Ein anderer Stadtverkehr ist möglich

Kommunen können Krisenerfahrung als Chance für Verkehrswende nutzen

Für Bund, Länder und Kommunen bietet sich aufgrund der Erfahrungen aus dem vergangenen halben Jahr die Gelegenheit, den Wandel hin zu einer krisenfesten und klimagerechten Mobilität zu beschleunigen. Das geht aus einer Studie hervor, die der Thinktank Agora Verkehrswende gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erarbeitet hat. Untersucht wurden die Veränderungen im Stadtverkehr seit Beginn der Corona-Pandemie, die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen und der Handlungsbedarf bei Bund und Ländern. weiterlesen…

Sicherheitsbereitschaft

Die Sicherheitsbereitschaft wurde im Rahmen des Strommarktgesetzes im Juli 2016 beschlossen und besteht aus Kraftwerken, die im Zuge des Kohleausstiegs planmäßig stillgelegt worden sind. Vier Jahre lang können diese abgeschalteten Kraftwerke in Extremsituationen wieder aktiviert werden, bevor sie endgültig nicht mehr ans Netz gehen. weiterlesen…

Kapazitätsreserve

Die Kapazitätsreserve dient dazu, die Versorgungssicherheit selbst in außergewöhnlichen und nicht vorhersehbaren Extremsituationen zu garantieren. Die Kapazitätsreserve kommt dann zum Einsatz, wenn das Angebot auf dem Großhandelsmarkt für Strom trotz freier Preisbildung nicht ausreicht, um die gesamte Stromnachfrage zu decken. Sie ist also unabhängig vom Strommarkt und schafft so eine zusätzliche Sicherheit für die Verbraucher. weiterlesen…

Netzreserve

Am stärksten belastet sind unsere großen Übertragungsleitungen im Winter. In den kalten und stürmischen Monaten speisen die Windräder im Norden besonders viel Strom ein, in den industriellen Zentren im Süden wird – vor allem wenn es kalt und früh dunkel ist – noch mehr Energie nachgefragt. Damit sich die Leitungen wegen dieses „Ansturms“ nicht abschalten, müssen die Anlagen im Norden zurückgefahren und im Süden hochgefahren werden. Nur mit solchen Redispatch genannten Maßnahmen ist dann ein sicherer Betrieb des Netzes möglich. weiterlesen…

Genehmigungen steigen, aber Süden verliert Anschluss

„Genehmigungshürden müssen dringend angepackt und beseitigt werden“

Über 2.000 Megawatt Leistung an Windenergie wurden bis zum 10. 09.2020 im laufenden Jahre genehmigt und im Marktstammdatenregister registriert. Zu der aktuellen Entwicklung veröffentlichte der Bundesverband WindEnergie am 14.09.2020 die Stellungnahme seines Präsidenten, Hermann Albers: weiterlesen…

Klimapolitische Anforderungen an Konjunkturpolitik in Coronakrise

Stellungnahme der Wissenschaftsplattform Klimaschutz

Mit ihrer Stellungnahme zum Corona-Konjunkturpaket nimmt die im vergangenen Jahr gegründete Wissenschaftsplattform Klimaschutz eine erste klimapolitische Bewertung der Konjunkturpolitik in der Corona-Krise vor. Die durch das Konjunkturpaket ermöglichten Investitionen aufgrund einer fehlerhaften Anreizstruktur könnten – auch wenn zu begrüßen sei, dass der Klimaschutz im Mittelpunkt stehe – den langfristigen Klimazielen der Bundesregierung entgegenstehen. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

EEA: Niedrige Umweltqualität schuld an 13 % aller Todesfälle

Bekämpfung von Umweltverschmutzung und Klimawandel wird Gesundheit und Wohlbefinden verbessern, vor allem der am stärksten Gefährdeten

Dem Bericht der Europäischen Umweltagentur „Healthy environment, healthy lives: how the environment influences health and well-being in Europe“ („Gesunde Umwelt, gesundes Leben: wie die Umwelt die Gesundheit und das Wohlbefinden in Europa beeinflusst“) zufolge hat die Umweltverschmutzung durch menschliches Handeln weiterhin einen bedeutenden Anteil an den Krankheitsfällen in Europa. Der Bericht geht ausführlich auf die Daten der Weltgesundheitsorganisation zu Todes- und Krankheitsursachen ein und betont die Schlüsselrolle der Umweltqualität in Europa für Gesundheit und Wohlbefinden. Er zeigt auf, wie soziale Benachteiligung, ungesunder Lebensstil und demografischer Wandel in Europa die Umweltgesundheit beeinflussen, wobei die am meisten Gefährdeten auch am stärksten betroffen sind. weiterlesen…

Neues Leben für alte Solaranlagen ermöglichen

„Menschen und Unternehmen vor Ort einfach machen lassen“

Ende des Jahres fallen viele Ökostromanlagen aus der EEG-Förderung. Mit einem Positionspapier zu alten Solaranlagen zeigt die NATURSTROM AG neue Perspektiven für diese auf. Der im Referentenentwurf zum EEG 2021 verfolgte Ansatz geht hier nicht weit genug. Anstatt nur die Abnahme der Volleinspeisung durch die Netzbetreiber als Option zu ermöglichen, schlägt der Öko-Energieversorger einfachere Rahmenbedingungen für den Eigenverbrauch sowie für eine aktive Marktteilnahme vor. weiterlesen…

Mehr als 1.000 km H2-Leitungen

IPCEI für Wasserstofftechnologie in Prüfung

Der im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie geplante Umbau der heimischen Grundstoffindustrie zu einer nachhaltigen Energienutzung soll auch mit ausländischen Partnern umgesetzt werden. Besondere Bedeutung hätten dabei zunächst die EU-Mitgliedsstaaten, aber auch andere Länder, die über entsprechendes Potenzial an Erneuerbaren Energien verfügten. Umweltfragen und die Einhaltung der Menschenrechte seien ebenfalls wichtige Aspekte für die Auswahl von Partnern im Rahmen einer internationalen Energiekooperation, schreibt die Bundesregierung dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zufolge in einer Antwort (19/21359) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/21108). Ein neues „Important Project of Common European Interest (IPCEI)“ für Wasserstofftechnologie werde geprüft. weiterlesen…

Diagnose historischer Klimaschwankungen durch Baumringdaten überschätzt

Gegenwärtige Erwärmung außergewöhnlich

Baumringe übertreiben – das hat nun ein Forscherteam herausgefunden. Aus der Breite der Wachstumsringe von Bäumen schließen Wissenschaftler für vergangene Jahrhunderte auf die historischen Klimabedingungen in dem jeweiligen Jahr. Die bisherigen Temperaturrekonstruktionen aus den Jahresringen der Bäume seien aber fehlerhaft, so die nun in Climate Dynamics veröffentlichte Studie. Sie gäben die natürlichen Schwankungen des Klimas vergangener Jahrhunderte übertrieben wieder. Ein Vergleich mit Daten etwa aus Pfarr- und Stadtarchiven zeige, dass sich das Klima in Wirklichkeit deutlich gleichmäßiger entwickelt habe – was wiederum einen weiteren Beleg dafür biete, wie außergewöhnlich die moderne menschengemachte Erwärmung tatsächlich sei. weiterlesen…