Klimawandel befördert große immergrüne Pflanzen

Waldwechsel in den asiatischen Tropen

Durch höhere CO2-Werte in der Luft wachsen in den asiatischen Tropen mehr immergrüne Pflanzen; laubabwerfende Pflanzen hingegen gehen zurück. Zudem wird die Vegetation der Region in Zukunft stärker in die Höhe wachsen. Das ist das Ergebnis einer Simulation von Wissenschaftlern des Senckenberg-Forschungszentrums für Biodiversität und Klima, die kürzlich im Fachmagazin Global Change Biology erschienen ist. In Folge dieser Entwicklung entsteht in den asiatischen Tropen bis 2100 im Mittel bis zu 23 Prozent mehr oberirdische holzige Biomasse. Die Region könnte daher eine globale Kohlenstoffsenke sein, vorausgesetzt, heutige Flächen mit natürlicher Vegetation werden nicht gerodet. weiterlesen…

Blick ins Innere einer Batterie

Oldenburger Chemiker entwickeln neues Verfahren zur Beobachtung chemischer Prozesse während des Betriebs

Was passiert in einer Batterie auf mikroskopischer Ebene während des Ladens und Entladens? Um diese bislang kaum zugänglichen Vorgänge live zu beobachten, hat laut einer Medienmitteilung der Universität Oldenburg vom 09.07.2020 ein Wissenschaftlerteam um Prof. Gunther Wittstock vom Institut für Chemie kürzlich in der Fachzeitschrift ChemElectroChem ein neues Verfahren vorgestellt. Die neue Methode könne dazu beitragen, schneller geeignete Materialien für neuartige Batterien zu finden, so der Forscher. weiterlesen…

Erneuerbare Energieträger schlagen fossile

17 Stunden lang 100 Prozent Erneuerbare am ersten Juli-Wochenende

Das zeigt die Datenbank „Smard“ der Bundesnetzagentur. Nach Angaben von Energy Charts des Fraunhofer ISE lag der Anteil von Photovoltaik, Windkraft und Co. in der vergangenen Woche bei 61,6 Prozent und damit vor Kohle und Co., schreibt am 07.07.2020 auf pv magazine. weiterlesen…

Im Takt der Atome

Göttinger Physiker nutzen Schwingungen von Atomen zur Kontrolle eines Phasenübergangs

Chemische Reaktionen mit kurzen Lichtblitzen filmen und steuern – dieses Ziel liegt dem Forschungsfeld der „Femtochemie“ zugrunde. Mit Hilfe mehrerer aufeinanderfolgender Laserpulse sollen dabei atomare Bindungen punktgenau angeregt und nach Wunsch aufgespalten werden. Bisher konnte dies für ausgewählte Moleküle realisiert werden. Forschern der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen ist es nun gelungen, dieses Prinzip auf einen Festkörper zu übertragen und dessen Kristallstruktur an der Oberfläche zu kontrollieren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature erschienen – siehe die Medienmitteilung der Universität vom 08.07.2020. weiterlesen…

Fell: „…Jens Spahn versagt in all diesen Bereichen“

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Die Corona-Pandemie hat zu einem massiven wirtschaftlichen Einbruch geführt, dessen Auswirkungen wir noch nicht überblicken können. Überall schnüren Regierungen milliardenschwere Wirtschaftspakete, um die auftretende Wirtschaftskrise abzufedern, schreibt der Energieexperte Hans-Josef Fell in seinem Newsletter vom 10.07.2020. „Schon am 27.05.2020 hat ein historisch einmaliger Zusammenschluss von 350 Gesundheitsorganisationen weltweit, der 40 Millionen Beschäftigte aus dem Gesundheitssektor vertritt, in einem Appell (siehe: solarify.eu/historischer-appell-von-40-millionen) dazu aufgefordert, die massiven Wirtschaftsförderungen so auszurichten, dass Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung im Mittelpunkt aller Maßnahmen stehen. Das gelte vor allem für die Schlüsselsektoren Gesundheitswesen, Verkehr, Energie und Landwirtschaft.“ weiterlesen…

1,5-Grad-Grenze wird noch früher überschritten als befürchtet

Neue Berechnungen der Weltwetterorganisation (WMO)

Dem Copernicus Climate Change Service zufolge lag die Temperatur im vergangenen Jahr fast 0,7 Grad über dem Durchschnitt. Als sei der bei der COP21 in Paris beschlossene Temperaturwert von 1,5 Grad selbst das Ziel und nicht die Vermeidung, ihn zu erreichen, „bewegt sich die Erde schneller als gedacht auf die Marke von 1,5 Grad plus zu,“ schreibt der Wiener Standard am 10.07.2020. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent würden die globalen Durchschnittstemperaturen diesen Wert schon zwischen 2020 und 2024 erreichen. Dass sie während dieser Zeit in mindestens einem Monat auf mehr als 1,5 Grad über vorindustrielles Niveau (1850-1900) klettern, soll sogar eine 90-prozentige Chance haben – so die Weltwetterorganisation (WMO) am 09.07.2020. weiterlesen…

Zweimal 40 Gigawatt

Grünes Wasserstoffsystem für Europa und Nordafrika

Die Europäische Union hat zusammen mit Nordafrika, der Ukraine und anderen Nachbarländern die einmalige Chance, ein grünes Wasserstoffsystem zu verwirklichen. Europa einschließlich der Ukraine verfügt über gute Erneuerbare Energieressourcen, während Nordafrika hervorragende und reichhaltige Vorräte besitzt. Europa kann seine Gasinfrastruktur mit Verbindungen nach Nordafrika und anderen Ländern für den Transport und die Speicherung von Wasserstoff wiederverwenden und verfügt über eine weltweit führende Industrie für saubere Wasserstoffproduktion, vor allem in punkto Produktion von Elektrolyseuren. So die Einschätzung von Hydrogen Europe und vier Konsorten der „2×40 GW Initiative“. weiterlesen…

Erdatmosphäre tönt wie eine Glocke

Wissenschaftler stellen durch Sonne und Mond verursachte atmosphärische Wellen fest

Wie der Mond die Weltmeere anzieht und zu den Gezeiten beiträgt, so zieht er auch unsere Atmosphäre zusammen mit der Sonne an und erzeugt Wellen. Eine im amerikanischen Journal of the Atmospheric Sciences publizierte Studie der Universität von Hawaii zeigt nun, wie diese Wellen ähnlich den Schallwellen in einer Glocke um die Erde schwingen, erstmals im 19. Jahrhundert von dem berühmten französischen Physiker Pierre-Simon Laplace vorhergesagt – schrieb Tessa Koumoundouros in Science Alert. weiterlesen…

Copernicus: Ungewöhnlicher Wärmeeinbruch in sibirischer Arktis

Mai weltweit wärmster Mai seit Aufzeichnungs-Beginn

Der Kopernikus-Klimawandeldienst C3S (Copernicus Climate Change Service) berichtete am 7.07.2020, dass der Mai weltweit der wärmste Mai seit Beginn der Aufzeichnungen war und dass überdurchschnittlich hohe Temperaturen in Teilen Sibiriens verzeichnet wurden, wo sie bis zu 10° C über den üblichen Werten lagen. Damit bestätigte der EU-Dienst aktuelle Medienberichte. Aber es war nicht nur der Mai, der in dieser Region ungewöhnlich mild war; der gesamte Winter und Frühling hatte wiederholt Perioden mit überdurchschnittlich hohen Oberflächenlufttemperaturen, insbesondere ab Januar. weiterlesen…

Trotz Corona: Augen nicht vor anderen Risiken verschließen

Naturgefahren richtig bewerten und in puncto Klimawandel die Wissenschaft ernster nehmen

„Die Lektion für den Umgang mit dem Klimawandel lautet dabei so: Wir müssen bei schwer greifbaren Risiken die Wissenschaft ernster nehmen und konsequenter Maßnahmen ergreifen, um die Risiken zu mindern. Und uns vorbereiten, um die Folgen zu begrenzen. ‚Resilienz‘ ist die oft genannte und richtige Zielgröße“, schrieb , sagt Torsten Jeworrek, der für die Rückversicherung verantwortliche Vorstand von Munich Re und einst Mitgründer der Desertec Industrial Initiative (Dii, heute Dii Desert Energy), in seinem Gastkommentar im Handelsblatt vom 07.07.2020. weiterlesen…