„Das Klimabuch“

Buchneuerscheinung: Grafikatlas für das Jahrhundertthema

Hier zunehmende Dürre und Hitze, dort immer häufiger Starkregen und extreme Kälte: Der Klimawandel ist ein hochkomplexes Phänomen, dessen vielfältige Auswirkungen nicht leicht zu verstehen sind. „Das Klimabuch“ von Esther Gonstalla erklärt in 50 Grafiken alles, was es darüber zu wissen gibt. Ein Grundlagenbuch für interessierte Bürger, SchülerInnen und Studierende, Politiker und alle Fridays-for-Future-AktivistInnen. weiterlesen…

Klima-Politik-Notstand

Während einer Rede von Bundestagspräsident Schäuble im Rahmen der Veranstaltung „Jugend und Parlament“ demonstrierten 20 Jugendliche am 03.06.2019 vor dem Rednerpult. Sie legten sich im Plenarsaal auf den Boden und stellten sich tot. Die Botschaft ihres Die-Ins war klar, aber wirkungslos: „Wir sehen nicht, dass diese Koalition die schwerste Krise der Menschheit ernst nimmt,“ sagte einer. Schäuble sagte lediglich: „Bleiben Sie ruhig liegen. Ich sage allerdings, morgen Mittag muss ich hier die Sitzung des Bundestags eröffnen, und bis dahin sollten Sie sich entfernt haben.“ Nicht eben extrem angemessen. Dass die drohende Klimakrise, obwohl sie längst begonnen hat, die offizielle Politik trotz des für die geschrumpften „Volksparteien“ katastrophalen Ergebnisses der Europawahl nicht bewegt, ist schwer zu ertragen, deprimierend, empörend. Aber trotz der weltweiten Bewegung von Fridays-, Scientists-, Parents-, bzw. Grandparents-for-Future und schließlich „Extinction Rebellion“ kommt von den meisten Politikern nur lauwarme, wohlfeile Anerkennung. Der zynischste Satz dabei lautet sinngemäß stets: „Wir müssen noch mehr für den Klimaschutz tun.“ Noch mehr
Die EU hat jüngst ihren Beschluss nicht erreicht, bis 2050 klimaneutral zu werden. Beim G20-Gipfel in Osaka am 28.06.2019 spielte der Klimawandel nur eine Nebenrolle. Im deutschen Bundestag wurde am gleichen Tag eine (!) Stunde lang – über drei Gesetzentwürfe und 13 Anträge zum Klimaschutz diskutiert und abgestimmt – zu einer Zeit, als die meisten Volksvertreter eigentlich bereits auf dem Weg in die parlamentarische Sommerpause hätten sein wollen und nur durch namentliche Abstimmung zum Bleiben bewogen wurden. Gesetzentwürfe und Anträge der Grünen und der Linken zu den Themen Kohleausstieg und Klimanotstand wurden abgelehnt.
Die Bonner Vorbereitungskonferenz für COP25 in Chile war tags zuvor ohne eine Einigung über den CO2-Handel wie das Hornberger Schießen ausgegangen. Sie fand in klimatisierten Räumen statt.
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SDGs

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (englisch Sustainable Development Goals, SDGs; französisch Objectifs de développement durable) sind verabschiedete Ziele der UN, die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene dienen sollen. Die Ziele wurden in Anlehnung an den Entwicklungsprozess der Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) entworfen und traten am 01.01.2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren (bis 2030) in Kraft. Im Unterschied zu den MDGs, die vor allem auf Entwicklungsländer zielten, gelten die SDGs für alle Staaten. weiterlesen…

Bandlücke

Der physikalische Begriff Bandlücke bezeichnet den Abstand zwischen dem Valenz- und Leitungsband eines Halbleiters und ist verantwortlich für seine Absorptionsfähigkeit. Das hängt damit zusammen, dass die Energie von Photonen größer als die Bandlücke sein muss, damit das Photon vom Halbleiter aufgenommen werden kann. Diese Aufnahme oder Absorption erfolgt dabei durch die Erzeugung von Elektronen-Loch-Paaren. Die Bandlücke wird als Größe in Elektronenvolt (eV) angegeben. weiterlesen…

Lesehinweis: Das CO2-Syndrom

„Vom Zeitalter der Aufklärung in die ‚Heißzeit‘ der Narrative, Ängste und Glaubenskriege“

schreibt auf Telepolis ausführlich über sogenannte „Dual-Use-Stoffe“ wie Kohlendioxyd – und den Klimawandel: „Aufgrund der einseitigen Fokussierung auf seine potenziell schädigenden Wirkungen wird es – gerade wegen seiner globalen Wirkmächtigkeit – in der aktuellen Diskussion zum Kampfobjekt, im Ökologiekrieg zum Feind, der vollständig beseitigt werden muss. Das (Halb-)Wissen (nur) um seine schädlichen Wirkungen lässt die Gefühle und den politischen Kampf heiß laufen.“ Solarify gibt Auszüge aus der sehr interessanten Ausarbeitung wieder. weiterlesen…

Wütendes Wetter

Auf der Suche nach den Schuldigen für Hitzewellen, Hochwasser und Stürme

Hitze, wie wir sie aus fernen Urlaubsregionen kannten, sintflutartiger Starkregen, verheerende Stürme: Ist das schon Klimawandel – oder immer noch „nur“ Wetter? Die Physikerin Friederike Otto hat die Attribution Science mitentwickelt. Mittels dieser revolutionären Methode kann sie genau berechnen, wann der Klimawandel im Spiel ist. War eine Katastrophe wie Harvey menschengemacht? Ist eine Dürreperiode Folge der globalen Erwärmung oder nur ein heißer Sommer, wie es ihn schon immer gab? Friederike Ottos Buch „Wütendes Wetter“ ist im April 2019 bei Ullstein Buchverlage erschienen. weiterlesen…

„Es ist schlimmer, viel schlimmer, als Sie denken“

Sachbuch „Die unbewohnbare Erde“

Ganz egal, wie gut wir informiert sind – ausreichend alarmiert sind wir nicht: Die heute schon spürbaren und die schlimmstmöglichen Folgen der Klimaerwärmung sind das Thema des amerikanischen Journalisten David Wallace-Wells in diesem fesselnden Report, der zugleich polarisiert und aufrüttelt. Wie kann und wird das Leben auf der Erde in nur 40, 50, 60 Jahren aussehen? Sicher ist: Heutige Teenager und Kinder werden noch erleben, wie sich die Bedingungen für die Menschheit auf der Erde dramatisch verschlechtern, sie werden erleben, wie sie in Teilen unbewohnbar wird. weiterlesen…

Klimaschutz sofort in den Mittelpunkt

Michael Müller im Solarify-Selbst-Gespräch: „Politisiert, aber nicht politisch“

Auch wenn die Zahlen es derzeit nicht unbedingt hergeben und die SPD erst einmal aus dem Tal der Tränen heraus muss, wirbt der SPD-Umweltexperte und Ex-Umweltstaatssekretär Michael Müller im Solarify-Selbst-Gespräch für ein neues rot-grünes Projekt. Der Klimaschutz gehöre – nicht erst seit den Ergebnissen der Europawahl – ins Zentrum der politischen Auseinandersetzungen. weiterlesen…

Was wir brauchen und was nicht:

 

 

 

 

Wir brauchen nicht mehr

– Studien, die immer noch in der Steinzeit verharren und Jobs gegen Klimaschutz ausspielen;
– Politiker, die kaninchenartig auf die Schlange aus den letzten vier fossilen Arbeitsplätzen (Kohle und Benzin/Diesel) starren;
– Parteien, die veränderungsunfähig im Ende des vorvergangenen Jahrhunderts stehen geblieben sind;
– Bosse, die nicht einsehen wollen oder können, dass die angeblich selbstheilenden Kräfte des Marktes ein schimärenhafter Unsinn sind;
– politische Verantwortliche, die als einzigen Hebel in der Klimapolitik das Bremspedal kennen
– Leute, deren einzige Sicht im Blick auf den eigenen Geldbeutel besteht.

 

Wir brauchen mehr

– Junge Leute, die nicht nachlassen, alte Politiker vor sich her zu treiben;
– die Einsicht, dass wir nicht mehr viel Zeit haben (etwa 10-15 Jahre), wenn wir Klima, Natur und Umwelt retten wollen;
– eine einschneidende Abgabe auf die Emission von Treibhausgasen in Höhe von mindestens 1.000 Euro pro Tonne (wenn nicht mehr);
– Verteuerung aller fossilen Brennstoffe;
– anschließende Verteilung des so eingesammelten Geldes an alle ohn‘ Anseh’n der Person;
– Abschied vom Markt für alle, die nicht einsehen wollen, dass fossile Geschäftsmodelle beendet werden müssen.

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Staat subventioniert Elektromobilität stärker und weiter

Kaufprämie für E-Autos bis Ende 2020 verlängert

Verkehrsminister Scheuer (CSU) will den Absatz von E-Autos ankurbeln. Seine vorgeschlagene Regelung (mit deutlich höheren staatlichen Prämien) soll den sogenannten Umweltbonus für rein strombetriebene Autos – Kleinwagen mit Batterie oder Brennstoffzelle bis zu 30.000 Euro Kaufpreis – ab 2020 von 2.000 auf 4.000 Euro verdoppeln. Kleinere Autos werden nämlich immer noch am wenigsten nachgefragt. Für teurere Wagen bis 60.000 Euro soll die Prämie künftig 2500 Euro betragen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat sie am 31.05.2019 bis Ende 2020 verlängert. weiterlesen…