Verstärken Wetterextreme die Erderwärmung?

Meteorologische Extrem-Ereignisse bremsen CO2-Aufnahme

Wenn der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre steigt, heizt sich die Erde nicht nur auf, auch Wetterextreme wie anhaltende Dürren, Hitzewellen, Starkregen oder extreme Stürme dürften sich häufen. Ob die extremen Klimaereignisse dazu führen, dass Landökosysteme zusätzliches Kohlendioxid freisetzen und somit den Klimawandel verstärken, ist eine der großen offenen Fragen in der Klimaforschung. Ihr ist nun ein internationales Forscherteam um Markus Reichstein, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, nachgegangen. Die Wissenschaftler fanden dabei heraus, dass die Landökosysteme wegen der extremen klimatischen Ereignisse jährlich per Fotosynthese etwa elf Milliarden Tonnen weniger Kohlendioxid aufnehmen, als sie es ohne Extremereignisse könnten. Das entspricht etwa einem Drittel der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr. weiterlesen…

Wasserstoff effizienter speichern

Neuartiger Tank

Für einen Durchbruch der Wasserstoff-Technologie muss die Speicherung des gasförmigen Brennstoffs einfacher und preiswerter werden. Dafür entwickeln Japans Metals & Chemicals Ltd. und Samtech Co. derzeit einen neuartigen Hybridtank. Er besteht aus einer Hochdruck-Kompressionskammer, in der Wasserstoff flüssig gespeichert wird, sowie einer Metalllegierung, die Wasserstoff elegant aufnehmen kann. Das Projekt wird von der New Energy and Industrial Technology Development Organization gefördert. weiterlesen…

Chemie³ geht an den Start

Nachhaltigkeitsinitiative von Wirtschaft und Gewerkschaft

Nicht übertrieben von der Öffentlichkeit wahrgenommen hat die chemische Industrie am 29.05.2013 ihre Kräfte unter einem Dach gebündelt, „um das Prinzip Nachhaltigkeit voranzutreiben“, so eine Pressemitteilung. Mit der gemeinsamen Initiative Chemie³ von Wirtschaftsverband (VCI), Gewerkschaft (IG BCE) und Arbeitgeberverband (BAVC) arbeite erstmals eine ganze Branche daran, Nachhaltigkeit als Leitbild zu verankern, teilten die Gründer bei einer Pressekonferenz in Frankfurt mit. Nachhaltigkeit werde als Verpflichtung gegenüber den jetzigen und künftigen Generationen verstanden – und als Zukunftsstrategie, in der wirtschaftlicher Erfolg mit sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verantwortung verknüpft sei. Darauf hingewisen hat jetzt erneut Susanne Bergius in ihrem Handelsblatt-Newsletter Nachhaltige Investments. weiterlesen…

Mängel bei Nachhaltigkeits-Strategien der Bundesländer

Bertelsmann-Stiftung und Wuppertal-Institut: Verbesserungspotenzial

Flächendeckende Nachhaltigkeits-Strategien auf Länderebene fehlen bis heute – nur die Hälfte der Bundesländer ist dieser Aufgabe bisher gerecht geworden. Die verabschiedeten Strategien unterscheiden sich zudem sowohl im Hinblick auf das Themenspektrum als auch in Bezug auf ihre Bindungswirkung in den politischen und gesellschaftlichen Alltag hinein. Dem Umstand ging eine Studie des Wuppertal Instituts nach, die im Rahmen des Projektes „Nachhaltigkeitsstrategien erfolgreich entwickeln“ der Bertelsmann Stiftung entstanden ist und vom NRW-Umweltministerium gefördert wurde. Die „Untersuchung von Nachhaltigkeitsstrategien in Deutschland und auf EU-Ebene“ befasst sich anhand der Themenfelder „Nachhaltiges Wirtschaften“, „Nachhaltige Finanzpolitik“, „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, „Nachhaltige gesellschaftliche Teilhabe“ und „Jugendbeteiligung“ mit dem Stand der Strategieentwicklung in den einzelnen Bundesländern. Sie zeigt Best-Practice-Beispiele zu allen Themenfeldern auf, die auch in anderen Ländern einsetzbar wären. weiterlesen…

Wissenschaft für Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg

Mit fünf Millionen Rolle der Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung stärken

Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg hat im April 2012 eine Expertengruppe einberufen, die Anregungen für die Stärkung von Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und im Transfer von Hochschulen erarbeitete. Sprecher des siebenköpfigen Gremiums war Professor Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Vor kurzem hat die Kommission ihre Empfehlungen vorgelegt. Sie sollen in einem breiten Dialog mit allen Beteiligten diskutiert werden. Im Herbst 2013 ist dazu eine öffentliche Veranstaltung geplant. weiterlesen…

Wegweiser zum Klimawissen

Neues Web-Portal von Helmholtz „Klimanavigator“

Die Helmholtz-Gemeinschaft (das Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH, HZG – ausführende Stelle Climate Service Center, CSC) hat ein neues Portal ins Netz gestellt: den Klimanavigator. Ziel des Klimanavigators ist es nach eigenen Angaben, „einen Überblick über die klimarelevante Forschung sowie über Klimawandel und Klimaanpassungsinitiativen zu vermitteln“. Die Webplattform richte sich in erster Linie an Nutzer aus Politik und Wirtschaft, die mit Fragen des Klimawandels konfrontiert seien. Auch Medien, Bildungseinrichtungen und interessierte Laien könnten „profitieren“. weiterlesen…

Energie für den Wandel

Lesehinweis auf neue Serie in der NRZ

Am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion werden Anleitungen dafür entwickelt, wie künftig Energie gespeichert werden kann – für Professor Robert Schlögl, Gründungsdirektor des Institutes, eine wichtige „Mission“. Hier forschen Wissenschaftler daran, wie wir in Zukunft Energie gewinnen. Die NRZ öffnet die Türen zum Institut. weiterlesen…

Rösler legt Energieforschungsbericht vor

Ausgaben von 399 auf 708 Mio. Euro (um 77 Prozent) gestiegen

In der Sitzung des Bundeskabinetts am 31.07.2013 hat Bundeswirtschafminister Rösler, den ersten Bundesbericht Energieforschung vorgelegt. Mit dem Bericht informiert die Bundesregierung die Öffentlichkeit über die Förderpolitik und die Entwicklungen bei der Förderung neuer Energietechnologien. Danach sind im Berichtszeitraum (2006 bis 2012) die Ausgaben für die Forschung und Entwicklung moderner Energietechnologien um 77 Prozent gestiegen, von 399 Millionen Euro auf 708 Millionen Euro. weiterlesen…