Sichere Stromversorgung auch bei hohen EE-Anteilen

Aktuelle Studie zeigt Technologien und Möglichkeiten auf

Bereits heute stehen in Deutschland genügend Technologien und Handlungsoptionen zur Verfügung, um auch hohe Anteile Erneuerbarer Energien auszugleichen und damit das Stromsystem stabil zu halten. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). „Auch bei künftig hohen Anteilen von Wind- und Solarenergie ist die Versorgungssicherheit hierzulande gewährleistet. Denn es stehen genügend Technologien und Handlungsoptionen zur Verfügung, um diese wetterabhängig einspeisenden Erneuerbaren Energien auszugleichen – vom Lastmanagement über bedarfsgerecht stromerzeugende Biomasseanlagen, bis hin zur verstärkten Nutzung von Speichern“, erklärt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk.
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Wasserstoff aus Methan – CO2-frei

Methane Cracking-Projekt des IASS – Rubbia besuchte  KIT

Der wissenschaftliche Direktor des  Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS), Carlo Rubbia, und die Mitglieder seiner Forschungsgruppe zu Methane Cracking  besuchten am 21.03.2013 das  Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dort arbeiten Forscher des Karlsruher Flüssigmetalllabors KALLA, des Instituts für Hochleistungsimpuls- und Mikrowellentechnik (IHM) und des Instituts für Angewandte Materialwissenschaften-Werkstoffprozesstechnik (IAM-WPT) im Rahmen der wissenschaftlichen Kooperation von IASS und KIT am experimentellen Versuchsaufbau zum sogenannten Methane Cracking (siehe: solarify.eu/methanspaltung-methane-cracking), einer Technologie, die Methan in seine atomaren Bestandteile zerlegt. weiterlesen…

Goldmine für die Nanoelektronik

Mineral Kawazulit als topologischer Isolator für Spintronik interessant

Im Fundus der Natur finden sich noch vielseitigere Materialien als bislang angenommen. Ein Team um Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart hat nun entdeckt, dass es sich bei dem Mineral Kawazulit um einen topologischen Isolator handelt. Solche Materialien leiten nur auf ihrer Oberfläche einen elektrischen Strom. Für Anwendungen sind sie unter anderem interessant, weil die Richtung, in der die Elektronen auf der Oberfläche fließen, direkt mit der Orientierung deren Spins zusammenhängt. Der Spin gibt Elektronen ein magnetisches Moment und könnte sich in der Nanoelektronik ausnutzen lassen, um Information effizient und auf sehr engem Raum zu speichern und zu verarbeiten. Physiker haben topologische Isolatoren im Labor bislang nur gezielt nach theoretisch genau berechneten Rezepturen synthetisiert. Wie sich nun herausstellt, entstehen sie auch in den mehr oder weniger zufälligen Mixturen der Natur, und zwar in mindestens ebenso guter Qualität wie im Labor. weiterlesen…

Stabiler Strom aus Erneuerbaren Energien

Bedarfsgerechte Stromerzeugung bereits nachgewiesen

Eine sichere und zuverlässige Stromversorgung allein aus Erneuerbaren Energien ist in Deutschland machbar – auch ohne sogenannte Schattenkraftwerke. Das soll das neue Forschungsprojekt „Kombikraftwerk 2“ des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) gemeinsam mit neun Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft nachweisen. Wind- und Biogaskraftwerke sowie Solarstromanlagen werden in Modellen und Feldversuchen verknüpft und zentral gesteuert. Die Forscher erhoffen sich damit Erkenntnisse darüber, wie sich der steigende Anteil von Wind- und Sonnenenergie in die Stromversorgung integrieren lässt. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 den Beitrag Erneuerbarer Energien im Strombereich auf mindestens 35 Prozent zu erhöhen. Bis spätestens zum Jahr 2050 rechnen Experten mit einer vollständigen Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen. weiterlesen…

Jeffrey Sachs baut auf „Business Leadership“ und Universitäten

Sustainable Development Solutions Network der UN vorgestellt

In Berlin stellte Jeffrey D. Sachs am 19.03.2013 im Rahmen mehrerer Veranstaltungen (Pressekonferenz, Diskussionsrunde, Podium) das neue von ihm geleitete Sustainable Development Solutions Network (SDSN) der Vereinten Nationen vor. Im Rahmen einer vom SDSN, dem Deutschem Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und ICC Deutschland durchgeführten Veranstaltung „New pathways towards global sustainabilitydiskutierten mit ihm im Anschluss Klaus Leisinger (Novartis-Stiftung) und Ex-Bundespräsident Horst Köhler Lösungsansätze für eine global nachhaltige Entwicklung. Denn, so DIE-Direktor Dirk Messner: „Die aktuellen globalen Herausforderungen wie die Klimakrise, eskalierende Nahrungsmittelpreise und die instabilen Weltfinanzmärkte rufen nach nachhaltigen Lösungen und nach neuartigen Allianzen. Traditionelle Rollenverteilungen zwischen Staat und Wirtschaft, zwischen Nord und Süd oder zwischen Wissenschaft und Praxis müssen durch innovative Netzwerke von handlungswilligen und handlungsfähigen Akteuren verändert werden.“ weiterlesen…

Der Umbau des Systems ist machbar

Interview mit Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut

Die Energiewende droht ins Stocken geraten. Bürger gehen gegen geplante Stromtrassen und Pumpwasserspeicher auf die Barrikaden. Die Bundesregierung scheint sich über steigende Kosten und Industrie-Rabatte mehr Gedanken zu machen, als über die sichere Energieversorgung. Die Herausforderung der Energiewende ist offenkundig unterschätzt worden. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung führte ein Gespräch mit dem Chemiker und Energieexperten Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr. weiterlesen…

Video: Energiewende nach Fukushima

Videos sollen zu Diskussionen einladen

Die HSG-Videoreihe «Little Green Bags» bringt Fachthemen auf den Punkt. Die dritte Folge der Serie beleuchtet Hintergründe und Perspektiven der Energiewende nach der Atomkatastrophe in Fukushima. Wo stehen wir aktuell in der Frage um die Energiezukunft? Das Video gibt Antwort auf diese Frage. Rolf Wüstenhagen, Inhaber des Lehrstuhls für das Management erneuerbarer Energien am Institut für Wirtschaft und Ökologie der HSG, hat die Fakten für den Film zusammengetragen. weiterlesen…

Das Smart Grid noch intelligenter machen

Projekt SiC-WinS erforscht Technologien zur Herstellung von SiC-Hochvoltbauelementen

Bei Solaranlagen und Serveranwendungen sind energiesparende Wechselrichter bzw. Netzteile mit Halbleiterbauelementen aus Siliziumkarbid (SiC) schon Stand der Technik. Auch Windkraftanlagen und das intelligente Stromnetz der Zukunft könnten durch Hochvoltbauelemente aus SiC deutlich energieeffizienter arbeiten. Im Projekt „SiC-WinS – Technologische Grundlagen zur Herstellung von SiC-Spannungswandlern für intelligente Stromnetze“ forschen Partner aus Wissenschaft und Industrie in Erlangen daran, die Herstellungskosten solcher Bauelemente deutlich zu senken und ihre Zuverlässigkeit bis hin zur „Null-Fehler-Toleranz“ zu verbessern.
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Klimadebatte in der Sackgasse

Die Klimafalle: gefährliche Nähe von Politik und Klimaforschung

Die Klimagipfel scheitern und bleiben folgenlos, obwohl die Emissionen immer weiter steigen. Der Klimaforscher Hans von Storch und der Ethnologe Werner Krauß erklären, wie wir in der Klimafalle gelandet sind – und wie wir ihr entkommen können. Die inflationäre Ankündigung der Klimakatastrophe hat zu einem Verlust der Glaubwürdigkeit von Wissenschaft geführt. Dabei ist der Klimawandel keine wissenschaftliche Frage, sondern eine gesellschaftliche. Er muss in regionaler Kultur, Alltag und Politik verankert werden. Die Weltgesellschaft braucht keine politisierte Wissenschaft, welche die 2-Grad-Grenze ausruft, sondern eine die Bedingungen für einen pragmatischen Umgang mit dem Klimawandel auslotende. weiterlesen…

Neue Energie-Richtlinien für Labore

Manche Labore verbrauchen so viel Energie wie eine Kleinstadt

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat zusammen mit dem Bundesbauministerium ein Nutzungsprofil für Laborgebäude entwickelt, das sich zurzeit in der Pilotphase befindet. Im Laufe des Jahres soll das Profil marktreif sein, Bauherren von Laborgebäuden könnten ihre Projekte dann nach den neuen Richtlinien zertifizieren lassen, sagte eine DGNB-Sprecherin. Das Bauministerium hat aus dem Profil zudem ein Labor-spezifisches Bewertungssystem „Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude“ (BNB) abgeleitet. Bisher wurde den Effizienzpotenzialen von Laboren zu wenig Beachtung geschenkt. Die neuen Richtlinien sollen dies nun ändern. weiterlesen…