Bei der Corona-Krise an morgen denken

Klimaschutzbemühungen nicht aufschieben! – Wirtschaftsexperten fordern verstärkte Investitionen in Strukturwandel

„Das Falsche lassen“ und zugleich „das Richtige tun und an morgen denken“ – Wirtschaftsexperten vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) haben im Auftrag von Greenpeace Handlungsrahmen für verschiedene Bereiche erstellt, die in der aktuellen Corona-Krise kurz- wie langfristig Nutzen für Wirtschaft und Klimaschutz bringen. Dabei warnen sie davor, drängende Aufgaben im Angesicht des Klimawandels zurückzustellen, wie Manuel Först am 24.03.2020 für energiezukunft berichtet. weiterlesen…

Netzagentur setzt Strafzahlungen aus

…und ändert Ausschreibungsprozedere

Wegen der Corona-Pandemie ändert die Bundesnetzagentur die Modalitäten der laufenden Ausschreibungen für Photovoltaik-, Windkraft-, Biomasse und KWK-Anlagen. Die Ausschreibungen sollen durchgeführt und die Bieter informiert werden, aber keine öffentliche Bekanntmachung der Zuschläge erfolgen. Auch soll ein Verfallen bereits gewährter Zuschläge infolge der Corona-Pandemie vermieden werden, schrieb Sandra Enkhardt am 21.03.2020 in pv magazine. weiterlesen…

Strompreise müssten sinken, nicht steigen

Stromanbieter geben Preisverfall der Strombörse nicht an Verbraucher weiter

Obwohl sich der Börsenstrompreis gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2018 und 2019 etwa halbiert hat und derzeit bei unter zwei Cent pro Kilowattstunde liegt, müssen die Verbraucher dennoch höhere Preise bezahlen. Erst am 03.03.20 hatte das Internetportal Verivox berichtet, dass die Stromrechnung aller privaten Haushalte in Deutschland zusammengenommen von 36 Milliarden Euro in 2018 auf 39 Milliarden Euro in 2020 steigen soll. Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), kommentierte am 24.03.2020 die steigenden Strompreise für Verbraucher: weiterlesen…

Der Effizienz organischer Solarzellen auf der Spur

Molekülschwingungen reduzieren maximal erreichbare Photospannung

Wissenschaftler der TU Dresden und der Hasselt University in Belgien haben sich mit den physikalischen Ursachen beschäftigt, die den Wirkungsgrad neuartiger Solarzellen auf der Basis organischer molekularer Materialien einschränken. Aktuell ist u.a. die Spannung solcher Zellen noch zu gering – ein Grund für ihre noch relativ niedrigen Effizienzen. In ihrer in Nature Communications veröffentlichten Studie, bei der sie u.a. die Schwingung von Molekülen in den dünnen Filmen betrachteten, konnten die Wissenschaftler zeigen, dass ganz fundamentale Quanteneffekte, sogenannte Nullpunktsschwingungen, einen wesentlichen Beitrag zu Spannungsverlusten leisten können. (Illustration der Erzeugung von Elektron-Loch Paaren (sog. Exzitonen), der Vorstufe von freien Ladungsträgern in der aktiven Schicht einer organischen Solarzelle. Freie Ladungsträger erzeugen anschließend eine elektrische Spannung an den Kontakten in der Zelle. Der untere Bildausschnitt zeigt ein mikroskopisches Modell der organischen Dünnfilms. – Foto – © M. Panhans) weiterlesen…

Neues Label erleichtert dezentrale Energieversorgung

Naturstrom stellt Tarife für lokale Partner auf Regionalnachweise um

Saubere Energie dort zu produzieren, wo sie verbraucht wird: Das ist der Kerngedanke des dezentralen Ausbaus erneuerbarer Energien. Dafür arbeitet u.a. der Öko-Energieversorger Naturstrom mit Bürgerenergiegesellschaften, Projektentwicklern und Kraftwerksbetreibern zusammen und bietet mit ihnen lokale Ökostromtarife aus ihren Anlagen an. Für diese setzt Naturstrom nun auf Regionalnachweise, um so die Sichtbarkeit der Partner und die Akzeptanz für Ökokraftwerke zu stärken. (Der Bürgerwindpark Ramsthal ist eines der Lieferantenkraftwerke für die Regionalstromprodukte – Foto © Naturstrom AG) weiterlesen…

Fusionsanlage Wendelstein 7-X in Greifswald wird aufgerüstet

Einbauvorbereitungen beendet – IPP Garching liefert wassergekühlte Gefäßverkleidung

Die nächste Runde des Ausbaus der Fusionsanlage Wendelstein 7-X im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald ist in vollem Gange – so eine Medienmitteilung aus dem Garchinger IPP am 16.03.2020. Eine wassergekühlte Innenverkleidung des Plasmagefäßes wird die Anlage tauglich machen für höhere Heizleistung und längere Plasmapulse. Die Fertigung des Herzstücks der neuen Verkleidung, des sogenannten Divertors, hatte der Garchinger Institutsteil des IPP übernommen. Die letzte Lieferung nach Greifswald steht kurz bevor. Hier sind die Vorbereitungen für den Einbau der Teile abgeschlossen. Die aufwändigen Montagearbeiten werden bis weit in das nächste Jahr dauern. Wendelstein 7-X, die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator, soll die Kraftwerkseignung dieses Bautyps untersuchen. (Grafik: In zehn geschwungenen Doppelstreifen folgen die Divertor-Platten dem verwundenen Plasma – © IPP) weiterlesen…

Algorithmen helfen beim Umweltmonitoring

Gemeinsam effektiver: Informatiker und Ökologen untersuchen Veränderungen in Ökosystemen

Klimawandel und veränderte Landnutzung haben unumkehrbare Auswirkungen auf die Biodiversität von Landökosystemen. Die Folgen dieser Bedrohungen für unsere Ökosysteme sind jedoch nur teilweise verstanden. Heute verfügen Forscher über eine Fülle neuer Datenquellen, mit der sie die grundlegenden Veränderungen unseres Planeten und deren Ursachen untersuchen. In den vergangenen vier Jahren haben Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen aus sieben europäischen Ländern zu diesem Themengebiet in dem von der Europäischen Union geförderten Projekt „BACI“ intensiv zusammengearbeitet. Nun wollen sie sich vom 27. bis 28.03.2019 zu einem abschließenden Gedankenaustausch am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena treffen. weiterlesen…

Globaler Kohleausstieg: Nutzen überwiegt Kosten

Nationale und globale Interessen nicht notwendigerweise Gegensätze

Mit mehr als einem Drittel der weltweiten Emissionen ist die Kohleverbrennung nicht nur die wichtigste Einzelquelle von CO2, sondern beeinträchtigt auch in erheblichem Maß die öffentliche Gesundheit und die biologische Vielfalt. Trotzdem ist der weltweite Ausstieg aus der Kohleverbrennung nach wie vor eines der dicksten politischen Bretter. Stichhaltige ökonomische Argumente, warum sich der Aufwand lohnt, liefern jetzt neue Computersimulationen eines internationalen Forscherteams, wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung am 23.03.2020 mitteilte. weiterlesen…

Carbon Tracker: Kohlekraftwerke ökonomisch sinnlos

Finanz-Think-Tank: Kohleinvestoren riskieren 600 Milliarden Dollar an Stranded Assets

Erneuerbaren Energien werden weltweit konkurrenzlos. Am 12.03.2020 berichtete der unabhängige Finanz-Think-Tank Carbon Tracker unter dem Titel „Wie man über eine halbe Billion Dollar verschwenden kann“ über die wirtschaftlichen Auswirkungen Erneuerbarer Energien auf Investitionen in Kohlekraftwerke. Denn: neue Wind- oder Sonnenenergie-Anlagen seien bereits billiger als 60% der in Betrieb befindlichen Kohlekraftwerke. weiterlesen…

„Umgekehrte Brennstoffzelle“ wandelt Abfallkohlenstoff in wertvolle Produkte um

Von Forschern der Universität Toronto entwickelt

Brennstoffzellen wandeln Chemikalien in Elektrizität um. Jetzt hat ein Team der Fakultät für angewandte Wissenschaften und Ingenieurwesen der Universität Toronto die Technologie von Brennstoffzellen so angepasst, dass sie das Gegenteil tut: Sie macht Elektrizität nutzbar, um aus Kohlendioxidabfällen wertvolle Chemikalien herzustellen. Die Forschung wurde vor kurzem in Science veröffentlicht (Medienmitteilung). (Foto: In dem verbesserten Elektrolyseur läuft die Reaktion in einer dünnen Schicht ab, die einen Katalysator auf Kupferbasis mit Nafion, einem ionenleitenden Polymer, kombiniert. Die einzigartige Anordnung dieser Materialien ermöglicht eine 10mal höhere Reaktionsgeschwindigkeit als bei früheren Designs – © Daria Perevezentsev) weiterlesen…