Grüner Wasserstoff aus direkter solarer Wasserspaltung:

„H2Demo“ – grüner Wasserstoff aus direkter solarer Wasserspaltung

Wasserstofftechnologien sind Bindeglied zwischen Energie- und Mobilitätswende. Die große Herausforderung besteht in der nachhaltigen und damit umweltverträglichen Herstellung großer Mengen von Wasserstoff. Hierbei spielt der Einsatz von Solarenergie eine zentrale Rolle. In dem vom BMBF geförderten Verbundprojekt „H2Demo“, unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, arbeiten elf Partner an Demonstratoren für die direkte solare Wasserspaltung. (Foto: Aufbau eines Prototypen zur solaren Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse von Wasser – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Abschied vom Wasserstoff?

Die Großen machen’s lieber elektrisch

„Das spricht gegen den H2-Antrieb“, resümiert Elias Holdenried am 31.03.2021 seinen Artikel auf Business Insider (BI). Der Autor analysiert den Antriebsmarkt eindeutig: „Während Toyota und Hyundai immer noch mit Hochdruck an der Wasserstoff-Technologie arbeiten, glaubt der Großteil der europäischen Konzerne im PKW-Bereich nicht mehr an den H2-Durchbruch.“ Einige der Großen des europäischen Marktes (etwa Renault und Mercedes) sehen zwar im Nutzfahrzeugsektor noch „großes Potenzial für den H2-Antrieb“, aber VW-Chef Herbert Diess schätzt Wasserstoff selbst für Langstrecken-LKW als zu kostenintensiv ein. weiterlesen…

Deutlich weniger, aber immer noch zu viel Geld für Kohle

Energiezukunft zur zweiten Ausschreibung zum Kohleausstieg

Bei der ersten Ausschreibungsrunde im Dezember 2020 erhielt ein Steinkohlekraftwerk noch 150.000 Euro pro Megawatt (€/MW) für seine Abschaltung. Der durchschnittliche Zuschlagswert für insgesamt 11 Kohlekraftwerke lag bei 66.259 €/MW. An diesen Wert kam bei der zweiten Ausschreibungsrunde selbst das höchste bezuschlagte Gebot nicht heran – 59.000 €/MW erhält der erfolgreichste Bieter. Dabei war ein Höchstpreis von 155.000 €/MW ausgeschrieben – schreibt Manuel Först am 02.04.2021 in Energiezukunft (Foto: Uniper-Steinkohlekraftwerk Wilhelmshaven – © Martina Nolte, WikiCommons, CC BY-SA 3.0 de). weiterlesen…

Buch: Emission Free Energy from the Deserts

Emissionsfreie Energie aus den Wüsten – von Paul van Son & Thomas Isenburg.

Noch vor zwanzig Jahren klang die Idee, dass Solar- und Windenergie in Wüstengebieten zu einer wichtigen Energiequelle für die Welt werden könnte, eher verrückt. Die deutsche Industrie und eine deutsche NGO starteten damals Desertec 1.0 und gründeten die Dii GmbH (Desertec Industrial Initiative), um elektrischen Strom mittels Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) aus den nordafrikanischen Wüsten nach Europa, auch nach Deutschland zu bringen. Ein Buch („Emission Free Energy from the Deserts“ – zunächst als deutsche Version „Energiewende in der Wüste“ von Paul van Son und Thomas Isenburg) zeichnet die wechselvolle Geschichte der Desertec-Vision nach. ( Titel: Emission free energy from the deserts – © smartbookpublisher.com) weiterlesen…

Aufschaukeln riesiger Wellen in der Atmosphäre

PIK: Graduelle Zunahme von Hitzewellen erklären

In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der Wetterextreme im Sommer – wie etwa die Rekord-Hitzewelle 2010 in Osteuropa, die mit Ernteeinbußen und verheerenden Waldbränden um Moskau einherging – ein außergewöhnliches Maß erreicht. Die vom Menschen verursachte globale Erwärmung kann eine graduelle Zunahme solcher Hitzewellen erklären, die beobachtete extreme Stärke und Dauer einiger dieser Ereignisse sind jedoch nicht so leicht zu erklären. Sie werden mit einem neu entdeckten Mechanismus in Verbindung gebracht: dem Aufschaukeln riesiger Wellen in der Atmosphäre. Eine neue Datenanalyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt jetzt, dass solche Resonanzen in den gigantischen, die Nordhalbkugel umkreisenden Luftströmen tatsächlich häufiger werden. weiterlesen…

Kooperationsausschuss Bund und Länder will Erneuerbaren-Ausbau vorantreiben

Monitoringprozess aufgesetzt

Die Mitglieder des neuen Bund-Länder-Kooperationsausschuss zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien unter Leitung von Wirtschaftsstaatssekretär Feicht haben einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge bei ihrer ersten Sitzung am 24.03.2021 ein Grundgerüst für einen Monitoringprozess aufgesetzt. um die EE-Ausbauziele der Länder sowie deren Umsetzungsstand besser zu erfassen und so den Erneuerbaren-Ausbau insgesamt voranzutreiben. Der Ausschusses war im EEG 2021 festgelegt worden. weiterlesen…

Direkt und indirekt anthropogenes Waldsterben

Zerstörung nimmt von 2019 bis 2020 um 12 % zu

Im Corona-Jahr 2020 ist die Vernichtung tropischer Urwälder um zwölf Prozent auf 4,2 Millionen Hektar gestiegen – eine Fläche von der Größe der Niederlande. Die Daten hat die University of Maryland zusammen mit der Organisation Global Forest Watch veröffentlicht. Die Abholzung von Wäldern ist eine der größten Quellen für Treibhausgas-Emissionen, zieht den Verlust von Lebensräumen und Artensterben nach sich und verändert Wasserkreisläufe. Während die Waldbestände in vielen wohlhabenden Staaten in den vergangenen Jahrzehnten zunehmen oder zumindest stabil geblieben sind, ist der Trend in vielen sogenannten Schwellen- und Entwicklungsländern genau umgekehrt. Solarify dokumentiert die Bestandsaufnahme von Global Forest Watch. weiterlesen…

SF: Viertausendmal klimaschädlicher als CO2

Sulfuryiodifluorid immer häufiger in Gebrauch

Wikipedia wusste es schon seit langem – nur: Es fiel niemandem auf: Wohl wegen der geringen Mengen lief es unter dem Treibhausgasradar durch. „Sulfurylfluorid ist ein farb- und geruchloses Gas, das als Insektizid bei Lebensmitteln wie Getreide, Nüssen, Schalen- und Trockenfrüchten verwendet wird. Des Weiteren dient es zur Bekämpfung von Holzschädlingen. Das Gas hat ein hohes Treibhauspotential.“ Erst die Anfage zweier Linken-Abgeordneten der Hamburger Bürgerschaft brachte die Sache schon Mitte Januar 2020 ans Licht (Solarify hatte es auf der Seite), und jetzt hat es der Spiegel „entdeckt“: Sulfurylfluorid ist einige tausendmal so klimaschädlich ist wie CO2. (Bild: Gift – © OpenIcons auf Pixabay) weiterlesen…

EU: Kernkraft als „grüne Investition“?

EU-Expertenbericht hält Atomenergie für nachhaltige Energie

Die EU sollte die Kernkraft dem wissenschaftlichen Dienst der EU-Kommission zufolge als „grüne Investition“ einstufen. Darüber, ob Ausgaben für Kernkraftwerke wirklich als „grüne Investition“ zu werten sind, gehen die Meinungen verständlicherweise weit auseinander. Die Analysen hätten dem Dokument der sogenannten Gemeinsamen Forschungsstelle (Joint Research Centre – JRC) der Kommission zufolge „keine wissenschaftlich fundierten Belege“ dafür ergeben, „dass die Atomenergie die menschliche Gesundheit oder die Umwelt stärker schädigt als andere Technologien zur Stromerzeugung“. weiterlesen…

Wirtschaft rauf, CO2 runter!

Impuls von 50 Organisationen und Unternehmen zur Diskussion über Energie- und Klimapolitik der nächsten Legislaturperiode

Mit einer gemeinsamen Erklärung an die Vorsitzenden der Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl wollen 50 Organisationen und Unternehmen aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz einen Auftaktimpuls zur Diskussion über die Energie- und Klimapolitik der nächsten Legislaturperiode setzten. Laut den Unterzeichnern wird sich die neue Bundesregierung in der kommenden Legislaturperiode zwei zentralen Aufgaben stellen müssen: der Bewältigung der Coronakrise und dem Klimaschutz. weiterlesen…