Nur kleine Schritte bei Katalysatorforschung

Herausforderungen bei der Entwicklung von Elektrokatalysatoren

Leistungsfähige Katalysatoren sind für die Energieumwandlung entscheidend. Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung schaffen es derzeit aber selten in die Praxis. Bei der regenerativen Energiegewinnung wird zwar oft mehr Strom erzeugt, als unmittelbar gebraucht wird, und mithilfe elektrochemischer Verfahren könnte man die überschüssige Energie speichern oder nutzbar machen. Obwohl aber seit 20 Jahren intensiv an den dafür erforderlichen Katalysatoren geforscht wird, geht es nur in kleinen Schritten voran. Eine Medienmitteilung der Ruhr-Universität Bochum vom 20.08.2020. weiterlesen…

Klimaschäden für Weltwirtschaft dreimal so hoch wie gedacht

Bis 2100 drohen 14 Prozent Verlust der Wirtschaftsleistung

Die menschengemachte Erwärmung des Planeten wird Produktion und Wohlstand in aller Welt voraussichtlich deutlich stärker beeinträchtigen als durch bisherige Modellstudien beziffert: Eine empirische Untersuchung unter MCC-Federführung kommt auf 7 bis 14 Prozent Verlust der Wirtschaftsleistung im Jahr 2100. Jede Tonne CO2, die 2020 emittiert wird, verursacht umgerechnet 76 bis 148 Euro Schäden. Zu diesem Ergebnis kommt, auf Basis empirischer Daten aus 1.500 Regionen in 77 Ländern der Erde, eine neue Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). weiterlesen…

Farbstoffe aus atmosphärischem CO2

Wertschöpfung durch Kombination von Elektrochemie und Biotechnologie

Die Zeit beim Klimaschutz drängt. Einen Lösungsansatz bietet das Treibhausgas CO2 als Rohstoff für Chemikalien. Hierfür hat das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie in dem von der EU geförderten Projekt CELBICON einer IGB-Medienmitteilung vom 19.08.2020 folgend einen neuen Weg verfolgt. Durch eine Kombination von elektrochemischer mit biotechnologischer Umwandlung gelang es den Forschern, aus Luft-CO2 einen wertschöpfenden terpenoiden Farbstoff herzustellen. (Foto: Nach der Elektrolyse setzt Fermentation Ameisensäure zu wertschöpfendem terpenoiden Farbstoff um – © Fraunhofer IGB) weiterlesen…

Neues Fachportal Industrie-Energieforschung ist online

Vom Projektträger Jülich betreut

Das Fachportal wird einer Medienmitteilung vom 17.08.2020 zufolge vom Projektträger Jülich betreut und bietet Informationen rund um Forschungsthemen mit dem Schwerpunkt Energiewende in Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Industrie-Energieforschunug ergänzt die Portalwelt des BMWi unter dem Dach Energieforschung.de. weiterlesen…

Klimawandel trotz Corona immer noch drängendstes Problem

Vattenfall-Studie

Trotz Corona wird der Klimawandel in mehreren europäischen Ländern immer noch als das größte Problem der Menschheit angesehen. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung in insgesamt sieben europäischen Ländern, die am 18.08.2020 von Vattenfall veröffentlicht wurde und eine Studie vom Dezember 2019 ergänzt, in der Vattenfall Haltung und Emotionen zum Klimawandel und dessen öffentlicher Debatte untersuchte. Der erste Bericht vom Dezember 2019 hatte ergeben, dass der Klimawandel als das drängendste Problem weltweit angesehen wird – noch vor allen anderen globalen Themen wie Armut, Krieg und Konflikt oder wirtschaftlicher Rezession. Eine Folgestudie aus dem Juni 2020 sollte zeigen, ob und wie sich vor dem Hintergrund der weltweiten Pandemie die Ansichten zum Klimawandel geändert haben. weiterlesen…

Wenig Eis: Polarstern überraschend schnell am Nordpol

MOSAiC-Expedition erreicht Nordpol: Forschungseisbrecher überquert auf finalem Expeditionsabschnitt nördlichsten Punkt der Erde

Am 19.08.2020 um 12:45 Uhr erreichte der deutsche Forschungseisbrecher Polarstern den Nordpol. Dabei hat das Schiff eine Route nördlich Grönlands genommen – durch ein Seegebiet, das in der Vergangenheit von dichter Bedeckung mit teilweise mehrjährigem Eis geprägt war. Die Reise von der nördlichen Framstraße bis zum Pol hat lediglich sechs Tage gedauert. „Es war ein unglaublich schneller Ritt“, sagte Expeditionsleiter Markus Rex. Die Freude der Forscher über diesen Höhepunkt ihrer einjährigen Expedition ist allerdings getrübt, zeigt ihre Reise doch, wie stark das Meereis in der Arktis zurückgeht. Berichte vom Alfred Wegener-Institut und dem Wiener Standard. weiterlesen…

Anthropogener CO2-Anstieg einzigartig

Sechsmal größer und fast zehnmal schneller als frühere Sprünge

Auch in früheren Warmzeiten gab es sprunghafte Erhöhungen der CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Der heutige, vom Menschen verursachte CO2-Anstieg ist allerdings mehr als sechsmal größer und fast zehnmal schneller als die damaligen Sprünge. Zu diesem Schluss kommt ein europäisches Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern – so eine Medienmitteilung. Eine dort entwickelte neue Messtechnologie ermöglicht einen ungeahnt detaillierten Einblick in die Klimavergangenheit. weiterlesen…

Mikroorganismen produzieren Kraftstoffe

Ökologische Energiegewinnung

Wenn Wasserstoff künftig eine zentrale Rolle im europäischen Energiesystem spielen soll, könnten Bakterien der Lieferant dafür sein. Denn Mikroorganismen produzieren deutlich mehr Wasserstoff als angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team von Wissenschaftler um Simon Rittmann von der Universität Wien, das der Frage nachging, ob die biologische Wasserstoffproduktion mit einer speziellen Kombination von Mikroorganismen gesteigert werden kann. Die Untersuchungen dienen als Grundlage für die Nutzung von künstlichen mikrobiellen Ökosystemen bei der biotechnologischen Produktion von gasförmigen Biokraftstoffen wie Wasserstoff oder Methan. Die Studie erschien soeben in Nature Communications Biology. (Bild: Künstliche mikrobielle Gemeinschaft aus E. aerogenes (blau) und C. acetobutylicum (pink) – © Oliver Gräf, Uni Wien) weiterlesen…

Skalierbare Methode zur Herstellung von Cu-Elektrokatalysatoren

Kohlendioxid effizient in nützliche Brennstoffe und Chemikalien umwandeln

Durch die effiziente Umwandlung von CO2 in komplexe Kohlenwasserstoffprodukte könnte ein von einem Team von Forschern der Brown-Universität in Providence, Rhode Island, entwickelter neuer Katalysator möglicherweise dazu beitragen, überschüssiges Kohlendioxid in großem Maßstab wiederzuverwerten – so eine Medienmitteilung vom 12.08.2020. weiterlesen…

„Subventionen für CO2-Abscheidung sind verschwendetes Geld“

Lesehinweis auf Handelsblatt-Querdenker-Kolumne

„Die beiden Verfahren, die am meisten gefördert werden, setzen bei richtiger Rechnung mehr Kohlendioxid frei, als sie entnehmen. Das ist ein Problem“, schreibt June Sekera, Gastwissenschaftlerin an der New School for Social Research und Senior Research Fellow am University College London in der Handelsblatt-Querdenker-Kolumne (und Ende Juni in einer ausführlichen Untersuchung, siehe unten).
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