NZZ: „Deutsche ‚Energiewende‘ kein Modell für die Welt“

Schweizer Edelblatt verdammt E-Wende

Die Neue Zürcher Zeitung, sonst stets für ihre unabhängige Sicht der Dinge hochgelobt, hat in einem Meinungsartikel aus Anlass des Weltenergiekongresses in Korea die Energiewende hart kritisiert: Ihr Fazit sei „enttäuschend“. Die „Dominanz fossiler Energiestoffe“ bleibe auf Jahre hinaus „unangetastet“, auch wenn immer mehr Länder die erneuerbaren Energien förderten, „wie dies in Deutschland am konsequentesten betrieben“ werde. Die Klimaschutzziele seien „Makulatur“, es bleibe nur Anpassung an den Klimawandel – „was vielleicht gar nicht so schlimm ist“. Letztlich müssten es die Kräfte des Marktes richten. weiterlesen…

Vorschläge zur Energie-Zukunft

Energiewende 2.0: Vertreter von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und NGO unterbreiten Vorstellungen

Auf Initiative des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil und des Ministers für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Stefan Wenzel, haben sich in den vergangenen Monaten Vertreter der Energiebranche, der Netzbetreiber, der Wissenschaft und der Deutschen Umwelthilfe zu Gesprächen über die Zukunft der Energieversorgung getroffen. Der Runde ist es gelungen, erstmalig mit unterschiedlichsten Akteuren ein Eckpunktepapier mit konkreten Vorschlägen für die Zukunft der Energieversorgung zu erarbeiten. weiterlesen…

Nicholas Stern: „Emissionsrichtlinien für Autobauer verschärfen!“

Ein in die Diskussion passendes Zitat

Nicholas Stern, Professor für Wirtschaft an der renommierten London School of Economics, der 2006 in seinem berühmten Report über die Kosten des Klimawandels zusammengetragen hat, redete erst vor wenigen Monaten in einem Interview mit green.wiwo.de Autobauern und Politikern ins Gewissen. Der „wahrscheinlich einflussreichste Klimaökonom der vergangenen Jahre“ (green.wiwo) fordert seit Jahren eine große Klimaschutzoffensive, in deren Rahmen zuerst die Abgasrichtlinien für PKW verschärft werden müssten. „Seid selbstbewusster beim Klimaschutz!“ appelliert er an die Politik. Der Markt versage im Kampf gegen den Klimawandel, so Stern: Denn im Zentrum der Wirtschaftspolitik müsse „die Erkenntnis stehen, dass die Emission von Treibhausgasen ein Marktversagen“ bedeute. „Wer auch in Zukunft Märkte haben will, muss die Fehler korrigieren.“ Alles andere zerstöre sie. weiterlesen…

Armut und Klima hängen zusammen

Klimawandel wird weltweite Armut verschlimmern

Das britische Forschungsinstitut Overseas Development Institute (ODI – führender unabhängiger Thinktank Großbritanniens für internationale Entwicklung und humanitäre Fragen) hat eine aufsehenerregende Prognose veröffentlicht: Wenn nichts geschieht, so die Forscher Andrew Shepherd, Tom Mitchell, Kirsty Lewis, Amanda Lenhardt, Lindsey Jones, Lucy Scott und Robert Muir-Wood in ihrem Bericht „The geography of poverty, disasters and climate extremes in 2030„, wird der Klimawandel für immer mehr Menschen bittere Armut zur Folge haben. Bis 2030 würden zum Beispiel 325 Millionen Menschen in den am meisten gefährdeten Ländern Südasiens und Schwarzafrikas in extremer Armut leben. Mehr als 300 Millionen Menschen sind laut Nicholoas Stern („Der Global Deal“, S. 46) derzeit schon tropischen Zyklonen ausgetzt. Gründe sind Dürren, Regenfälle mit Überflutungen und Hitzewellen. weiterlesen…

Leere Abwanderungsdrohungen

Industrie-Warnungen vor hohen Strompreisen unbegründet

Ein neue Studie zeigt, dass nur bei wenigen Produkten die Wettbewerbsfähigkeit vom Strompreis abhängt. Die Ausnahmeregelungen für energieintensive Industrien bei der EEG-Umlage müssten daher auf den Prüfstand. Das geht aus einer Studie der Brüsseler Denkfabrik Bruegel über den Einfluss hoher Strompreise auf die Wirtschaft hervor, wie das pv magazine aus der Wochenzeitung „Die Zeit“ zitiert. Sie kam dabei zu dem Ergebnis, dass hohe Strompreise zwar einzelnen Sektoren schaden könnten, der Einfluss auf die Exportstärke einer Volkswirtschaft aber nicht messbar sei. weiterlesen…

Agora-Kurzstudie: Energiewende und EEG-Umlage

EEG-Umlage erhöht sich vor allem wegen Entwicklung der Großhandelspreise und Industrieausnahmen

Agora Energiewende stellt Kurzstudie zur Zusammensetzung und Entwicklung der EEG-Umlage vor. Der EEG-Rechner wurde mit den von den Übertragungsnetzbetreibern vorgelegten Zahlen aktualisiert: Demnach bleibt die EEG-Umlage bis 2016 weitgehend konstant. Deutlich wird in den Veröffentlichungen auch der Einfluss der Photovoltaik auf die Kosten der Energiewende: Trotz des weiterhin konstanten Zubaus von Solarstromanlagen spielen die neuen Anlagen für die künftige EEG-Umlage kaum eine Rolle mehr. weiterlesen…

Szenariorahmen zum Netzentwicklungsplan Gas 2014 bestätigt

Bundesnetzagentur bestätigt Szenariorahmen zum Netzentwicklungsplan Gas 2014 – Homann: „Gasnetz muss langfristige Versorgungssicherheit gewährleisten“

Die Bundesnetzagentur hat am 17.10.2013 den Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Gas 2014 (NEP Gas 2014) bestätigt. Der Szenariorahmen wurde von den Fernleitungsnetzbetreibern (FNB) erarbeitet und bildet die Grundlage für den NEP Gas 2014. Diesen müssen die FNB der Bundesnetzagentur bis zum 1. April 2014 vorlegen. weiterlesen…

BMU veröffentlicht neue Kommunal-Förderrichtlinie

Altmaier: Kommunen zentrale Partner bei Klimaschutz und Energiewende 

Mit Beginn des Jahres 2014 können Städte und Gemeinden wieder Zuschüsse für Klimaschutzprojekte im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative beantragen. Das Bundesumweltministerium hat die entsprechende Richtlinie novelliert und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Damit ist der Startschuss für die Kommunen gefallen: Sie können jetzt anfangen, die Anträge für das nächste Jahr vorzubereiten. „Städte und Gemeinden sind zentrale Partner beim Klimaschutz. Seit dem Jahr 2008 haben wir rund 5.000 Projekte in 2.500 Kommunen gefördert. Mittelstand und Handwerk in den jeweiligen Regionen haben davon besonders profitiert“, betonte Bundesumweltminister Peter Altmaier. weiterlesen…

RNE-Appell an Koalitions-Verhandler

Nachholen und voranstellen – Anforderungen der Nachhaltigkeitspolitik an die Koalitionsverhandlungen

„Das Thema Nachhaltigkeit hat im Wahlkampf kaum eine Rolle gespielt. Deutschland hat ein Festival des kurzfristigen Kalküls erlebt. Das darf jetzt nicht weitergehen. Jetzt muss das Versäumte nachgeholt werden. Der Gedanke der Nachhaltigkeit muss der Politik als Leitschnur vorangestellt werden.“ Das sind die Forderungen aus dem Herbst-Statement des Rates für Nachhaltige Entwicklung – und die Forderungen an die beginnenden Koalitionsverhandlungen – Solarify dokumentiert das Statement des turnusgemäß von der Bundesregierung im Juni 2013 für weitere drei Jahre neu berufenen Gremiums (und hat Zwischentitel eingefügt). weiterlesen…

Energieeinsparverordnung novelliert – DENEFF positiv – BSW kritisch

Die Bundesregierung hat am 16.10.2013 die Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV) mit den vom Bundesrat vorgesehenen Änderungen beschlossen. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Die Novelle leistet hierzu einen bedeutsamen Beitra weiterlesen…