Haben LNG-Terminals eine klimaneutrale Zukunft?

Studie: Spätere Umrüstung von LNG-Terminals zum Import von Flüssigwasserstoff oder Ammoniak mit großen Unsicherheiten behaftet

Der Bau neuer LNG-Terminals verfolgt das Ziel, die Energieabhängigkeit von russischem Erdgas zu verringern. Die damit einhergehende fossile Infrastruktur könnte allerdings den Übergang des Energiesystems zu erneuerbaren Energieträgern und damit die Energiewende behindern. Daher ist die Frage der Umrüstbarkeit dieser LNG-Terminals für eine spätere Nutzung mit erneuerbaren Energieträgern wie flüssigem Wasserstoff oder Ammoniak von besonderer Bedeutung. Eine Studie des Fraunhofer ISI im Auftrag der European Climate Foundation (ECF) befasst sich hiermit und kommt zu dem Ergebnis, dass eine spätere Umrüstung von LNG-Terminals zum Import von Flüssigwasserstoff oder Ammoniak mit großen Unsicherheiten behaftet ist. weiterlesen…

Batterien ohne kritische Rohstoffe

Berliner Forschungsgruppe „operando battery analysis“ entwickelt eine neue Zellchemie

Die Nachfrage nach wiederaufladbaren Batterien wächst schnell, aber die benötigten Rohstoffe sind begrenzt. Eine Alternative könnten zum Beispiel Natrium-Ionen-Batterien sein. Eine gemeinsame Forschergruppe des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie (HZB) und Humboldt-Universität zu Berlin hat einer HZB-Meldung vom zufolge dafür neue Kombinationen von Elektrolytlösungen und Elektrodenmaterialien untersucht. weiterlesen…

Buch: Geschäftsmodelle für die Kreislaufwirtschaft

Eine europäische Perspektive mit Literatur- und Themenanalyse

Das gestiegene Umweltbewusstsein und die zunehmende Ressourcenknappheit haben zur Einführung neuer Umweltstandards geführt und Unternehmen, Regionen und sogar Länder dazu veranlasst, neue Geschäftsmodelle und industrielle Umstellungskonzepte zu übernehmen. Trotz des zunehmenden Interesses an Geschäftsmodellen und deren Innovation fehlt es jedoch noch immer an der Integration von Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit, und die Forschung in diesen Bereichen ist bis heute noch begrenzt. Dieses im Verlag Springer International Publishing erschienene, von Viktor Prokop, Jan Stejskal, Jens Horbach und Wolfgang Gerstlberger herausgegebene Buch bietet den Lesern ein genaueres Bild der Geschäftsmodelle und ihrer Innovation für die Kreislaufwirtschaft in Europa. weiterlesen…

Plastikverschmutzung hat künftig ihren Preis

Bundeskabinett beschließt Gesetz zum Aufbau eines Einwegkunststofffonds

Die Bundesregierung hat am 02.11.2022 beschlossen, dass sich Hersteller von Produkten aus Einwegplastik künftig an den Kosten der Abfallbeseitigung in Parks und Straßen beteiligen müssen. Laut Gesetz zahlen die Hersteller eine jährliche Abgabe in einen zentralen Fonds ein, der vom Umweltbundesamt verwaltet wird. Die Höhe der Abgabe bemisst sich – laut Pressemeldung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) – an der Art und Menge jener Produkte, die sie zuvor auf den Markt gebracht haben. weiterlesen…

Deutschland unterstützt Tiefseebergbau nicht mehr

Grund: Schutz der Meere

In Jamaika laufen derzeit Verhandlungen im Rahmen des Rates der Internationalen Meeresbodenbehörde. Dort hat die Bundesregierung erstmals eine „precautionary pause“, eine vorsorgliche Pause beim Tiefseebergbau gefordert. Dabei erklärte die Bundesregierung laut einer Medienmitteilung aus dem BMWK, dass sie bis auf Weiteres keine Anträge auf kommerziellen Abbau von Rohstoffen in der Tiefsee unterstützt. Das vorhandene Wissen und der Stand der Forschung reichen nicht aus, um ernsthafte Umweltschäden durch Tiefseebergbau auszuschließen. weiterlesen…

Nachhaltige Kreisläufe dank Elektrochemie

Carl-Zeiss-Stiftung unterstützt Forschungsprojekt „Halocycles“: Halogen-Kreislaufwirtschaft als wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Stromnetze und zur Defossilierung der Gesellschaft

Die Rückgewinnung von wertvollen Rohstoffen, eine Vermeidung von klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen und eine Stabilisierung der Stromnetze – das sind laut einer Medienmitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) vom 28.10.2022 die drei entscheidenden Pluspunkte eines neuen Forschungsprojekts an der JGU und der TU Kaiserslautern. Mit ihrem zukunftsweisenden Konzept konnten sich die beiden Forschungspartner die Unterstützung der Carl-Zeiss-Stiftung (CZS) sichern. Sie wird in ihrem Programm „CZS Durchbrüche“ das Vorhaben in den kommenden sechs Jahren mit rund vier Millionen Euro unterstützen. Das Projekt „Halocycles“ wird Halogene wie etwa Brom, Chlor und Fluor aus Abfallstoffen elektrochemisch zurückgewinnen. weiterlesen…

JGU: Datenspeicher auf Basis von Chiralität

Schneller, kleiner, effizienter

Forscher der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität (JGU) verfolgen laut einer Medienmitteilung vom 28.10.2022 einen völlig neuen, unkonventionellen Ansatz, um die Verarbeitung und insbesondere die Speicherung von Daten zu verbessern. Bereits bei der ersten Ausschreibung des neuen Programms Wildcard: Programm zur Förderung unkonventioneller Ideen der Carl-Zeiss-Stiftung waren sie zusammen mit ihren Partnern von der Hebrew University of Jerusalem erfolgreich – mit einem innovativen Ansatz zur Verbesserung elektronischer Geräte. (Grafik: Zwei chirale Moleküle auf chiralen Spinstrukturen in einer magnetischen Dünnschicht – © Angela Wittmann, JGU) weiterlesen…

MCC schreibt mit an bedeutender wissenschaftlicher Bewertung von Klima und Gesundheit

Mit künstlicher Intelligenz Publikationslandschaft kartieren

Die Erderhitzung bedroht zunehmend und konkret messbar die Gesundheit und das Überleben der Menschen – das dokumentiert der „Lancet Countdown zu Gesundheit und Klimawandel 2022“ (siehe: solarify.eu/lancet-countdown-2022-warnt-eindringlich) für die ganze Welt und für Schlüsselregionen am 28.10.2022. Beteiligt an dieser bedeutenden jährlichen wissenschaftlichen Bewertung sind erstmals auch Max Callaghan und Jan Minx vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Sie nutzen dabei künstliche Intelligenz, um für die neue Ausgabe des „Lancet Countdown“ die wissenschaftliche Publikationslandschaft zu kartieren. weiterlesen…

Kurzfristige Maßnahmen zur Lösung der europäischen Energiekrise

von Gerard Reid*)

Die akuten Energiepreise in Europa bergen enorme Risiken, die das gesamte soziale, wirtschaftliche und politische Gefüge in Europa destabilisieren könnten. Wir alle, vor allem aber die Regierungen, müssen schnell mit mutigen und wirksamen Sofortmaßnahmen eingreifen, um den extremen Preisanstieg und seine Ursache, ein grundlegendes Angebot-Nachfrage-Problem, das größtenteils durch den derzeitigen Energie- und Wirtschaftskrieg mit Russland verursacht wird, zu bekämpfen. (energycentral.com) weiterlesen…

Alte Batterien als innovativer Second-Life-Stromspeicher

Landkreis Schwäbisch Hall eine von acht Modellkommunen im BMWK-geförderten Projekt Fluxlicon

Dem Klimaschutzkonzept des Landkreises Schwäbisch Hall von 2016 entsprechend sollen alle CO2-Emissionen bis 2050 um 80 Prozent reduziert werden. Für diesen Zweck soll gegenüber dem Jahr 2014 etwa der Anteil der Erneuerbaren im Stromsektor auf 200 Prozent und im Wärmesektor auf 80 Prozent erhöht werden. Neuerlichen Antrieb habe die Energiewende im Landkreis mit der vollständigen Überarbeitung des Angebots des energieZENTRUMs in den letzten zwei Jahren erhalten. (Foto: Schwäbisch Hall von oben © LK Schwäbisch Hall – mit frdl. Genehmigung) weiterlesen…