Effizienz der Kraftstoffherstellung im Labor um 18-faches verbessert

Natur-inspirierte Konzepte zur Umwandlung von CO2

Forscher der Universität Cambridge haben ein effizientes Konzept zur Umwandlung von Kohlendioxid in saubere, nachhaltige Kraftstoffe entwickelt, ohne dass dabei unerwünschte Nebenprodukte oder Abfälle entstehen. Die Wissenschaftler hatten bereits gezeigt, dass biologische Katalysatoren oder Enzyme Kraftstoffe auf saubere Weise aus erneuerbaren Energiequellen herstellen können, allerdings mit geringer Effizienz. Ihre jüngsten Forschungsarbeiten haben die Effizienz der Kraftstoffherstellung im Labor um das 18-fache verbessert und gezeigt, dass umweltschädliche Kohlenstoffemissionen effizient und ohne Energieverschwendung in grüne Kraftstoffe umgewandelt werden können. Die Ergebnisse werden in zwei verwandten Artikeln in Nature Chemistry und Proceedings of the National Academy of Sciences. veröffentlicht. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – m. frdl. Genehmigung © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Auf dem Weg zum klimaneutralen Straßenverkehr

Vergleich von Batterie-, Brennstoffzellen- und mit synthetischen Kraftstoffen betriebenen Autos

Würden 60 Prozent der konventionellen Benzin- und Diesel-betriebenen Personenwagen in der Schweiz bis 2050 auf „strombasierte“ Fahrzeuge umgestellt, also Batteriefahrzeuge, wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge und mit synthetischen Treibstoffen fahrende Fahrzeuge, könnten deren Treibhausgas-Emissionen (THG) von heute rund sechs Mio. t um jährlich zwei bis 4.5 Mio. t reduziert werden. Dabei sind die Rahmenbedingungen entscheidend, schreibt Christian Bach am 07.04.2022 auf der Internetseite der schweizerischen Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). weiterlesen…

Drei Terrawattstunden Energieeinsparung

Initiative ENPRO legt Ergebnisse vor

Durch den Übergang zu kontinuierlichen Prozessen, Modularisierung und Digitalisierung könnten in der deutschen Spezialchemie bis zu drei Terrawattstunden (3 TWh) Energie jährlich eingespart werden. Das geht aus dem jüngsten Bericht der Initiative ENPRO und Schätzungen von Mitgliedsunternehmen hervor. Demnach wären bei deutschlandweiter Umsetzung der Technologien, die in den einzelnen Projekten entwickelt wurden, Einsparungen von 1,3 TWh Strom und 1,7 TWh Wärme pro Jahr erreichbar. Das entspricht dem jährlichen Energiebedarf von fast 170.000 Haushalten und damit einer mittleren Großstadt. weiterlesen…

Neue Technologien helfen kaum bei Verbesserung der Ressourceneffizienz

Hohe Erwartungen, unklarer Nutzen: Industrie 4.0 und der Wandel zu nachhaltigem Wirtschaften

Die Digitalisierung kann dabei helfen, die Umweltwirkung von Unternehmen zu verbessern. Ein Selbstläufer ist das allerdings nicht, so das Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) am 08.04.2022. Unternehmensvertreter erwarten, dass die Digitalisierung zu einer besseren Umweltbilanz ihres Unternehmens beiträgt. Ihre konkreten Erfahrungen zeichnen jedoch ein weniger positives Bild: Bislang helfen die neuen Technologien kaum bei der Verbesserung der Ressourceneffizienz. Um das Potenzial der Industrie 4.0 zu nutzen, braucht es laut den IASS-Forschenden auch politische Unterstützung. weiterlesen…

Was der Ukraine-Krieg für Energie, Klima und Lebensmittel bedeutet

Der Überfall Russlands hat kurzfristig einen Preisanstieg verursacht, könnte aber langfristig zu einer nachhaltigen Entwicklung führen

Am 22.02.2022 zog Deutschland endgültig die ausstehende endgültige Zertifizierung für die neue Gaspipeline aus Russland zurück: Bundeskanzler Scholz hat entschieden, das Zertifizierungsverfahren zur Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zu stoppen. Damit wurde die Inbetriebnahme vorerst unterbunden. Am 01.03.2022 wurde verlautbart, dass die Nord Stream 2 AG infolge der Sanktionen gegen Russland Insolvenz anmelden müsse. Deutschland will nun Gas unter anderem aus Katar und den Vereinigten Staaten importieren. weiterlesen…

Leseempfehlung: So wird die globale Energiekrise enden

Düstere Aussichten

Da Preissteigerungen programmiert sind und einige Länder Benzin rationieren müssen, werden die Dinge noch viel schlimmer, bevor sie besser werden, schreibt auf WIRED. In den USA sei das Tanken im vergangenen Jahr um 46 Prozent teurer geworden – obwohl die Menschen außerhalb des Landes nur davon träumen könnten, nur 4,25 Dollar für eine Gallone Benzin (= 1,03 €/l) zu zahlen. weiterlesen…

Wie sieht die Energieversorgung von morgen aus?

Einschätzung von Manfred Fischedick zu Energieversorgungsrisiken, Energiepreiskrise und Klimaschutz-Herausforderung

In den letzten zwei Jahren hat sich die Welt verändert und vermehrt beherrschen Krisen das Bild. Jahrzehntelange Gewissheiten gelten nicht mehr, Risiken und Unsicherheiten nehmen zu, die Herausforderungen werden immer komplexer und erfordern gleichzeitig immer schnelleres und konsequenteres Handeln. weiterlesen…

Dezentral und flexibel Stromnetze entlasten und eine Milliarde Euro sparen

Stromerzeugungskosten reduzieren

Neue Anlagen bauen und das Stromnetz flexibilisieren: das sind die zwei Entwicklungen, die den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben – so eine Medienmitteilung des Öko-Instituts vom 07.04.2022. Szenarienberechnungen zeigten demnach, dass dezentrale, flexible technische Erzeuger und Verbraucher erneuerbarer Energien – vor allem Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge – die jährlichen Kosten der Stromerzeugung bis eine Milliarde Euro senken können. Im Jahr 2020 lag das technische Flexibilitätspotenzial dezentraler Erzeuger und Verbraucher noch bei rund zehn Terawattstunden (TWh). Das waren knapp zwei Prozent des Stromverbrauchs (558 TWh). Bis zum Jahr 2050 kann sich die flexibilisierbare Strommenge auf rund 220 TWh verzwanzigfachen. weiterlesen…

BAM baut europaweit neuartige Testplattform auf

Für sicheren Betrieb von Wasserstoff- Pipelines

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) errichtet einer Medienmitteilung vom 07.04.2022 zufolge für 3,8 Millionen Euro eine Testplattform für den sicheren Betrieb von Wasserstoff- und Wasserstoff-Erdgas-Pipelines. Die Anlage soll Industrie und Gasnetzbetreibern die Möglichkeit bieten, technische Fragestellungen schnell und praxisnah zu lösen, und insgesamt den Markthochlauf von Wasserstoff in Deutschland deutlich beschleunigen. Erste Teile der aus verschiedenen Modulen bestehenden Testplattform, die ein in Europa bisher einzigartiges Spektrum an Prüfmöglichkeiten umfasst, sollen Anfang 2023 in Betrieb gehen. weiterlesen…

Holz ernten ist Klimaschutz – Widerspruch gegen EU-Naturschutzschutzziele

Auch außerhalb des Waldes kann Kohlenstoff langfristig in Holz gespeichert bleiben

Wie trägt der Wald am effektivsten zum Klimaschutz bei? fragt Stephanie Janssen am 07.04.2022 auf der Internetseite der Universität Hamburg: Die Forstwissenschaftler Leam Martes und Professor Michael Köhl vom Exzellenzcluster für Klimaforschung CLICCS der Universität Hamburg belegen, dass mehr Kohlenstoff gespeichert wird, wenn umfassend Holzprodukte produziert werden – und verstärkt Stoffe ersetzen, die bei der Herstellung viel CO2 erzeugen. Dies stehe im Widerspruch zu Naturschutzzielen der Europäischen Union, schreibt Stephanie Janssen am 07.04.2022 auf der Internetseite der Universität Hamburg. weiterlesen…