Schweden dekarbonisiert

Stockholms letzter Kohlemeiler vom Netz

Die Stockholmer Exergi AB hat am 16.04.2020 ihr Kohlekraftwerk KVV6 in Värtaverket vom Netz genommen. Schweden ist damit das dritte EU-Land, das die Kohle endgültig aus seiner Stromproduktion gestrichen hat. Das letzte Kohlekraftwerk, seit 1989 in Betrieb, wurde zwei Jahre früher als geplant geschlossen. Das Unternehmen bezeichnete dies als einen „Meilenstein“ für saubere Energie in Schweden. weiterlesen…

Corona-Pandemie und Klimaschutz

von Peter Hennicke

  1. Corona- und Klimakrise: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Die Verbundenheit der Menschheit, die wechselseitige Abhängigkeit aller Länder und die ökonomische Verwundbarkeit der globalisierten Weltwirtschaft hat die Corona-Pandemie wie keine andere Krise nach dem 2. Weltkrieg ins öffentliche Bewusstsein gebracht. Insbesondere die weltweite rapide Ausbreitung und die unmittelbare Betroffenheit potenziell jedes Menschen auf diesem Planeten hat die „Eine Welt“ schon jetzt grundlegend verändert und wird sie weiter verändern. weiterlesen…

Corona-Krise: Was wird aus den CO2-Zertifikaten?

EWI-Forscher prüfen: Hält die neu eingeführte Marktstabilitätsreserve, was sie verspricht?

Die Corona-Krise ist die erste Bewährungsprobe für den Europäischen Emissionshandel und seine neu eingeführte Marktstabilitätsreserve. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler laut einer Medienmitteilung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) in einem jetzt veröffentlichten White Paper, das im Magazin Erneuerbare Energien zusammengefasst wird. Denn kurzfristig führt die Krise zu geringeren Emissionen – viele Industrieunternehmen haben ihre Produktion gedrosselt und brauchen daher weniger Zertifikaten aus dem Emissionshandel (ESM). Doch auch langfristig könnten durch die Marktstabilitätsreserve (MSR) Emissionen eingespart werden, so die Wissenschaftler auf der EWI-Internetseite. weiterlesen…

Klares Bekenntnis tut not

Vor Petersberger Klimadialog: Konjunkturpakete müssen helfen, Corona- und Klimakrise zu entschärfen

Der 11. Petersberger Klimadialog mit hochrangigen Vertretern aus 35 Staaten, der am 27.04. und 28.04.2020 erstmals als Videokonferenz stattfinden wird, ist die erste große internationale Klimakonferenz dieses Jahres. Nach der Verschiebung des Weltklimagipfels infolge der Corona-Krise fällt ihm eine noch größere Bedeutung zu. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch erwartet hier klare Bekenntnisse, dass staatliche Hilfen für Investitionen und neue Rahmenbedingungen als Reaktion auf die Corona-Krise dabei helfen müssen, auch die globale Klimakrise zu entschärfen. weiterlesen…

Grüner Neustart nach Covid-19?

Druck auf EU-Kommission wächst

Die Staatschefs der EU und die Kommission arbeiten an einer Wiederaufbau-Strategie nach der Corona-Krise. In Deutschland hat sich eine breite Allianz formiert und fordert die Einhaltung des Green Deals. EU-Vizepräsident Frans Timmermans beschwichtigt derweil das EU-Parlament, schreibt Florence Schulz am 22.04.2020 im Pressedienst EURACTIV.de. Timmermans habe dem Ausschuss des EU-Parlaments für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am 21.04.2020 bestätigt, die Kommission werde unter allen Umständen am Green Deal festhalten. weiterlesen…

Welche Welt wollen wir nach Covid-19?

Gastkommentar in EURACTIV zur Corona-Pandemie von Frans Timmermanns und Bertrand Piccard

Covid-19 hat viel Unsicherheit und Leid verursacht, aber die Nachwirkungen der Krise bieten die Chance, mit alten Gewohnheiten zu brechen und eine gleichermaßen nachhaltige wie wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen, schreiben Frans Timmermans und Bertrand Piccard (Solar Impulse 2, re.). Ein „Weiter so!“ als Rettungspaket kann nicht die Antwort sein. Statt verzweifelt zu versuchen, zum Zustand vor der Coronakrise zurückzukehren, sollte unser Ziel eine andere, bessere Wirtschaft sein. weiterlesen…

Mehr als 180 Organisationen und Unternehmen fordern Klima-Konjunkturpaket

Über 180 Organisationen und Unternehmen fordern Klima-Konjunkturpaket

In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre zuständigen Kabinettsmitglieder Altmaier, Braun, Seehofer, Scholz und Schulze fordern mehr als 180 Organisationen und Unternehmen ein Klima-Konjunkturpaket zur wirtschaftlichen Wiederbelebung nach der Coronakrise. Es müsse aber im Einklang mit den Klima- und Energiezielen stehen – so eine Medienmitteilung der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF). weiterlesen…

Earth Day 2020: „Digital – Ironie des Schicksals“

NZZ: „womöglich große Chance, uns der Erde wieder näherzubringen“

Der 22. April ist – dieses Jahr zum 50. Mal – „Earth Day“ der „Tag der Erde“. Der weltweite Aktionstag – Corona geschuldet erstmals digital – soll die Wertschätzung für unseren Planeten stärken und auf Umweltprobleme wie Klimakrise, Artensterben und Plastikmüll ins Bewusstsein rücken. Die Entwicklungen werden dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen zufolge das Leben auf der Erde massiv verändern. weiterlesen…

Erdöl? Nein danke!

Erdölpreis an New Yorker Börse stürzt ins Negative

Der Preis der US-Referenzsorte WTI zur Lieferung im Mai durchbrach am 20.04.2020 einen Negativrekord nach dem anderen und sank schließlich unter Null. Hintergrund ist neben der Coronavirus-Pandemie, dass die Mai-Verträge nur noch bis Dienstag verkauft werden können, die Erdöl-Lager aber nahezu voll sind, wie zahlreiche Medien, unter anderen auch EURACTIV am 21.04.2020 berichteten. weiterlesen…

Vom Treibhausgas zum Treibstoff

FHI: Dynamisch angetriebene Cu-Oberflächen katalysieren elektrochemische Reduktion von CO2 zu Ethanol

Einem Team von Wissenschaftlern aus der Abteilung Grenzflächenwissenschaften des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft ist es gelungen, die dynamische strukturelle und chemische Natur von Cu-Oberflächen unter gepulsten elektrokatalytischen Reaktionsbedingungen auszunutzen, um das Treibhausgas CO2 in einen Treibstoff, z.B. Ethanol umzuwandeln – so eine Mitteilung auf der Internetseite des FHI am 16.04.2020. weiterlesen…