Bioabfälle in der Kreislaufwirtschaft – BDE verlangt Pflicht-Biotonne für Deutschland

Parlamentarischer Abend in Berlin – Verband präsentiert Positionspapier

Angesichts der hohen Verluste von organischen Materialien bei der Abfallsammlung will der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) mit neuen Ideen die Bioabfallsammlung in Deutschland grundlegend verbessern. So fordert der Verband die bundesweite Einführung einer Pflichttonne für Bioabfälle. Zudem setzt er sich für eine bundesweite Vollzugsoffensive auf allen Verwaltungsebenen zur Durchsetzung des geltenden Abfallrechts ein. Dabei sollen sich die Bundesländer zu klaren Zielen bei der Reduzierung von organischem Abfall im häuslichen Restmüll verpflichten und außerdem ihre kommunale Aufsicht gegenüber Städten und Kreisen stärker wahrnehmen. Das geht aus dem jüngsten Positionspapier des BDE zur Biomasse hervor, das der Verband am 27.04.2023 vorgestellt hat. weiterlesen…

Projektstart KlarTEXt

Kooperationsplattform für eine nachhaltige Textilwirtschaft startet

Kleidung, Schuhe, Möbel – der Konsum von Textilien steigt in der Europäischen Union kontinuierlich. Mit ihm gehen Auswirkungen auf das Klima, den Wasser- und Energieverbrauch sowie die Umwelt einher. Unter der Leitung der Hochschule Niederrhein (HSNR) starten ab Mai 2023 die Projektpartner HSNR, DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien und das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT eine Kooperationsplattform: Mit dem Projekt »KlarTEXt« wollen sie so die Hindernisse für eine nachhaltige und umweltfreundliche Textilwirtschaft überwinden. Das Projekt wird über vier Jahre mit rund zwei Millionen Euro vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) gefördert. weiterlesen…

Backsteine als Wärmespeicher

Fossile Brennstoffe könnten überflüssig werden

Die Schwerindustrie ist für ein Viertel der weltweiten Emissionen verantwortlich. Wärmespeichernde Ziegelsteine könnten der Schlüssel dazu sein, Großindustrien zu versorgen, die für die Produktion von Stahl bis Babynahrung viel Wärme benötigen, diese aber bislang größtenteils durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdgas oder Kohle erzeugen. Alternative Energiequellen wie Wind- und Solarenergie können die benötigten Wärmemengen bisher nicht konsistent erzeugen. Eine Initiative von Rondo Energy. weiterlesen…

Wasserstofferzeugung auf dem Meer

Fraunhofer ISE entwickelt Konzept für Offshore-Plattform

Forschende des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben mit weiteren Projektpartnern ein technisches Anlagenkonzept und ein Design für eine – für den Einsatz auf dem Meer optimierte – Wasserstoff-Erzeugungsanlage entwickelt. Die am publizierten Ergebnisse zeigen, dass die Wasserstofferzeugung direkt auf dem Meer mit einem PEM-Elektrolyseur technisch und ökonomisch machbar ist. Die Arbeiten erfolgten im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten zweijährigen Projekts „OffsH2ore“. (Grafik: Neues OffsH2ore-Elektrolysesystem – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

„Ebenso zahlreiche Chancen wie Risiken“

Steffen Albrecht: „Die Gesellschaft muss sich klarmachen, auf was sie sich mit ChatGPT einlässt.“

ChatGPT – eine Computersoftware der Firma Open AI, die mithilfe Künstlicher Intelligenz auf die Verarbeitung sprachlicher Daten trainiert wurde – hat seit ihrer Einführung im November 2022 weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Im Auftrag des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hat das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) betriebene Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) am 26.04.2023 eine umfassende Einschätzung dieses technologischen Durchbruchs in der digitalen Sprachverarbeitung vorgelegt. (Bild: ChatGPT – Screenshot © open AI) weiterlesen…

Recycling: Aus Schrott wird Rohstoff

Kreislaufwirtschaft: Förderprojekt Car2Car entwickelt Technologien für optimiertes Recycling

Rohstoffknappheit, aber auch höheres Umweltbewusstsein rücken auch Altfahrzeuge als Rohstoffquellen in den Fokus des Recyclings. Ein Konsortium bestehend aus Automobilwirtschaft, RecyclerInnen und WissenschaftlerInnen macht es sich im Projekt Car2Car zur Aufgabe, die Qualität der aus Altfahrzeugen gewonnenen Sekundärrohstoffe durch innovative Demontage- und automatisierte Sortierverfahren zu erhöhen. Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie, ein Institut des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), bringt laut einer Medienmitteilung vom 20.04.2023 seine Expertise zur Werkstofferkennung mittels Sensortechnik sowie spektroskopische Verfahren für die Stoffidentifikation ein. Das Ziel ist, den Anteil von Sekundärmaterialien in Neufahrzeugen im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu erhöhen. (Foto: HIF-Pilotanlage zur-Erfassung, Identifizierung und Sortierung komplex zusammengesetzter Recyclingstoffströme – HZDR, Detlev Müller) weiterlesen…

Fraunhofer LBF entwickelt neues Verfahren für schnelle Verarbeitungsstabilisierung von Kunststoffen

Online-Rheologie beschleunigt Entwicklungsprozess

Kunststoffe als organische Substanzen degradieren in Gegenwart von Sauerstoff. Diese Autooxidationsprozesse finden z. B. während der Schmelze-Verarbeitung statt. Durch das Einbringen von Antioxidantien lassen sich die Oxidationsvorgänge zielgerichtet verlangsamen. Erst das ermöglicht die Herstellung von Gebrauchsgegenständen durch den Spritzgussprozess. Bei einer Formulierungsentwicklung muss der optimale Anteil an Antioxidantien bisher in langwierigen Versuchsreihen ermittelt werden. Forschende am Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF sehen einer Medieninformation vom zufolge in online-rheologischen Untersuchungen eine vielversprechende Methode, den Entwicklungsprozess zu beschleunigen. weiterlesen…

Kunststoffverpackungen besser wiederverwerten: Neues Verfahren entzieht Duftstoffe

Umweltverträgliche und klimaschonende Verwertung für hochwertige »Post-Consumer«-Rezyklate

Was nicht gut riecht, ist schlecht wiederzuverwerten. Diese einfache Regel gilt auch für die weltweit wachsenden Kunststoffabfälle. Ein Weg zu ihrer umweltverträglichen und klimaschonenden Verwertung als hochwertiges „Post-Consumer“-Rezyklat führt über eine verbesserte Sortierung und Wiederaufbereitung. Bislang schränkt die verringerte Materialqualität die Wiederverwendung der Kunststoffrezyklate erheblich ein, und das liegt vor allem an ihrem Geruch. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF haben einen neuen umweltfreundlichen Prozess im Labormaßstab entwickelt, um Duftstoffe aus Kunststoffverpackungen zu entfernen. weiterlesen…

CO2 als Rohstoff

Heidelberg Materials und Linde bauen weltweit erste CCU-Großanlage in einem Zementwerk

Heidelberg Materials (früher HeidelbergCement) und die Linde lpc (früher Linde AG) haben am 12.04.2023 unter dem Namen Capture-to-Use (CAP2U) ein Joint Venture zum Bau und Betrieb einer hochmodernen Kohlendioxid-Abscheide- und -verflüssigungsanlage gegründet. Im Werk Lengfurt von Heidelberg Materials soll 2025 die weltweit erste Carbon Capture and Utilisation (CCU)-Anlage im großtechnischen Maßstab in der Zementindustrie in Betrieb gehen. Dies ermöglicht eine Weiterverwertung des abgeschiedenen CO2 aus der Zementproduktion als wertvoller Rohstoff für industrielle Anwendungen. Die geplante Menge an gereinigtem und verflüssigtem CO2 beträgt rund 70.000 t pro Jahr. (Foto: Zementwerk Lengfurt – © Heidelberg Materials, Steffen Fuchs) weiterlesen…

Lemke: „Zirkuläres Wirtschaften muss Treiber für Umwelt- und Klimaschutz werden“

BMUV startet Verbändedialog zur Entwicklung einer Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie

Der hohe Rohstoffbedarf einer weitgehend linear organisierten Wirtschaft ist eine Hauptursache für die Klimakrise und die Bedrohung der biologischen Vielfalt. Im Einklang mit den Plänen der Europäischen Union strebt die Bundesregierung die Transformation zu einer zirkulären Wirtschaft an, die Ressourcen sparsam einsetzt. Zentrales Ziel ist es, den Verbrauch von Primärrohstoffen zu senken und Stoffkreisläufe weitgehend zu schließen. Die dafür nötigen Ziele und Maßnahmen soll die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie der Bundesregierung bündeln. Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat dafür ein Beteiligungsverfahren mit einem ersten Verbändedialog gestartet. Weitere Dialoge zur Einbindung der Öffentlichkeit in den Strategiebildungsprozess folgen im Verlauf des Jahres. weiterlesen…