Kraft der Kreislaufwirtschaft für Energiewende in Afrika nutzen

System aus Nehmen, Herstellen und Wegwerfen durchbrechen

(mit freundlicher Genehmigung von Roberto Vigotti)

Mit zunehmender Diskussion über den Klimawandel gewinnt die Kreislaufwirtschaft immer mehr an Bedeutung. Unser derzeitiges Produktions- und Konsummodell ist linear, d. h. wir entnehmen der Erde Ressourcen, verwenden sie zur Herstellung von Produkten oder Dienstleistungen und werfen sie dann weg, schreibt Roberto Vigotti auf Illuminem. Die Kreislaufwirtschaft versucht, das System aus Nehmen, Herstellen und Wegwerfen zu durchbrechen, indem sie die Entstehung von Abfall von vornherein verhindert und sicherstellt, dass Elemente, die sonst entsorgt würden, bei der Produktion, Nutzung und Entsorgung recycelt oder wiederverwendet werden. weiterlesen…

Erster Master (M.Sc.) in Artificial Intelligence and Robotics

Technische Universität Nürnberg startet ersten Studiengang

Seit 11.04.2023 können sich Bachelor-Absolvent-Innen auf das erste Masterprogramm der Technischen Universität Nürnberg (UTN) im Fach Artificial Intelligence and Robotics bewerben – Beginn: Wintersemester 2023/2024 in Vollzeit und Präsenz am Interimsstandort der UTN. Bis zum 31. Mai können sich Interessierte bewerben. Voraussetzung sind unter anderem ein Bachelor-Abschluss in Informatik oder einem verwandten Bereich sowie ein englischer Sprachnachweis. Die Kurse (utn.de/studium) finden vorerst im Interimsgebäude in der Ulmenstraße statt. (Foto: Studienstart-Buzzer-Prömel-Jahnke-Burgard – Copryright Technische Universität Nürnberg) weiterlesen…

Vom Treibhausgas zum Mehrwertprodukt

Vom Treibhausgas zum Mehrwertprodukt

Wandelt man CO2 in Synthesegas um, erhält man einen wertvollen Ausgangsstoff für die chemische Industrie. Wie dies sogar bei Raumtemperatur und Umgebungsdruck funktioniert, zeigen jetzt Forschende der TU Wien. Wer an CO2 denkt, dem kommen vermutlich schnell Begriffe wie klimaschädlich oder Abfallprodukt in den Sinn. Während CO2 das lange war – ein reines Abfallprodukt – werden immer mehr Verfahren entwickelt, mit denen sich das Treibhausgas in wertvolle Rohstoffe umwandeln lässt. Die Chemie spricht dann von „value-added chemicals“. Ein neues Material, mit dem dies möglich ist, wurde an der TU Wien entwickelt und am 01.03.2023 in Communications Chemistry vorgestellt. (Foto: Elektrochemische Zelle – © Dogukan Apaydin, TU Wien) weiterlesen…

„Diskurse des Nichthandelns“

Wie Reiche ihren CO2-intensiven Lebensstil rechtfertigen

Britische Forscher haben nachgefragt, wie Reiche ihre Untätigkeit in Sachen Klimaschutz begründen. Wohlhabende verbrauchen überproportional viel Energie und haben oft einen vergleichsweise großen CO2-Fußabdruck. Eine kürzlich in Energy Research & Social Science veröffentlichte Studie hat sich diese Gruppe in Großbritannien genauer angesehen. Die Wissenschaftler haben untersucht, mit welchen Strategien Reiche ihren klimaschädlichen Lebensstil rechtfertigen – und leiten daraus politische Empfehlungen ab. weiterlesen…

„Atomenergie zu teuer, zu gefährlich und blockiert künftige gesicherte Energieversorgung“

In Deutschland werden die letzten drei Kernkraftwerke abgeschaltet – Stellungnahme von Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im DIW Berlin

Das Kapitel Atomenergie sollte in Deutschland am 15.04.2023 endlich beendet werden. Die derzeit noch laufenden letzten drei Atomkraftwerke produzieren weniger als fünf Prozent der Stromerzeugung in Deutschland. Deutschland kann problemlos die restlichen Atomkraftwerke abschalten, ohne dass die Lichter ausgehen. Dies wäre auch schon am 1. Januar 2023 möglich gewesen. Der vergangene Winter hat gezeigt, dass die Gefahr eines Blackouts nie bestand. Der geringe Beitrag der Stromproduktion durch Atomkraftwerke sorgt weder für sinkende Strompreise noch für sinkende Emissionen – so die Einleitung von Claudia Kemfert zu einem Kurzgutachten des DIW-Berlin im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion unter dem Titel „Ökonomische Aspekte der Atomkraft“. weiterlesen…

Neue Entdeckung: Weg zu kompakteren Fusionskraftwerken?

ASDEX Upgrade am IPP in Garching bei München

Ein magnetischer Käfig hält die mehr als 100 Millionen Grad Celsius heißen Plasmen in Kernfusionsanlagen auf Abstand zur Gefäßwand, damit diese nicht schmilzt. Jetzt haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) ein Verfahren gefunden, den Abstand deutlich zu verringern. Das könnte den Bau kleinerer und günstigerer Fusionsreaktoren zur Energieerzeugung ermöglichen. Die Arbeit wurde am 04.04.2023 unter Creative Commons Attribution 4.0 in Physical Review Letters veröffentlicht. (Foto: Plasmagefäß von ASDEX Upgrade. In der kreisrunden Rinne am Boden befindet sich der Divertor – © MPI für Plasmaphysik/Volker Rohde) weiterlesen…

Deutlicher Schub für metallurgische Forschung zu kritischen Rohstoffen

Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie erhält Plasmaofen zur Entwicklung neuer und Optimierung bestehender Recyclingtechnologien für eine bessere Kreislaufwirtschaft

Die Abteilung Prozessmetallurgie des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) beschäftigt sich mit den Herausforderungen von Energie und Recycling. Dabei geht es vor allem um die Gestaltung, Entwicklung und Verknüpfung von metallurgischen Prozessketten und Systemen. Diese Ansätze ermöglichen einen ausgeglichenen Material- und Energiebedarf, eine Verringerung der Energieverluste und der Umweltauswirkungen innerhalb der Kreislaufwirtschaft. Zur Erweiterung der metallurgischen Forschungsaktivitäten erhält das Institut des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) von der britischen Firma Tetronics Technologies Limited einen Plasmaofen zur Behandlung von metallurgischen Erzen & Abfällen. (Foto:Plasmaofen-für-metallurgische-Forschungsaktivitäten – © Tetronics Technologies Limited) weiterlesen…

Deutschland verlor in zwanzig Jahren durchschnittlich 760 Mio. t Wasser pro Jahr

Jahr mit höheren Niederschlägen wie 2021 kann über längeren Zeitraum angesammelte Defizite nicht ausgleichen

Die letzten fünf Jahre in Deutschland waren von massiven Sommerdürren geprägt. Es ging sehr viel Wasser verloren. Nur: Wie hoch die Verluste genau waren und ob sich daraus ein Trend für die Zukunft ableiten lässt, sind nach wie vor offene Fragen. Ein Team des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) hat nun gemeinsam mit Forschenden der Universität Bonn und des Forschungszentrums Jülich die Jahre von 2002 bis 2022 genauer untersucht. Fazit: Im Durchschnitt hat Deutschland jedes Jahr 760 Millionen Tonnen (einen dreiviertel Kubikkilometer) Wasser verloren – sei es durch abnehmende Bodenfeuchte, schwindendes Grundwasser, abgeschmolzene Gletscher oder gesunkene Wasserspiegel. Die Studie beruht in erster Linie auf Daten der Satellitenmissionen GRACE (2002 bis Missionsende 2017) und GRACE-Follow On (seit 2018 aktiv). (Foto: Niedrigwasser des Rheins bei Wiesbaden – © Christian Vogt für Agentur Zukunft) weiterlesen…

Schnelle und flexible Solarenergie aus dem Drucker

„Solarfabrik der Zukunft“ am HI ERN erforscht druckbare organische Solarmodule

Leichter, flexibler und anpassbar – die Innovationsplattform Solar TAP entwickelt innovative Lösungen für Photovoltaik-Anwendungen. Ziel ist es, bereits genutzte Flächen in Landwirtschaft, Gebäudesektor und Verkehr zusätzlich für den Ausbau der Solarenergie mit Solarzellen aus dem Drucker nutzbar zu machen. Erneuerbare Energien sind essenziell für ein Gelingen der Energiewende und die angestrebte Unabhängigkeit vom Import fossiler Energieträger. Deren Ausbau muss daher zügig und massiv vorangetrieben werden. Eine wichtige Säule hierfür ist die Photovoltaik (PV) – die Energie aus Sonne: Sie hat unter den erneuerbaren Energien den niedrigsten ökologischen Fußabdruck, erzeugt also deutlich mehr Energie als zu ihrer Herstellung benötigt wird. (Foto: Fassadenintegrierte Photovoltaik am Reallabor für bauwerkintegrierte Photovoltik (BIPV) am HZB in Berlin-Adlershof. Im Reallabor werden neue Konzepte für BIPV unter wissenschaftlicher Begleitung erprobt. (Foto: Im Reallabor werden neue Konzepte unter wissenschaftlicher Begleitung erprobt – © Niklas Albinius, HZB) weiterlesen…

Treibhausgase steigen 2022 weiter rasant an

Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid in bisher nicht bekannte Höhen

Die Werte von Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (Lachgas, N2O), den drei Treibhausgasen, die durch menschliche Aktivitäten freigesetzt werden und am stärksten zum Klimawandel beitragen, setzten ihre historisch hohen Wachstumsraten in der Atmosphäre im Jahr 2022 fort, haben WissenschaftlerInnen der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) am 05.04.2023 in Washington veröffentlicht. weiterlesen…