Molekulare Maschine bei der Arbeit

Treibhausgas N2O abbauendes Enzym entschlüsselt

Das Treibhausgas Distickstoffmonoxid (N2O) entsteht als Nebenprodukt industrieller Prozesse und durch Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft. Es trägt zunehmend zum Klimawandel und zum Abbau der Ozonschicht bei, verbleibt zudem lange in der Atmosphäre, weil es chmisch unreaktiv ist. In der Natur ist bislang nur ein einziges Enzym bekannt, das dieses Gas in harmlosen Stickstoff und Wasser umwandeln kann: die N2O-Reduktase. Diese ist jedoch ein kupferhaltiges Metallenzym und als solches empfindlich gegenüber dem Sauerstoff in der Atemluft. Christoph Müller und Lin Zhang aus der Arbeitsgruppe von Prof. Oliver Einsle am Institut für Biochemie der Universität Freiburg haben nun zusammen mit Prof. Juan Du und Prof. Wei Lü vom Van Andel Research Institute in Grand Rapids/USA einen wesentlichen Fortschritt im Verständnis dieses Enzyms erzielt. (Grafik: Drei Zustände des Reifungsapparats der N2O-Reduktase – © AG Einsle) weiterlesen…

Heute ist Erdüberlastungstag: Ressourcen für 2022 verbraucht

Drei Erden wären nötig

Es ist ein alter Hut, verschlimmert sich aber ständig: „Wir Menschen leben nicht nachhaltig,“ so das Umweltbundesamt (und viele NGO) in einer Medienmitteilung vom 26.07.2022. Der Earth Overshoot Day am 28.07.2022 markiert das Datum, an dem die Menschheit alle biologischen Ressourcen verbraucht hat, die die Erde im Laufe eines Jahres regeneriert, so Berechnungen des Global Footprint Network. Es muss mehr für Klima- und Ressourcenschutz getan werden. Hierzu können neben der Politik auch Verbrauchern beitragen. (Grafik: Earth Overshoot Days 2022 – Grafik © footprintnetwork) weiterlesen…

BaWü-Verkehrsministerium fördert Weiterentwicklung der CO2-Abscheidung

Negative Emissionen mit „Direct Air Capture Technologien aus Baden-Württemberg“

Der hohe CO2-Ausstoß ist eine der Hauptursachen für Klimawandel und Erderwärmung. Das Direct Air Capture-Verfahren (DAC) soll die Produktion klimaschonender Kraftstoffe ermöglichen. Auch für die heimische Industrie sieht die Landesregierung Chancen und fördert ein Forschungsprojekt zur Filterung von CO2 aus der Luft. Verkehrsminister Winfried Hermann: „Für die Produktion von strombasiertem Kerosin als klimaschonendem Treibstoff werden große Mengen CO2 benötigt. Daher müssen gängige Direct-Air-Capture-Technologien zur Gewinnung von CO2 aus der Luft weiterentwickelt und effizienter werden, sowohl im Hinblick auf die Filtermengen als auch auf den Energieeinsatz.“ (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Eisenbahnwaggon sammelt CO2 ein

Billiger als DAC – auch effektiver?

Die direkte Abscheidung von Kohlendioxid aus der Umwelt wird zunehmend zu einer dringenden Notwendigkeit, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern. Der hohe Energiebedarf erfordert jedoch kreative Umsetzungsstrategien, um die Abzweigung der bereits knappen konventionellen Ressourcen für diesen Zweck zu minimieren. Um diese Probleme zu lindern, müssen kreative Umsetzungsstrategien entwickelt werden, um die Hürde für die wirtschaftliche Anwendbarkeit von DAC-Systemen zu senken, damit sie auf breiter Basis eingesetzt werden können. Forscher aus Sheffield und Toronto glauben, die Antwort zu haben. (Bild: DAC-Waggon zur CO2-Abscheidung – © CO2Rail-Car Company) weiterlesen…

Bakterien können Plastikmüll aus Seen entfernen

Natürliche Reinigung: Untersuchung norwegischer Seen

Wissenschaftler der Universität Cambridge haben laut einer Medienmitteilung vom 26.07.2022 29 europäische Seen untersucht und festgestellt, dass einige natürlich vorkommende Seebakterien auf Plastiktüten schneller und effizienter wachsen als auf natürlichem Material wie Blättern und Zweigen. Die Bakterien bauen die Kohlenstoffverbindungen im Plastik ab und nutzen sie als Nahrung für ihr Wachstum. Den Wissenschaftlern zufolge könnte die Anreicherung von Gewässern mit bestimmten Bakterienarten ein natürlicher Weg sein, die Umwelt von Plastikverschmutzung zu befreien. weiterlesen…

KFZ-Umweltbonus wird konsequent auf Klimaschutz ausgerichtet

Habeck: „Ab Januar 2023“- Kritik aus der Autoindustrie

Die Bundesregierung richtet laut einer Medienmitteilung vom 26.07.2022 die Förderung von Elektrofahrzeugen neu aus. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, soll sich die Förderungen für elektrische Fahrzeuge ab 01.01.2023 nur noch auf Kraftfahrzeuge konzentrieren, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben, also auf auf batterie- und brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge. Die Reduzierung der E-Auto-Förderung wird von der Autoindustrie scharf kritisiert. Aus der Politik und von Umweltverbänden kommen hingegen Forderungen nach weitergehenden Maßnahmen. weiterlesen…

DIW: Ampel-Monitor – Energiewende zu langsam

Energie-Ziele der Ampel-Koalition – wo wir heute stehen

Mit einem dynamischen Online-Monitor zeigt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin) von nun an, wie es um den Ausbau Erneuerbarer Energien steht. Die Daten zeigen: Die Energiewende wird zu langsam umgesetzt, um die Ziele für 2030 zu erreichen. Die Bundesregierung hat sich eine Reihe konkreter Ziele gesetzt, aber viele davon beziehen sich auf das Jahr 2030, in manchen Bereichen sind sie auch längerfristig bis zum Jahr 2045 formuliert. (Grafik: Geschwindigkeit der Energiewende in den vergangenen 12 Monaten – © DIW-Wochenbericht 27/2022) weiterlesen…

Dii-Energiewende-Modellrechnung: Schneller ist billiger

Verzögerungen belasten nicht nur Umwelt sondern auch Geldbeutel

Ein schnellerer Umstieg auf regenerative Energien entlastet nicht nur die Umwelt und macht unabhängiger, er ist unter dem Strich auch deutlich billiger als ein langsamer Wandel. Das ist das Ergebnis einer publizierten Modellrechnung, welche die niederländischen Experten Frank Wouters und Ad van Wijk, Beiratsmitglieder von Dii Desert Energy (ehemals Desertec Industrial initiative), am 26.07.22 vorgelegt haben. weiterlesen…

Langer Weg zur ETS-Reform in der EU

Mammutaufgabe, Emissionshandelssystem zu überarbeiten

Inmitten einer Energiekrise, russischer Gaskürzungen und einer Verschärfung des Klimawandels stehen die EU-Verhandlungsführer vor der Mammutaufgabe, Europas wichtigstes Instrument zur Emissionsminderung, das Emissionshandelssystem (ETS), zu überarbeiten – schreibt Kira Taylor auf pv magazine. weiterlesen…

Industrie senkt Gasverbrauch deutlich stärker als Privathaushalte

Hertie-School-Studie zu Energiekrise in Deutschland

Deutschland erlebt die wahrscheinlich schwerste Energiekrise seit dem Ölpreisschock von 1973. Angesichts ausgeschöpfter Möglichkeiten das Gasangebot kurzfristig zu erhöhen, muss Deutschland massiv Energie einsparen. Forscher des Centres for Sustainability der Hertie School haben in einem am 05.07.2022 publizierten Arbeitspapier („Gas demand in times of crisis“) untersucht, wie die bisherigen Sparmaßnahmen von Industrie und Privathaushalten ausgefallen sind. weiterlesen…