Röntgen-Doppelblitze von 10-21 Sekunden treiben Atomkerne an

Exakte Kontrolle von Kernanregungen eröffnet Wege zu ultrapräzisen Atomuhren und leistungsstarken Kernbatterien

Erstmals (laut Medienmitteilung am 17.02.2020 und einer Publikation in Nature) ist einem Forscherteam des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Kernphysik mit geeignet geformtem Röntgenlicht die kohärente Kontrolle von Kernanregungen gelungen. In dem am Europäischen Synchrotron ESRF durchgeführten Experiment wurde eine zeitliche Stabilität von wenigen Zeptosekunden erreicht (eine Zeptosekunde ist der billionste Teil einer Milliardstel Sekunde – 10-21 Sekunden). Zukünftige Experimente basierend auf der Kontrolle der Kerndynamik versprechen genauere Zeitstandards und neue Möglichkeiten auf dem Weg zu Kernbatterien. (Grafik: Schema des Expriments – © mpi-hd.mpg.de). weiterlesen…

2022 industrielle Power-to-Liquid Pionieranlage in Deutschland

Zweiprozentige PtL-Quote für Kerosin ab 2030

Die Power-to-Liquid-(PTL-)Quote für den Luftverkehr soll zum Ende des Jahrzehnts kommen. Um das Ziel zu erreichen, muss aber massiv in Produktionskapazitäten investiert werden, denn auch der übrige Verkehr soll deutlich grüner werden. So will das Karlsruher Unternehmen Ineratec 2022 im Industriepark Höchst bei Frankfurt „die weltweit erste PTL-Anlage mit einer Produktionskapazität bis 3.500 Tonnen, also 4,6 Millionen Liter Kraftstoff pro Jahr“, in Betrieb nehmen. Weitere und noch größere Produktionstellen müssten aber zügig folgen, um bis 2030 zwei Prozent zu erreichen. weiterlesen…

Speicher können CO2-Emissionen im deutschen Strommix weiter senken

Untersuchung von EuPD Research

Eine aktuelle Analyse des Bonner Thinktanks EUPD Research im Auftrag der Osnabrücker Energiespeicher-Experten E3/DC ergab für 2020 starke Schwankungen der CO2-Emissionen im deutschen Strommix im Tages- und Jahresverlauf – zwischen 87 und 664 g pro kWh. Der Zusammenhang von Photovoltaik-Erzeugung und CO2-Reduktion sei klar zu erkennen. Doch windstille Nächte ließen auch im Sommer 2020 die CO2-Emissionen im Strommix deutlich ansteigen. Das könne jedoch mit dem Einsatz von Speichern weiter verbessert werden. (Tabelle © EuPD Research) weiterlesen…

Weniger fahren, besser fahren, oder beides?

RWI-Studie – nur für Benziner

Um die Emissionen von Fahrzeugen zu senken, wurde im Verkehrssektor zum 01.01.2021 die CO2-Steuer eingeführt. Wie sich die daraus resultierende Preiserhöhung auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt, ist bislang jedoch unklar. Eine Untersuchung des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat einer Medienmitteilung vom 10.02.2021 zufolge Mobilitätsdaten aus 15 Jahren analysiert. weiterlesen…

Saubere Stadtlinienbusse

ELO Mobility entwickelt mit Fraunhofer IVI Wasserstoff-Antrieb für ÖPNV

Das Berliner Start-up ELO Mobility und das Dresdner Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI entwickeln zusammen eine neue Generation von revolutionären Stadtlinienbussen mit Wasserstoffantrieb. Wasserstoff, zentrales Element der Energiewende, ermöglicht emissionsfreie Mobilität und gilt als wesentliches Element bei der Umsetzung geplanter Klimaziele der Bundesregierung. weiterlesen…

Luftqualitätsbericht 2020: Nur noch wenige Städte über Stickstoffdioxid-Grenzwert

UBA: Corona-Pandemie beeinflusste Luftqualität nur leicht

2020 wurde der Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 µg/m³ Luft voraussichtlich nur noch an rund drei bis vier Prozent der verkehrsnahen Messstationen überschritten, meldet das Umweltbundesamt am . 2019 waren es noch 21 Prozent. Insgesamt ist die Belastung mit Stickstoffdioxid deutschlandweit damit weiter deutlich rückläufig. Das zeigt die vorläufige Auswertung der Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (Stand 01.02.2021) von bislang rund 400 Messstationen. weiterlesen…

Jodsäuren beeinflussen Bildung atmosphärischer Aerosole massiv

Jod aus den Meeren verstärkt Wolkenbildung in der Arktis und Eisschmelze

Im Großexperiment CLOUD (Cosmics Leaving Outdoor Droplets) am Kernforschungszentrum CERN in Genf untersuchen 104 Wissenschaftler aus 13 Ländern, wie sich unter kontrollierten Bedingungen aus reaktiven Gasen Aerosolpartikel bilden. In einer am 05.02.2021 in Science veröffentlichten Arbeit zeigen Xu-ChEng He et. al., dass sich Aerosolpartikel aus Jodsäure extrem schnell in der marinen Grenzschicht bilden – dem Teil der Atmosphäre, der in direktem Kontakt mit dem Ozean steht. Aerosolpartikel in der Atmosphäre beeinflussen Klima und Wolkenbildung und tragen zu städtischem Smog bei, wie sich aber neue Aerosolpartikel bilden, ist noch relativ gering untersucht. Die Ergebnisse deuten auf einen neuen Mechanismus hin, der den Verlust des arktischen Meereises beschleunigen könnte.
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Europäische Luftfahrtindustrie will bis 2050 klimaneutral sein

CO2-Emissionen sollen ausgeglichen werden können

Die europäische Luftfahrtindustrie hat einen Nachhaltigkeitsplan ins Leben gerufen, um bis zum Jahr 2050 Kohlenstoffneutralität zu erreichen, schreibt Sean Goulding Carroll auf EURACTIV.com. Dieser Fahrplan soll den derzeit unter einem gewaltigen pandemiebedingten Abschwung leidenden, notorisch kohlenstoffintensiven Sektor mit den EU-Klimazielen in Einklang bringen. Der am 11.02.2021 vorgestellte Plan sieht vor, die CO2-Emissionen aller Flüge innerhalb und außerhalb der EU bis 2030 um 45% zu reduzieren und bis 2050 netto null zu erreichen. weiterlesen…

Wasserstoff aus Biomasse – regional, sauber und effizient

Ausgründung der Hochschule Hof

An der Hochschule Hof machte am 18.11.2020 eine Unternehmensgründung auf sich aufmerksam, die wichtige Lösungen für die Energiewende liefern könnte: Die BtX energy GmbH bietet unterschiedliche Verfahren, um aus Biomasse hochwertigen Wasserstoff herzustellen. Neben dem Vertrieb schlüsselfertiger Anlagen zur Dampfreformierung von Biogas möchte die junge Firma zunächst für die Region Hof ein Gesamtkonzept zur regionalen Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff erstellen – ein wegweisendes Unterfangen. (Foto: Opel-Kadett mit Holzvergaser – © Daniel Hagen, 2017 selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0 de, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Superkondensatoren statt Batterien

Leistungsfähige Graphen-Verbindungen für hocheffiziente Superkondensatoren

Einem Team um Roland Fischer, Professor für Anorganische und Metallorganische Chemie an der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, einen hocheffizienten Superkondensator zu entwickeln. Basis des Energiespeichers ist ein neuartiges, leistungsfähiges und dabei nachhaltiges Graphen-Hybridmaterial, das vergleichbare Leistungsdaten aufweist wie aktuell verwendete Batterien und Akkus. (Grafik: Superkondensatoren erreichen ähnliche Energiedichte wie Nickel-Metallhydrid-Akkus – © © Jayaramulu Kolleboyina/IITJ; CRC, TUM) weiterlesen…