Strommarkt

Strom wird an der Strombörse in zwei Marktsegmenten gehandelt: Termin- und Spotmarkt. Am Terminmarkt werden Stromeinkäufe für zukünftige Jahre getätigt. Großabnehmer können sich schon heute mit Strom für bis zu sechs kommende Jahre eindecken. Am Spotmarkt (EPEX Spot in Paris) werden dagegen Stromkontingente gehandelt, die tagesaktuell oder am nächsten Tag geliefert werden. In diesem Marktsegment wird der EEG-Strom verkauft, allerdings nicht als „grüner“ Ökostrom, sondern als umgewandelter „grauer“, d.h. konventioneller Strom. weiterlesen…

Photokatalyse

Das Phänomen der Photokatalyse ist (laut Wikipedia) umstritten und – Terminus wird auf vielfältige und nicht immer eindeutige Art benutzt. Für die einen (Plotnikow) ist jede durch Licht ausgelöste chemische Reaktion photokatalytisch, für die anderen (z.B. Balzani) bezeichnet kinetisch gehemmte exergonische Reaktionen zwischen zwei Partnern A und B, die durch Lichtanregung induziert werden, als Photokatalyse. Wilhelm Ostwald dagegen stellte die klassische und noch heute gültige Definition der Katalyse auf. weiterlesen…

Elektrolyse

Die Elektrolyse wird zur Produktion von Metallen verwendet, oder zur Herstellung von Stoffen, deren Gewinnung durch rein chemische Prozesse teurer oder kaum möglich wäre. Beispiele wichtiger Elektrolysen sind die Gewinnung von Wasserstoff, Aluminium, Chlor und Natronlauge. weiterlesen…

Denkanstoß: „Schlaue Netze“

Keine Angst vor der Energiewende

Die Mobilitätsforscher Weert Canzler und Andreas Knie entwerfen in ihrem Buch „Schlaue Netze ein Szenario, das eine Wende in der Strom- und Wärmeerzeugung und im Verkehr zusammendenkt. Ihre zentrale Aussage: Wir brauchen keine Angst vor der Energiewende zu haben. Kerngedanke ist die Formulierung eines Schlaue-Netze-Gesetzes als Hebel für das Gelingen der Wende. Der Vorschlag ist gleichermaßen radikal wie komplex und zielt auf eine starke Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. weiterlesen…

PV-Einspeisung: bis Ende 2013 nachrüsten

Rund 70.000 Betreiber mittelgroßer Photovoltaik-Anlagen betroffen

Die Übergangsfrist für die Befreiung vom Einspeisemanagement für PV-Anlagen mit einer Leistung zwischen 30 und 100 kW läuft Ende 2013 ab. Betroffen sind Solarstromanlage , die in den Jahren 2009, 2010 und 2011 in Betrieb genommen wurden. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW) weist die rund 70.000 Betreiber dieser Solarstromanlagen darauf hin, dass sie bis spätestens 01.01.2014 die gesetzlichen Anforderungen des Einspeisemanagements erfüllen müssen, um sich die EEG-Vergütung weiterzu sichern. weiterlesen…

Zahlen und Fakten über den Strompreis

Der wahre Preis der Erneuerbare Energien im deutschen Strommarkt

Im Jahr 2009 haben wir für die Erneuerbaren Energien 10,78 Mrd. Euro bezahlt. Für 2013 sind 20,36 Mrd. Euro prognostiziert. Das ist nicht einmal eine Verdoppelung. Die Steigerung der EEG-Umlage auf 5,27 Cent/kWh hat andere Ursachen.  Allein 1,22 Cent gehen auf eine großzügige Entlastung der Industrie zurück. Der niedrige Börsenpreis schlägt mit 0,85 Cent zu Buche. Und eine Nachzahlung aus dem Jahr 2012 fällt mit 0,67 Cent ins Gewicht. Das eigentliche Problem sind also nicht die Kosten für die Erneuerbaren Energien, sondern eine politisch gewollte ungerechte Umverteilung der Kosten, bei der Haushaltskunden und mittelständische Firmen benachteiligt werden. weiterlesen…

Energie-Wahlk(r)ampf

„Wir müssen ‚ran an den Hauptkostentreiber bei den Energiepreisen. Und das ist die überzogene Förderung der erneuerbaren Energien,“ verkündete jüngst der Wirtschaftsminister, und verlangte gar: “Die Ökostrom-Förderung für Neuanlagen sollte gestoppt werden“, denn „jeder Tag, den wir ungenutzt lassen, kostet die Stromkunden viel Geld”. Rösler hat aber die Industrieprivilegien massiv ausgeweitet. Die kosten die Stromkunden wirklich Milliarden. „Jeden Tag kommen neue Solaranlagen dazu, die wieder für 20 Jahre eine Förderung erhalten, die Schieflage verstärken und Strom teurer machen“, behauptete Röslers Vorgänger und erhielt dafür den Blackout des Monats. Das ist nämlich so falsch – da stimmt nicht einmal das Gegenteil. Glauben Brüderle und Rösler, was sie sagen?
Rösler verhinderte (durch Drohungen) in Brüssel das Backloading, den Rückkauf der zu billigen CO2-Zertifikate. Das hätte die Preise an der Leipziger Strombörse steigen und dadurch den Strom für deutsche Endverbraucher billiger werden lassen,  denn je mehr die Erneuerbaren an der Börse einbringen, desto weniger müssen die Endkunden ausgleichend dazu zahlen. Die Strompreise sind viel komplizierter, als Brüderle und Rösler uns weismachen. Das eigentliche Problem sind nicht die Kosten der Erneuerbaren, sondern eine politisch gewollte ungerechte Umverteilung, die Privatkunden und kleinere Firmen benachteiligt. Die Lösung liegt nicht in Förderstopps oder Moratorien (die Tausende von Arbeitsplätzen kosten würden) sondern in einer Neuordnung des Strommarktes und der Ausdünnung der nichtzahlenden Privilegierten.
Wir geben monatlich 100 € für Benzin, 90 € für Heizung und Warmwasser aber nur 30 € für den Strom aus – dessen Anteil an den Haushaltsausgaben hat sich seit 20 Jahren kaum verändert. Die durchsichtige künstliche Preis-Panik schadet den Erneuerbaren Energien. weiterlesen…

Bildung statt Braunkohle

„Energie-Kommune“ Uebigau-Wahrenbrück: Historische Brikettfabrik Lernort für Energiewende

In der südbrandenburgischen Stadt Uebigau-Wahrenbrück hält die Energiewende nicht nur in Form von Strom und Wärme Einzug, sondern insbesondere auch als umfangreiches Bildungs- und Informationsangebot. Wie die Agentur für Erneuerbare Energine (AEE) meldet, ist die Stadt für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ ausgezeichnet worden. Mit dem Titel würdigt die Agentur vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor. weiterlesen…