeicher und leistungsfähigem Umrichter, der den Signalverlauf im Stromnetz beeinflussen kann. Damit soll die Zahl der Einzelanlagen verringert werden. Denn Netzbetreiber müssen neben der Verteilung des in vielen Wind- und Photovoltaikanlagen erzeugten Strom auch für eine gleichbleibend hohe Qualität in der Stromversorgung sorgen. Diese Qualität mit einzelnen Anlagen und Elementen zu sichern, ist aufwändig. weiterlesen…

Papst: Niemand darf Klimawandel-Folgen leugnen

Haltung der Klimaskeptiker „nicht angebracht“

Papst Franziskus hält die Haltung der Klimaskeptiker für nicht angebracht – er sagte am 29.11.2017 zur Eröffnung einer Tagung, die von der Katholischen Universität Costa Rica und der „Vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger – Benedikt XVI.“ ausgerichtet wurde, in einer Videobotschaft erneut warum. weiterlesen…

Wasserstoff direkt aus Sonnenlicht

DLR-Forschergruppe stellt mit HYDROSOL_Plant aktuell größte Testanlage für solarthermische Wasserspaltung vor

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat am 29.11.2017 gemeinsam mit internationalen Projektpartnern die bislang größte solarchemische Anlage zur Produktion von Wasserstoff präsentiert. Im Projekt HYDROSOL_Plant haben Wissenschaftler und Industrieunternehmen gemeinsam das Verfahren der direkten Wasserstoffherstellung durch Sonnenstrahlung weiterentwickelt. weiterlesen…

Peruanischer Bauer nimmt weitere Hürde im RWE-Klimaprozess

Gletscherschmelze infolge Klimawandels bedroht Anwohner

Ob RWE-Klimagase zur Schmelze eines Andengletschers beitragen, ist Gegenstand des ersten „Klimawandel“-Prozesses der Geschichte: Der peruanische Kleinbauer und Bergführer Saúl Luciano Lliuya nahm jetzt eine weitere Hürde. Unterstützt von Germanwatch hatte Luciano am 24.11.2015 beim Landgericht Essen Klage gegen RWE eingereicht. Der Grund: Die gewaltigen Emissionsmengen des Energiekonzerns gefährden seine Familie, sein Eigentum sowie einen großen Teil seiner Heimatstadt Huaráz. Ein durch den Klimawandel schnell wachsender Gletschersee wird zum Risiko für die 120.000-Einwohner-Stadt in den Anden. weiterlesen…