Meere und Klimawandelfolgen

Buchtipp: “Das Ozeanbuch” von Esther Gonstalla

Sogar der Mond ist besser erforscht als unsere Weltmeere. Wir blicken auf Plastikmüll im Meer, Ölteppiche und Überfischung und wissen, dass die Verschmutzung der Meere zum Klimawandel und zur globalen Erwärmung beiträgt. Ölplattformen, Containerschiffe und industrieller Fischfang vermitteln den Eindruck, dass die Meere keine Urlaubsparadiese mehr sind, sondern Industriegebiete. Doch wie steht es wirklich um das sensible und größte Ökosystem der Erde? Welches Ausmaß haben die Umweltprobleme, was bedeutet der Verlust der biologischen Vielfalt für uns? Was müssen wir konkret tun, um die Weltmeere, die für das Leben auf unserem Planeten so wichtig sind, zu schützen? Diesen Fragen geht die Autorin Esther Gonstalla in “Das Ozeanbuch” nach. weiterlesen…

Kohlendioxid-Eintrag in Weltmeere zwei Jahre im Voraus prognostizierbar

Vorhersage der variablen CO2-Aufnahme durch den Ozean

Die Aufnahme von CO2 durch die Weltmeere schwankte in den vergangenen Jahrzehnten stark. Ein neues Modell soll bessere Prognosen liefern – denn die CO2-Aufnahme durch den Ozean ist zwei Jahre im Voraus vorhersagbar, zeigt eine am in Science Advances publzierte neue Studie von Hongmei Li, Tatiana Ilyina, Wolfgang A. Müller und Peter Landschützer, alle Wissenschaftler in der Abteilung „Ozean im Erdsystem“ am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M).
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Schutz der Ozeane durch Freiwillige Selbstverpflichtungen

IASS-Wissenschaftler schlagen globales Register und einheitliches Monitoring vor

Die Ozeane sind für den Erhalt unserer menschlichen Lebensgrundlagen eine wichtige Ressource. Ihr Schutz ist eines der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele, die zusammen die Agenda 2030 bilden. Um das Ziel Nummer 14, also die nachhaltige Nutzung und Entwicklung der Weltmeere, zu erreichen, wurden in den vergangenen Jahren viele freiwillige Selbstverpflichtungen getroffen – vor allem von Regierungen, aber auch im privaten Bereich, von der Wissenschaft und Nicht-Regierungsorganisationen. Zwei Wissenschaftler des IASS, Barbara Neumann und Sebastian Unger, haben diese freiwilligen Selbstverpflichtungen untersucht. weiterlesen…

Ozeane nehmen mehr Wärme auf als vermutet


Dennoch CO2-Emissionen schneller verringern, als IPCC-Bericht verlangt

Die Ozeane nehmen 90 Prozent der zusätzlichen Wärmeenergie auf, die aufgrund steigender Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre entsteht. Forscher der University of California, San Diego, der Princeton University (Massachusetts, USA), des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel sowie Kollegen aus Frankreich und China haben jetzt mit einer neuen Methode die bisherigen Berechnungen der Wärme-Aufnahme im Ozean überprüft. Wie sie am 31.10.2018 in Nature veröffentlichten, haben die Meere in den vergangenen 25 Jahren demnach sogar deutlich mehr Wärme aufgenommen, als bisherige Berechnungen vermuten ließen. weiterlesen…

Weitere Ursachen von Sauerstoffverlust der Ozeane identifiziert


Ozeanographen des GEOMAR zeigen Lücken bisheriger Modellrechnungen auf

Messungen in den Ozeanen und Modellrechnungen zeigen gleichermaßen, dass der Sauerstoffgehalt der Ozeane abnimmt. Allerdings unterschätzen die Modelle diese Abnahme deutlich. Das macht Prognosen für die Zukunft schwierig. In einer Studie, die am 11.06.2018 in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience erschien, zeigen vier GEOMAR-Forscher die Lücken der Modelle auf und identifizieren weitere, bisher unterschätzte Ursachen des Sauerstoffverlustes.
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Anthropogenes Verbrennungseisen als komplexer Klimawandelbeschleuniger


Atmosphärische Belastung achtmal höher als bisher geschätzt

Atmosphärisches Eisen beeinflusst den globalen Kohlenstoffkreislauf, indem es die Biogeochemie des Ozeans durch die Ablagerung von löslichem Eisen in den Ozeanen verändert. Bei der anthropogenen (fossilen) Verbrennung freigesetztes Eisen ist eine Quelle löslichen Eisens, die bisher zu Unrecht als weniger wichtig angesehen wurde als andere lösliche Eisenquellen wie Mineralstaub und Biomasseverbrennung. weiterlesen…

Zeitfenster für 1,5-Grad-Grenze schließt sich bereits


Aus Beobachtungsdaten abgeleitet: Einfluss früherer Emissionen auf zukünftige Temperatur

Derzeit gibt es weltweit Bemühungen, die globale Erwärmung auf weniger als 1,5 bis 2 Grad Celsius zu begrenzen. Aber wie weit sind wir davon entfernt, diese Grenzen zu überschreiten? Bisher wurden Klimamodelle dazu genutzt, um den Spielraum bei den Emissionen abzuschätzen. Eine neue Studie von Thorsten Mauritsen vom Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) und Robert Pincus von der University of Colorado, die in Nature Climate Change veröffentlicht wurde, nutzt hingegen Beobachtungsdaten über die globale Erwärmung der Erdoberfläche und der Ozeane, um die zukünftige Erwärmung abzuleiten, die durch bereits erfolgte Emissionen zwangsläufig stattfinden wird. Sie finden heraus, dass sich das Zeitfenster für die 1,5-Grad-Grenze schließt. weiterlesen…