Bis 2050 Lebensraum von mehr als einer Milliarde Menschen bedroht

Düstere Prognose des IEP

Innerhalb der nächsten 30 Jahren müssen etwa 1,2 Milliarden Menschen ihr Heimat verlassen, da die Klimakrise und das Bevölkerungswachstum zu einem Anstieg der Migration mit „enormen Auswirkungen“ sowohl für die Entwicklungsländer als auch für die Industrieländer führen werde, so eine am 09.09.2020 in London vorgestellte Analyse („Erstes ökologische Bedrohungsregister“ – ETR) des Institute for Economics and Peace (IEP). weiterlesen…

Verkehrspolitik benachteiligt Menschen mit geringem Einkommen

Umweltfreundliche Verkehrswende kann zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen

Das heutige Verkehrssystem in Deutschland weist zahlreiche soziale Ungerechtigkeiten auf. Zu diesem Schluss kommt ein Positionspapier des Umweltbundesamtes (UBA). Insbesondere Haushalte mit niedrigen Einkommen seien benachteiligt, beispielsweise weil sie häufiger an Straßen mit höherem Verkehrsaufkommen und damit höheren Lärm- und Luftschadstoffbelastungen wohnten – obwohl sie selbst oftmals kein Auto fahren würden. Dirk Messner, Präsident des UBA: „Haushalte mit niedrigen Einkommen, Kinder, ältere Menschen, Frauen und Menschen ohne Auto, gerade in ländlichen Räumen, sind die Verlierer des heutigen Verkehrssystems. Mit einer Verkehrswende hin zu einer ökologischeren Mobilität schließen wir diese Gerechtigkeitslücke und schützen Umwelt und Klima.“ weiterlesen…

Erderwärmung wie vor 34 Millionen Jahren?

66 Millionen Jahre Klimageschichte entschlüsselt

So schnell hat sich die Erde seit Jahrmillionen nicht mehr erwärmt: Chemische Analysen alter Sedimente ermöglichten es Wissenschaftlern, eine der umfassendsten Klimageschichten des Planeten zusammenzustellen – und die Ergebnisse sind nicht eben günstig: Denn sie fanden heraus, dass sich der Planet auf ein seit mindestens 34 Millionen Jahren nicht mehr erreichtes Niveau erwärmen könnte. In der Datenanalyse hat ein internationales Forscherteam anhand von Ablagerungen in der Tiefsee das Klima der Erdvergangenheit nachgezeichnet. Die Federführung der 19 beteiligten Institutionen hatten das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). weiterlesen…

Gletscherseen seit 1990 um 50 Prozent gewachsen

Ursache Gletscherschmelze – Überschwemmungen drohen

Die Wassermenge in den Gletscherseen der Erde ist Forschungen zufolge seit 1990 um etwa 50 Prozent gestiegen. Denn die Gletscher ziehen sich aufgrund der globalen Erwärmung zurück – eine neue in Nature Climate Change unter dem Titel „Rapid worldwide growth of glacial lakes since 1990″ publizierte Untersuchung von Wissenschaftlern der Universitäten Exeter und Calgary zeigt die drohenden dramatischen Folgen. Ein Teil des Schmezwassers fließt zwar direkt in die Ozeane, aber eine beträchtliche Menge speist Gletscherseen – und Gemeinden flussabwärts sehen sich nun einer erhöhten Bedrohung durch verheerende Überschwemmungen ausgesetzt. weiterlesen…

„Eine gigantische Katastrophe“ – und eine Lösung?

Lesehinweis auf Süddeutsche Zeitung: Waldbrände in den USA

„Dass der Klimawandel das Hauptproblem für die vielen Feuer im Westen der USA ist, mag US-Präsident Trump nicht erkennen. Das von den Demokraten regierte Kalifornien war schon immer Ziel seiner Verachtung“, schreibt USA-Korrespondent Hubert Wetzel am 11.09.2020 in der SZ. Bereits im November 2019 berichtete Michaela Haas ebenfalls in der SZ über ein „ein ebenso einfaches wie geniales Brandschutzmittel“, neues Gel, das die Natur gegen Waldbrände „impfen“ könne. weiterlesen…

Tagebaubetroffene ziehen vors Verfassungsgericht

Klage gegen energiewirtschaftliche Notwendigkeit von Garzweiler

Es ist der einzige Tagebau für den die Bundesregierung im inzwischen in Kraft getretenen Kohleausstiegsgesetz eine energiewirtschaftliche Notwendigkeit festschreibt. Für Garzweiler II gilt damit „der vordringliche Bedarf zur Gewährleistung einer sicheren und zuverlässigen Energieversorgung“ in den Grenzen der Leitentscheidung der NRW-Landesregierung von 2016. Demnach dürfte der Tagebaubetreiber RWE bis 2038 ca. 645 Millionen Tonnen Braunkohle aus Garzweiler fördern und dafür fünf weitere Dörfer abreißen. Dagegen wehren sich die Initiative Menschenrecht und Bergrecht sowie weitere Anwohner des Tagebaus nun juristisch und legten Verfassungsbeschwerde ein, wie sie am 09.09.2020 auf einer Pressekonferenz in Berlin verkündeten. Näheres dazu von Manuel Först in energiezukunft. weiterlesen…

Rechenzentren: die unterschätzte Klimagefahr

Energiebilanzen für Rechenzentren bald verpflichtend?

Wissenschaftler des Öko-Instituts haben zusammen mit Projektpartnern eine Methode entwickelt, mit der sie die Effizienz und den CO2-Fußabdruck von Rechenzentren einheitlich berechnen können. Neu ist, dass die Berechnungen erstmals mit realen Zahlen aus Rechenzentren im laufenden Betrieb durchgeführt werden konnten. Das sei wichtig, da die energieintensiven Datenumschlagsplätze immer noch nicht verbindlich über ihre Energiebilanzen berichten müssten, heißt es in der Pressemeldung des Öko-Instituts e.V. vom 11.09.2020. weiterlesen…

Superkondensatoren aus Rost

Kapazität für Tausende von Ladezyklen

„Stellen Sie sich eine Batterie vor, die sich schnell auflädt, ihre Kapazität über viele Tausende von Ladezyklen beibehält und bei Temperaturen bis 60° C effizient arbeiten kann. Stellen Sie sich nun auch noch vor, dieses Gerät ist gar keine Batterie, sondern ein Superkondensator.“ Man hört den Stolz der Entdecker aus diesen Zeilen: Die von einem Forscherteam um Julio D’Arcy der Fakultät für Chemie an der Washington University in St. Louis entdeckten Mikrosuperkondensatoren weisen außergewöhnliche elektrische Leitfähigkeit und Energiedichte auf und erreichen die höchsten derartigen Werte aller leitfähigen Mikrosuperkondensatoren auf Polymerbasis. Die Ergebnisse wurden in Advanced Functional Materials veröffentlicht. weiterlesen…

Backsteine als Akkus

Eines der ältesten bekannten Baumaterialien neu entdeckt

Ziegelsteine gehören zu den billigsten und bekanntesten Baumaterialien weltweit. Damit ist ihr Potenzial allerdings längst nicht erschöpft, sagen Forscher um Julio D’Arcy von der Washington University in St. Louis. Einer Medienmitteilung zufolge haben sie eine Methode entwickelt, um “intelligente Ziegelsteine” herzustellen oder zu modifizieren, die Energie speichern können, bis sie für den Antrieb von Geräten benötigt wird. Ein Proof-of-Concept, der bereits am 11.08.2020 in Nature Communications (s.u.) veröffentlicht wurde, zeigt einen Ziegelstein, der ein grünes LED-Licht direkt mit Strom versorgt. weiterlesen…

Studie: Versorgungssicherheit in kalten Wintern sinkt bis 2030

Wärmepumpen werden ineffizienter, je kälter es wird

Mit Grünstrom betriebene Wärmepumpen sollen die Energiewende im Gebäudesektor vorantreiben. Doch bei Kälte treiben sie die Lastspitzen nach oben. Um Versorgungslücken in Nordwesteuropa zu vermeiden, sind robuste und gut koordinierte Ausbaupläne gefragt. In kalten Wintern, wie zuletzt im Jahr 2012, könnte künftig eine Lücke von bis zu 3,2 TWh Strom auftreten. Das zeigt die Studie „2030 Peak Power Demand in North-West Europe“ des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln und des französischen Beratungsunternehmens E-CUBE Strategy Consultants im Auftrag des französischen Energieversorgers ENGIE.
weiterlesen…