Ein „heiliger Gral“ der physikalischen Chemie gelöst

Iaraelischer Wissenschaftler löst nach 17 Jahren Forschung Grotthuss-Mechanismus

Prof. Ehud Pines von der Ben-Gurion-Universität des Negev ist Bilderstürmer, so eine Medienmitteilung vom 29.10.2022. Wie sonst könnte man einen Wissenschaftler nennen, der 17 Jahre lang hartnäckig nach der Lösung eines mehr als 200 Jahre alten Chemieproblems suchte, das seiner Meinung nach nie zufriedenstellend beantwortet wurde, und dabei Methoden anwandte, von denen kein anderer Wissenschaftler glaubte, sie könnten zur Wahrheit führen? Jetzt hat er Recht bekommen, denn Angewandte Chemie hat einen Artikel veröffentlicht, in dem beschrieben wird, wie sein Experiment von einer anderen Forschergruppe nachgestellt wurde, während es geröntgt wurde, um die Lösung zu finden, für die Prof. Pines die ganze Zeit plädiert hat. weiterlesen…

über den Umgang mit sozialen Medien in der Krisenbewältigung

Wissenschaftler veröffentlichen Untersuchung der Flutkatastrophe 2021

Im Katastrophenfall sind Social-Media-Plattformen Fluch und Segen zugleich. Hier überschlagen sich Meldungen und Posts über das Ereignis – manche sind wertvoll, andere falsch. Diese Vielzahl an Informationen für Krisenstäbe und Einsatzleitungen auszuwerten und die hilfreichsten zur Verfügung zu stellen, ist Aufgabe sogenannter Virtual Operations Support Teams, kurz VOST. Welche Rolle diese Teams bei der Flutkatastrophe 2021 in Wuppertal übernommen haben, haben Wissenschaftler der Bergischen Universität nun in einer Untersuchung ausgewertet. weiterlesen…

Arktischer Ozean künftig auch im Sommer versauert?

AWI-Untersuchung befürchtet, der Klimawandel könnte jahreszeitliche Versauerung des Arktischen Ozeans verschieben und intensivieren

Die Meere unseres Planeten haben in den vergangenen 200 Jahren mehr als ein Viertel des vom Menschen verursachten Kohlendioxids aus der Atmosphäre aufgenommen. Das hat dazu geführt, dass sie seit Beginn der industriellen Revolution um fast 30 Prozent saurer geworden sind. Der pH-Wert des Wassers ist dabei allerdings nicht immer gleich, er schwankt abhängig von Jahreszeit und Region. Die niedrigsten Werte treten natürlicherweise im Winter auf. Das könnte sich aber ändern, denn mit dem Klimawandel kann sich dieser Wert in den Sommer verlagern, wie ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Alfred-Wegener-Instituts nun zeigen konnte. Mit weitreichenden Folgen für das Leben im Ozean, wie sie in Nature schreiben. weiterlesen…

Aus altem Polyurethan neues herstellen

…und den Materialkreislauf von PUR-Hartschäumen schließen

Wie lassen sich Polyurethan-(PUR)-Dämmstoffe aus Alt-Kühlschränken künftig in industriellem Maßstab in den Stoffkreislauf zurückführen, statt sie (nur) „energetisch zu verwerten“, also zu verbrennen? Das Recycling dieser Post-Consumer-Abfälle ist Gegenstand einer Kooperation von KraussMaffei, RAMPF, REMONDIS und BASF. weiterlesen…

Verschiebung der Klimazonen: In der Sahel-Zone könnte es bis 2040 50 % mehr regnen

Durch Veränderung der Monsunzirkulation

Der Klimawandel könnte eine der trockensten Regionen Afrikas in eine sehr feuchte Region verwandeln, indem er die Monsunzirkulation verstärkt. Neue Computersimulationen aus dem PIK-Potsdam vom 15.09.2022 zeigen, dass die saisonalen Niederschläge in der Sahelzone bei der derzeitigen globalen Erwärmung in Zukunft deutlich zunehmen werden. Ein starker Anstieg der durchschnittlichen Niederschlagsmenge könnte bereits im Jahr 2040 einsetzen. Diese Entwicklung sei unausweichlich, egal wie sich die Treibhausgasemissionen entwickeln würden. Das Überschreiten dieses neuen Kipppunkts ist zwar potenziell vorteilhaft, birgt aber auch erhebliche Unwägbarkeiten: Die Veränderung könnte so groß sein, dass die Anpassung daran für die unruhige Region eine erhebliche Herausforderung darstellen wird. (Foto: Trockenheit in Burkina Faso – © YODA Adaman auf Unsplash) weiterlesen…

Machine Learning verbessert Klimamodelle

Realistischere Klimasimulationen dank Künstlicher Intelligenz

KKlimamodelle sagen vorher, wie sich das Erdklima über Jahrzehnte bis Jahrhunderte hinweg verändern könnte. Doch die akkurate Modellierung extremer Niederschlagsereignisse bleibt für Klimamodelle eine große Herausforderung. Um das zu ändern, haben Forschende der Technischen Universität München zur Verbesserung der Klimamodellierung nun auf Methoden des Machine Learnings gesetzt, die sonst auch bei der Erstellung von Bildern zum Einsatz kommen können – so eine Medienmitteilung der TU München vom 04.10.2022. weiterlesen…

Wie das Langzeitgedächtnis auf Treibhausgasemissionen reagiert

Klimakrise untersucht

Die globale Erwärmung beeinflusst das Erdsystem stark – die Klimakrise ist sowohl für die Klimawissenschaft als auch für die Öffentlichkeit von größter Bedeutung. Trotz der jüngsten Fortschritte prognostizieren die Erdsystemmodelle immer noch eine große Bandbreite möglicher Erwärmungsgrade. Daher verwenden die Forscher Naiming Yuan, Christian L. E. Franzke, Feilin Xiong, Zuntao Fu und Wenjie Dong aus China und Korea ein verallgemeinertes stochastisches Klimamodell, um einen Reaktionsoperator abzuleiten, der die globale mittlere Oberflächentemperatur bei bestimmten Antriebsszenarien berechnet, um die Auswirkungen vergangener Emissionen auf die aktuelle Erwärmung zu quantifizieren. Dieser Ansatz ermöglicht es ihnen, systematisch zwischen den „direkten“ und den „indirekten“ Trends zu unterscheiden, die durch das Gedächtnis induziert werden. Ihr Artikel „Der Einfluss des Langzeitgedächtnisses auf die Reaktion des Klimas auf Treibhausgasemissionen“ wurde im Portal npj – climate and atmospheric science veröffentlicht. (Bild: „Warming Stripes“ – Klima-Strichcode – Durchschnittstemperaturen in Deutschland von 1881 bis 2017 von 6.6°C (Dunkelblau) bis 10.3°C (Dunkelrot) – © Climate Lab Book) weiterlesen…

RWE steigt acht Jahre früher aus der Kohle aus

Eckpunktevereinbarung: Meilenstein für den Klimaschutz, Stärkung der Versorgungssicherheit und Klarheit für die Menschen in der Region

Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat sich laut einer Medienmitteilung vom 04.10.2022 mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der RWE AG auf Eckpunkte für das Vorziehen des Kohleausstiegs um acht Jahre auf 2030 verständigt. Die mindestens eingesparten 280 Millionen Tonnen CO2 sind ein Meilenstein für den Klimaschutz in Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Ministerin Neubaur: „Mit den vereinbarten Eckpunkten zum Kohleausstieg 2030 setzen wir einen Meilenstein unseres Koalitionsvertrages in puncto Klimaschutz verantwortungsvoll um.“ weiterlesen…

Mit der industriellen Wärmewende Erdgas einsparen und das Klima schützen

Zur Unterstützung von Wärmewende in der Industrie muss Politik zügig regulatorische Hemmnisse beseitigen

Rund 90 Terawattstunden Erdgas könnten bis 2030 eingespart werden, wenn die Industrie ihre Prozesswärme bis 500 Grad Celsius künftig elektrisch erzeugte. Das geht aus einer Studie des Think Tanks Agora Industrie hervor. Mittels Wärmepumpen und Elektrodenkesseln könne der Sektor in den kommenden acht Jahren bis zu drei Viertel der durch den europäischen RePowerEU-Plan vorgegebenen Erdgaseinsparungen erzielen und so einen wichtigen Schritt zur Energiesicherheit leisten, heißt es in einer Medienmitteilung vom 30.09.2022. weiterlesen…

Wundergestein bindet massenhaft Kohlendioxid

CO2-Verringerung: Welchen Beitrag können Olivine leisten?


Durch den Einsatz von zerkleinertem Olivin in 0,1 % bis 0,25 % der globalen Schelfmeere könnten 1 Milliarde Tonnen CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden. Das Coastal Carbon Capture-Projekt könnte den Säuregehalt der Ozeane verringern und die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels schützen. In größerem Maßstab könnten die Kosten für die Beseitigung von Kohlendioxid bei 35 Dollar pro Tonne liegen. Olivin, ein grüner Sand, kann Kohlendioxid binden. Ähnliches wird laut Wirtschaftswoche soeben in Puerto Rico untersucht. (Foto: Grüner Olivinsand auf Hawaii – © Brocken Inaglory – Eig. Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…