Solar Cluster Baden-Württemberg plädiert für nationale CO2-Abgabe

Ein höherer CO2-Preis würde für mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt sorgen

Deutschland solle dem Weg anderer europäischer Länder folgen. Nur mit einem angemessenen Preis für den Ausstoß von Kohlendioxid könne ein fairer Wettbewerb auf dem Energiemarkt entstehen, so eine Pressemitteilung des Solar Cluster Baden-Württemberg vom 25.07.2017, das sich für eine nationale CO2-Abgabe einsetzt. Deutschland solle wie etwa Frankreich oder Großbritannien eine solche finanzielle Maßnahme einführen, da eine wirksame Reform des europäischen Emissionshandels sonst nicht durchsetzbar sei. weiterlesen…

Protein aus CO2 und Strom

Welthunger lindern?

In einer gemeinsamen Studie der TU im finnischen Lappeenranta (LUT) und des Technischen Forschungszentrums (VTT) wurde jetzt vorgestellt, wie man unter Verwendung von Strom und Kohlendioxid Einzelzellprotein produzieren kann – so eine Medienmitteilung vom 19.07.2017. Es kann für die Verwendung als Lebensmittel oder Tierfutter weiterentwickelt werden. Die Methode befreit die Nahrungsmittelproduktion von Umweltauflagen. Das Protein kann überall produziert werden, wo es benötigt wird und Erneuerbare Energien zur Verfügung stehen. weiterlesen…

E-Autos umweltfreundlich?

Zweifel an Umweltbilanz – Experte hält aktuelle E-Mobilität für „nicht zukunftsfähig“

Einer schwedischen Studie zufolge sind Elektrofahrzeuge kaum umweltfreundlicher als Verbrenner. Die Herstellung der Lithium-Ionen-Batterien verbrauche nicht nur teure Rohstoffe, sondern sei zudem so energie- und CO2-intensiv, dass sich ein positiver Umwelteffekt erst nach Jahren ergebe. Doch die schwedische Untersuchung, die laut der dänischen Fach-Zeitschrift Ingeniøren bisherige Untersuchungen in einer Metastudie analysiert und zusammenfasst, hat ihre Tücken. weiterlesen…

Zwischen wissenschaftlicher Freiheit und Verantwortung


Wissenschaftliche Verantwortung

Seit längerem gibt es in Deutschland eine Diskussion zum Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Freiheit und Verantwortung. In nahezu allen Wissenschaftsgebieten bestehe die Gefahr, dass nützliche Forschungsergebnisse auch zu schädlichen Zwecken missbraucht werden können – so der parlamentseigene Pressedienst „heute im bundestag„. Darin waren sich alle Experten einig, die am 04.11.2015 beim öffentlichen Fachgespräch zum Thema „Wissenschaftliche Verantwortung“ auf Einladung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung im Berliner Paul-Löbe-Haus diskutierten. weiterlesen…

Regierung weiß seit einem Jahr von Auto-Betrugskartell


Geheimverhandlungen der Politik „mit kriminellem Dieselkartell“ – DUH fordert Konsequenzen für „Nationales Forum Diesel“

Nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gehen aktuell die Geheimverhandlungen von Bundes- und Landespolitikern ausgerechnet mit den Firmen des „kriminellen Diesel-Kartells“ weiter. Unterdessen geht der „größte Industrieskandal der Nachkriegsgeschichte weiter: Neun Millionen betrogene Käufer von Euro 5+6 Diesel-Pkw sollen mit einem Fake-Software-Update getäuscht werden“ – so die DUH. weiterlesen…

Solar-Brille erzeugt Sonnenstrom

„Smarte“ Sonnenbrille als Beispiel für künftige mobile Anwendungsfelder der Photovoltaik

Forscher am KIT entwickeln Sonnenbrille mit Gläsern aus halbtransparenten, organischen Solarzellen, die einen integrierten Mikroprozessor mit Energie versorgen. Organische Solarzellen sind flexibel, transparent und leicht – und sie lassen sich in beliebigen Formen und Farben herstellen. Dadurch bieten sie eine Fülle von Einsatzmöglichkeiten, die sich mit herkömmlichen Silizium-Solarzellen nicht verwirklichen lassen. Forscher am KIT stellten in der Fachzeitschrift Energy Technology eine Sonnenbrille mit farbigen, halbtransparenten Solarzellen in den Glasflächen vor, die einen Mikroprozessor und zwei Displays mit Strom versorgen. weiterlesen…

Flüge aus und in die EU bis 2021 CO2-Abgaben frei

CO2-Emissionen aus Interkontinentalflügen werden im Jahr 2050 wahrscheinlich sieben- bis zehnmal so hoch sein wie 1990

Flüge aus der EU und in die EU bleiben bis 2021 von CO2-Abgaben befreit. Solange hat die Internationale Luftfahrtorganisation ICAO Zeit, eine gleichwertige, internationale Lösung zu finden, wie Zoran Radosavljevic am 12.07.2017 in EURACTIV schrieb. weiterlesen…

Deutsche für E-Bikes statt Autos in Städten

Die meisten Befragten sehen positive Effekte für Gesundheit und Umwelt – vor allem Jüngere interessieren sich für Kauf

Die Mehrheit der Deutschen sieht in E-Bikes eine praktische, gesundheitsfördernde und umweltfreundliche Alternative zum Auto. Knapp drei Viertel der Bundesbürger (73 Prozent) sind der Meinung, dass Elektrofahrräder für körperlich weniger fitte Menschen ein guter Einstieg sind, um sich mehr zu bewegen. weiterlesen…

Statt verbieten: entwickeln


Neue Kraftstoffe

Mal über die Skandale hinausdenken: Angesichts sehr beunruhigender Nachrichten über den Klimaschutz werden Forderungen lauter, Verbrennungsmotoren bald zu verbieten. Alternative: Elektromobilität und Wasserstoff. Beide setzen aber ein wesentlich schnelleres Ausbautempo der Erneuerbaren Energien als gegenwärtig voraus. Denn noch kommt viel zu viel Strom aus den (Braun-)Kohlekraftwerken. Der CO2-Ausstoß sinkt deshalb so langsam, dass wir die Pariser Vorgaben (nahezu sicher) deutlich verfehlen werden – unsinnigerweise und klimaschädlich wird deutscher Kohlestrom sogar immer noch exportiert, auch wenn die Erneuerbaren Energien auf dem Vormarsch sind und trotz politischer Bremsen weiter ausgebaut wurden. Denn ungeachtet dieses Vormarsches ist die CO2-Intensität des Primärenergieverbrauchs in den G20-Staaten zumindest bis 2014 gestiegen, weil die meisten ihren steigenden Energieverbrauch nach wie vor überwiegend mit Kohle abdecken. Doch keine Frage: Am meisten hinkt der Verkehr beim Schadstoffausstoß hinterher. Aber Elektromobilität ist erst dann klimadienlich, wenn erstens die Batterieproduktion und -entsorgung weniger umweltbelastend sind, und zweitens, wenn der Strom zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energieträgern stammt, das gleiche gilt für Wasserstoff. Aber das wird noch lange dauern. Bis dahin darf deshalb eine wichtige Option nicht vergessen werden: Die Entwicklung schadstofffreier sogenannter Designer-Fuels. Motoren wurden zwar extrem optimiert, aber Treibstoffe blieben seit Carl Benz und Rudolf Diesel nahezu unverändert. Bei den synthetischen Kraftstoffen sind Oxymethylenether die meistversprechenden – Verbindungen aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff, die effizient und nahezu emissionsfrei verbrennen – klimaneutral auch deshalb, weil zu ihrer Herstellung CO2 verwendet und durch ihren Einsatz gleich viel fossile Energie eingespart wird. Entsprechende Forschungsprojekte – Kopernikus P2X und Carbon2Chem – sollen unterschiedliche Möglichkeiten testen, wie man „E-Fuels“ aus CO2, Wasser und Erneuerbarem Strom herstellen kann oder wie sie aus Hüttengasen gewonnen werden können. Fest steht aber, auch wenn es eine Binsenweisheit ist: Die Erneuerbaren müssen wesentlich schneller ausgebaut werden als bisher.
-Gerhard Hofmann- weiterlesen…

Änderungen zum Energie- und Stromsteuergesetz


Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) neu gefasst – Erdgas- und Flüssiggas weiterhin steuerbegünstigt

Energiesteuer- und Stromsteuergesetz sehen zurzeit vielfältige Änderungen vor. So sollen die Steuerbegünstigungen für komprimiertes Erdgas (CNG), verflüssigtes Erdgas (LNG) bzw. Flüssiggas (LPG) zwar über 2018 hinaus fortbestehen, jedoch in modifizierter Form, meldete das Portal GutCert am 19.07.2017. weiterlesen…