52-Gigawatt-Deckel für Photovoltaik endgültig aus EEG gestrichen

Lange Zeit des Bangens für deutsche PV-Industrie zu Ende

Es dauerte fast elf Monate von der Ankündigung bis zum Vollzug: Seit dem 14.08.2020 ist der 52-Gigawatt-Deckel nicht mehr im EEG zu finden. Am gleichen Tag ist das sogenannte Gebäudeenergiegesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Mit diesem Gesetz hatte der Bundestag auch noch die Streichung des Deckels für alle Photovoltaik-Anlagen bis 750 Kilowatt Leistung kurz vor der Sommerpause beschlossen. Während das Gebäudeenergiegesetz erst am 1. November in Kraft tritt, greift die Änderung des EEGs bereits ab dem heutigen Tag, wie Sandra Enkhardt im pv magazine schreibt. weiterlesen…

Pro Energiewende: Eigenverbrauchslösungen fördern statt bestrafen

„Kombination aus Photovoltaik- und Speichersystem für den privaten Haushalt trägt aktiv zur Einsparung von CO2 bei“

Rekordhitze in der Arktis und brennende Regenwälder zeigen unübersehbar die Dringlichkeit einer globalen Energiewende auf. CO2-Emissionen müssen umgehend massiv reduziert werden, um den Schaden für Mensch und Natur noch begrenzen zu können. In der Hoffnung, klimafreundliche Anreize für die Wirtschaft zu schaffen, führt die Bundesregierung ab 2021 eine CO2-Abgabe für die Bereiche Wärme und Verkehr ein.[1] Aktuelle Marktforschung belegt aber, dass neben der Bepreisung hoher CO2-Emissionen auch die Belohnung des Engagements für die Energiewende gefordert wird. Im Auftrag des Stromspeicher-Spezialisten E3/DC hat der unabhängige Marktforscher EUPD Research gut 2.000 Bürger in Deutschland zu ihrem Wissensstand und ihren Einschätzungen bei wichtigen Energiewendethemen befragt. Auch Motivatoren und Hindernisse für klimafreundliches Engagement waren Teil der Erhebung. weiterlesen…

BGR untersucht Ausmaße der Bodentrockenheit

Anhaltende Dürre – Böden können stellenweise nicht mehr genug Wasser aufnehmen

Die Böden in Deutschland trocknen zunehmend aus. Mehrere überdurchschnittlich niederschlagsarme Sommer in Folge, wie in den Jahren 2018 und 2019, haben bereits zu erheblichen Ertragseinbußen in der Landwirtschaft geführt. Wenn es bald nicht ausgiebig und anhaltend regnet, droht eine weitere Gefahr: Ausgetrocknete Böden können wasserabweisend werden. In diesem Fall wird das Wasser von den Böden entweder gar nicht oder nur sehr langsam wieder aufgenommen. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Benetzungshemmung“. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) untersucht jetzt in einem Projekt das Ausmaß dieses Problems in Deutschland. weiterlesen…

Grüner Strom für Europa: Auch kleinteilige Lösungen bezahlbar

„Für zügige Energiewende sollte gewünschte Größe des Stromerzeugungssystems schnell geklärt werden“

PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft- 20150418_163751Bis 2050 soll Europa ein klimaneutraler Kontinent werden. Dafür muss der Strom weitgehend aus erneuerbaren Energien stammen. Die Umsetzung der Energiewende wird kontrovers diskutiert: Als preisgünstigste Lösung gilt eine Konzentration der Energieerzeugung an den geeignetsten Standorten des Kontinents, viele Bürger favorisieren allerdings kleinere Versorgungsnetze. Laut einer Studie von Wissenschaftlern aus Potsdam und Zürich sind diese gegen überschaubare Mehrkosten möglich. weiterlesen…

Tropenböden als CO2-Quelle

Neue Erkenntnisse: Erwärmung setzt CO2 frei

Nicht nur der Permafrost in arktischen Regionen könnte beim Klimawandel eine wichtige Rolle spielen, berichten Forscher nun laut SPIEGEL und in einer Medienmitteilung der Universität Edinburgh. Die Kohlenstoffemissionen aus den Böden in den Tropenwäldern – die ein Viertel des Bodenkohlenstoffs der Welt speichern – könnten dramatisch zunehmen, wenn die Temperaturen entsprechend den aktuellen Vorhersagen weiter ansteigen. Werde der Untergrund in den Tropen erwärmt, emittiere er erheblich mehr Kohlendioxid als bei kühleren Temperaturen, berichten Andrew Nottingham von der schottischen University of Edinburgh und Benjamin Turner vom Smithsonian Tropical Research Institute in Panama et al. in Nature. weiterlesen…

Medienschelte – wissenschaftlich

Oeko-News.at polemisiert: „Journalistische Verantwortung beinhart ausgeblendet“

Fritz Binder-Krieglstein, Energieexperte, Ex-Chefredakteur des Fachmagazins energie:bau und Chef von Renewables Energy Consulting schreibt auf oekonews.at bissig: „Das Verhalten von Journalisten in der Energiewende, die sich seit 20 Jahren mit stetig steigender Geschwindigkeit vollzieht und noch zwei bis drei Jahrzehnte andauern wird, ist gelinde gesagt – fast ausnahmslos – erbärmlich. Diejenigen, die über die Energiewende in Massenmedien berichten, interviewen und diskutieren, sind einerseits, selbst wenn sie das seit Jahren tun, im Grunde fast immer mit Halbwissen gesegnet. Andererseits verbreitet die vorwiegende Mehrheit fortwährend sachlich Unrichtiges und stellen den fossil-atomaren Wahnsinn nach wie vor als ‚ganz normales Marktgeschehen‘ dar“. Binder- Krieglstein bezieht sich auf eine jüngst in den PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) erschienene Untersuchung von Rachel Wetts, die in Bezug auf die amerikanische Demokratie festgestellt hat, dass in Klima-Nachrichten Aussagen von großen Unternehmen und Klimazweiflern erhöhte Sichtbarkeit bekommen. Doch das gilt auch für uns. weiterlesen…

New York Times: BP will ökologisch werden

Ölmulti meldet Riesenverlust und verspricht Erhöhung der Investitionen in Erneuerbare Energien – gleichzeitig Riesenverschmutzung der Nordsee

Durch Schaden klug – oder durch Einsicht? Der europäische Ölgigant hat Pläne für eine Zukunft mit mehr Stromerzeugung veröffentlicht. Der Vorstandsvorsitzende von BP, Bernard Looney, sagte, er wolle mit seinem Unternehmen in einem Jahrzehnt rund fünf Milliarden Dollar pro Jahr in Erneuerbare Energien investieren – schrieb Stanley Reed am 04.08.2020 in der New York Times. Gleichzeitig halbierte BP zum ersten Mal seit der Deepwater-Horizon-Katastrophe vor einem Jahrzehnt seine Dividende; der Grund: ein Quartalsverlust von 16,8 Milliarden Dollar (€ 14,2 Mrd.).
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Photovoltaikmarkt als Treiber für private Verkehrs- und Wärmewende

800 MWp Rekordzubau für Photovoltaik-Kleinanlagen in 2020 erwartet

Eine aktuelle Prognose von EUPD Research weist für das Segment der PV-Kleinanlagen unter zehn kWp nach 427 MWp im ersten Halbjahr 2020 für das Gesamtjahr einen Spitzenwert von gut 800 MWp aus. Sinkende PV-Anlagenpreise und steigende Stromkosten machen Eigenverbrauchslösungen zunehmend attraktiver. Der EUPD Research EndkundenMonitor 10.0 zeigt: Immer mehr PV-Anlagenbesitzer planen mit Elektroauto und strombasierter Heizung, um den Eigenverbrauch zu optimieren. weiterlesen…

Noch ’n Expertenrat

Unabhängiges Fachgremium für Klimafragen: Expertenrat soll Bundesregierung bei Anwendung des Bundesklimaschutzgesetzes unterstützen

Das Bundeskabinett hat einer Medienmitteilung aus dem BMU zufolge am 12.08.2020 fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den neuen unabhängigen Expertenrat für Klimafragen berufen, der die Bundesregierung bei der Anwendung des Bundesklimaschutzgesetzes unterstützen wird: Prof. Marc Oliver Bettzüge, Köln; Prof. Thomas Heimer, Wiesbaden; Prof. Hans-Martin Henning, Freiburg; Brigitte Knopf, Berlin; Barbara Schlomann, Karlsruhe. weiterlesen…

Investitionsbeschleunigungsgesetz beschlossen

Scheuer: „Schneller bauen für starke Wirtschaft und klimafreundliche Mobilität“

Das Kabinett hat am 12.08.2020 den von Bundesminister Scheuer vorgelegten Entwurf für ein Investitionsbeschleunigungsgesetz beschlossen. Er basiert einer Medienmitteilung aus dem BMVI zufolge auf einem Beschluss des Koalitionsausschusses. Das BMVI verstärkt damit seine Maßnahmen für schnelleres Planen und Bauen in Deutschland. Für bestimmte Baumaßnahmen an der Schiene soll künftig keine Genehmigung durch ein Planfeststellungsverfahren mehr notwendig sein. Umweltprüfungen werden erleichtert. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) fordert Nachbesserungen, vor allem bei der Windenergie. weiterlesen…