Energiesystem der Zukunft

Bundesforschungsministerin startet Großsimulation am KIT

Mit dem Ziel der Klimaneutralität vor Augen, haben Forschende im Energy Lab 2.0 am Karlsruher Institut für Technologie laut einer Medienmitteilung vom 28.10.2022 einen detaillierten „digitalen Zwilling“ des deutschen Energiesystems aufgebaut. Unter realer Einbindung von Zukunftstechnologien wie Solarpark, Netzspeicher oder Power-to-X-Anlagen nutzen sie diesen nun, um virtuell das Energiesystem der Zukunft mit all seinen Komponenten zu testen. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger startete die Simulation am 28.10.2022 bei ihrem Vor-Ort-Besuch. weiterlesen…

„Lancet Countdown 2022“ warnt eindringlich

Klimawandel wird zur Gesundheit bedrohenden Krise

Die menschengemschte weltweite Erwärmung könnte die Gesundheit der Menschen schwerwiegend beeinträchtigen, schreibt spektrum.de über eine Lancet-Forschergruppe, welche die Risiken abgemessen hat. Die Verbrennung von Kohle, Gas und Erdöl beschleunigt nicht nur den Klimawandel – sie verschärft auch die gesundheitlichen Konsequenzen von Erderwärmung, Luftverschmutzung und Extremwetterereignissen, warnt der „Lancet Countdown 2022“ eindringlich. Die Fachautoren des Berichts machen aber auch Hoffnung, dass sich der weitere Anstieg der Klimawandel-bedingten Todesfälle und Krankheiten noch verhindern lässt. weiterlesen…

Wasserstoffpartnerschaft mit Namibia

BAM fördert schnellen Aufbau der Wasserstoffproduktion im Süden Afrikas

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und die Universität von Namibia sowie das Namibia Green Hydrogen Research Institute intensivieren ihre Zusammenarbeit als staatliche Einrichtungen auf dem Gebiet der grünen Wasserstofftechnologien. Die BAM wird zu diesem Zweck mehrere Doktorandenstellen schaffen und sich an der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Namibia beteiligen. Gemeinsames Ziel ist es, möglichst schnell Kapazitäten für die sichere Produktion von grünem Wasserstoff im Land aufzubauen. weiterlesen…

Erhöhung des CO2-Preises wird 2023 ausgesetzt

Habeck: „Gehen beim CO2-Preis bedachter vor und entlasten private Haushalte und Unternehmen“

Am 28.10.2022 hat der Bundesrat in zweiter und dritter Lesung die Novelle des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) verabschiedet. Die CO2-Abgabe für kohlenstoffhaltige Brenn- und Kraftstoffe steigt einer Medienmitteilung aus dem BMWK zufolge langsamer an als bisher geplant. 2023 ist zudem gar keine Erhöhung vorgesehen. Das sieht die Novelle des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) vor, die heute der Bundesrat verabschiedet hat. weiterlesen…

BMDV startet Prozess für Mobilitätsdatengesetz

Wissing: „Daten sind Grundlage für Fortschritt“

Das BMDV arbeitet an einem Mobilitätsdatengesetz, das 2024 verabschiedet werden soll. In die Erarbeitung bezieht das BMDV Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft mit ein. Der Konsultationsprozess wurde am 28.10.2022 mit einer Kick-off-Veranstaltung gestartet. Damit soll eine transparente Beteiligung und Gestaltung im Gesetzgebungsprozess ermöglicht werden. weiterlesen…

EU einigt sich auf Verbrenner-Aus ab 2035

Synthetische Kraftstoffe noch offen

Die EU-Gesetzgeber haben sich am späten Donnerstagabend (27.10.2022 kurz vor 21 Uhr Brüsseler Zeit) auf eine Vereinbarung verständigt, die ab 2035 ein Ende des Verkaufs von Autos mit Verbrennungsmotoren vorsieht – „eine bedeutsame Entscheidung, mit der Europa in eine weitgehend abgasfreie, elektrische automobile Zukunft steuert“, so die EURACTIV-Autoren Jonathan Packroff und Sean Goulding Carroll. Obwohl ursprünglich als einer der umstrittensten Legislativvorschläge der EU im Rahmen des Green Deals angesehen, machte das Dossier über CO2-Normen rasche Fortschritte und wurde zum ersten der ersten Dossiers des Klimapakets „Fit for 55“, auf das sich die Mitgliedstaaten und das Parlament einigen konnten. weiterlesen…

Im Sommer steigen Methan-Emissionen in Sibirien

Seit 2004 Wachstum um jährlich zwei Prozent

Was passiert in den ausgedehnten arktischen Permafrostgebieten der Arktis, wenn sich die Atmosphäre mehr und mehr aufheizt? Diese Frage treibt die Klimaforschung seit Langem um, da große Mengen Kohlenstoff in den gefrorenen Böden enthalten sind, die von Mikroben in die Treibhausgase Methan und CO2 umgewandelt werden können. Werden die Gase freigesetzt, könnte das die globale Erwärmung noch mehr beschleunigen. Jetzt haben die GFZ-Forscher Torsten Sachs und Norman Rößger gemeinsam mit Kollegen der Universität Hamburg und des Alfred-Wegener-Instituts in Potsdam Ergebnisse einer fast zwanzigjährigen Beobachtungsreihe in Sibirien veröffentlicht. (Foto: Messturm auf der Insel Samoilow im Lena-Delta in Sibirien – © Torsten Sachs, GFZ ) weiterlesen…

Solarbranche setzt „klares Signal für verantwortungsvollen PV-Ausbau“

Gute Planung von PV-Freilandanlagen: Wie sich Belange der Energiewende, des Umwelt- und Naturschutzes und der Landwirtschaft vereinen lassen

38 Unternehmen verpflichteten sich (bis 27.10.2022) zu guter Planung von Solarparks. Eine schnelle Energiewende soll auf Anregung des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft e.V. (bne) mit Naturschutz und Landwirtschaft vereint werden. Solarenergie ermöglicht sichere, unabhängige und saubere Energieerzeugung und wird einen wesentlichen Anteil des deutschen Strommixes ausmachen. weiterlesen…

EU-Kommission verschärft Grenzwerte für Luft und Wasser

Der europäische Grüne Deal soll Todesrate um  mehr als 75 % senken – KLUG kritisiert – DUH begrüßt

Die Europäische Kommission legte am 26.10.2022 Vorschläge für strengere Vorschriften über Schadstoffe in der Luft, in Oberflächengewässern und im Grundwasser sowie über die Behandlung von kommunalem Abwasser vor. Aufgrund der Luftverschmutzung sterben jedes Jahr 300.000 Menschen in Europa vorzeitig, und mit den vorgeschlagenen neuen Vorschriften wird die Zahl der Todesfälle infolge von Konzentrationen des am häufigsten vorkommenden Schadstoffs PM2,5, die über den Werten in den Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation liegen, in zehn Jahren um mehr als 75 % gesenkt. Die neuen Vorschriften über Luft und Wasser bringen dank der positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, die Lebensmittelproduktion, die Industrie und die biologische Vielfalt sowie durch die Energieeinsparungen auch eine klare Rendite. (Karten: WHO-Leitlinien 5 µgm³, jährlich; Vorschlag für 2030 10 µgm³, jährlich; derzeitige Richtlinie 25 µgm³ – © who.org) weiterlesen…

Mehrheit meint, Krieg und Energiepreise beschleunigen grünen Wandel

EIB-Klima-Umfrage 2022-2023

Die EIB-Klimaumfrage 2022-2023 untersucht Ansichten und Meinungen zum Klimawandel in einer sich rasch verändernden Welt. Die Ergebnisse dieser Ausgabe konzentrieren sich auf die Ansichten der Bürger über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und den jüngsten Anstieg der Energiepreise. weiterlesen…