Großer Schritt für EU – kleiner für globale Klimagrenze

Einigung beim EU-Gipfel

Die EU-Staaten bekannten sich beim Gipfel am 11.12.2020 zwar zur Klimaneutralität bis 2050 und zu einen höheren CO2-Einsparziel für 2030. Der Energiemix bleibt aber nationale Angelegenheit. Das neue, am 11.12.2020 beschlossene EU-Klimaziel trägt zwar – wenn es denn umgesetzt wird – zur Begrenzung der Erderhitzung auf zwei Grad bei – reicht aber noch nicht für den notwendigen Klimaschutz weltweit – so zahlreiche Kommentare. weiterlesen…

Euractiv: Mit „blauem Wasserstoff“ gegen das Henne-Ei-Problem

Brückentechnologie auf dem Weg zu grünem H2

Die Europäische Kommission hat sich ein langfristiges Ziel zur Förderung von sogenanntem „grünem Wasserstoff“, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien hergestellt wird, gesetzt, schreibt Frédéric Simon (übersetzt von Tim Steins) am 11.12.2020 auf EURACTIV.com. Als Brückentechnologie will man in Brüssel aber auf Wasserstoff auf fossiler Basis in Kombination mit CO2-Speicherung setzen, um den Markt in der Anfangsphase schneller wachsen zu lassen, so ein hochrangiger EU-Beamter.
weiterlesen…

Merkel: 500 Millionen Euro für Klimaschutz-Investitionen

Guterres ruft bei Climate Ambition Summit „Klimanotstand“ aus

„Deutschland weiß um seine Verantwortung – und darum, dass ehrgeizige Ziele auch ehrgeizige nationale Beiträge erfordern“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Videogrußwort beim virtuellen Climate Ambition Summit der Vereinten Nationen am 12.12.2020. Die Kanzlerin betonte, weltweit sollte günstiges Kapital für notwendige Klimaschutz-Investitionen zur Verfügung stehen. Deutschland werde hierfür zusätzlich knapp 500 Millionen Euro bereitstellen. Solarify dokumentiert Ausschnitte aus der Internetseite der Vereinten Nationen. weiterlesen…

„Benchmark in Europa“

Zukunftsfonds startet mit 10 Mrd. €

Mit der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2021 am 11.12.2020 hat der Deutsche Bundestag 10 Mrd. € für einen Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien („Zukunftsfonds“) bereitgestellt – so eine Medienmitteilung des BMWi. Der Zukunftsfonds wird insbesondere Finanzmittel in die kapitalintensive Skalierungsphase von Start-ups investieren, damit mehr junge, innovative Unternehmen aus Deutschland heraus in die Weltspitze aufsteigen können. weiterlesen…

Schädlich für den Klimaschutz

Energieexperten fordern Austritt aus der Energiecharta

In einem offenen Brief fordern über 150 Energie- und Klimaexperten den Austritt der EU aus dem Energiecharta-Vertrag. Er steht der geplanten Anhebung des EU-Klimaziels entgegen – und damit auch dem Übergang zu einer sauberen Energieversorgung. Joschua Katz hat für energiezukunft – dem Portal für Erneuerbare Energien und die bürgernahe Energiewende – die Hintergründe zusammengetragen. weiterlesen…

Kohle wichtigster Energieträger im 3. Quartal 2020

Wieder mehr fossiler Strom als erneuerbarer

Im 3. Quartal 2020 wurden in Deutschland 1.16,7 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 11.12.2020 waren das 2,9 % weniger als im 3. Quartal 2019. Anders als in den ersten beiden Quartalen 2020, in denen der Strom mehrheitlich aus erneuerbaren Energiequellen stammte (1. Quartal: 51,2 %, 2. Quartal: 52,5 %), kam der Strom im 3. Quartal zu 56,0 % aus konventionellen Energieträgern. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank die Stromeinspeisung aus konventionellen Energieträgern aber um 5,8 %, während die Einspeisung aus erneuerbaren Energien um 1,1 % zunahm. weiterlesen…

Green Deal: Gut für Europa – schlechter für den Planeten

Getreide- und Fleischimport untergräbt EU-Standards und lagert Umweltschäden aus

Europa soll bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden – das hat die EU mit dem „Green Deal“ Ende 2019 angekündigt. Ziel ist, die Kohlenstoffemissionen zu verringern sowie Wälder, Landwirtschaft, umweltfreundlichen Verkehr, Recycling und erneuerbare Energien zu fördern. Der Import von Millionen Tonnen Getreide und Fleisch pro Jahr untergräbt aber landwirtschaftliche Standards der EU und lagert so Umweltschäden aus der EU aus. Der europäische Green Deal ist in diesem Sinne „gut für ein klimaneutrales Europa – aber schlechter für den Planeten“, sagen KIT-Forscher – auch in Nature. weiterlesen…

5 Jahre COP21

FfF-Aktivisten demonstrierten mit klimaneutralen Kerzen für Klimaschutz

Heute, am 12.12.2015, jährt sich zum fünften Mal die Einigung der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris auf das Weltklimaabkommen. Bei einem eintägigen, virtuellen UN-Gipfel sollen viele Staaten ihre Fortschritte und Pläne im Klimaschutz darstellen (und ihr Versagen?) Vor fünf Jahren hat sich die Welt darauf verständigt, die Erderwärmung gut unter zwei Grad („well below two degrees“) zu begrenzen (siehe: solarify.eu/da-hat-er-ein-wenig-getrickst). Zum Jahrestag des Pariser Abkommens demonstrierten Klimaaktivisten von Fridays for Future weltweit an 2.500 Punkten, unter anderem am Brandenburger Tor in Berlin, für noch mehr Anstrengungen – so das Portal tagesschau.de unter anderen. weiterlesen…

Zurzeit steuern wir auf eine circa 4 Grad heißere Welt zu

FfF: 5 Jahre COP21 Paris – (k)ein Grund zu feiern

„Vor fünf Jahren ereignete sich Historisches: Am 12. Dezember 2015 beschlossen 196 Länder in Paris, die Klimakrise ernst zu nehmen und ihr entschlossen und geschlossen entgegenzutreten“ – so stand es am 07.12.2020 auf der Internetseite von Fridays for Future (FfF). „Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse wurde das Pariser Klimaabkommen geschlossen. Ein Abkommen, das lange und zähe Verhandlungen benötigte, das zwischen Ländern, die besonders früh und stark unter den Auswirkungen der Klimakrise leiden werden und den reichen Industriestaaten, die den größten Teil zur Entstehung der Klimakrise beitragen, vermittelt. Ein Abkommen, das unter hohem Druck der internationalen Klimagerechtigkeitsbewegung entstanden ist und, das bereits einen Kompromiss darstellte. weiterlesen…