Wertschöpfung aus Abfall

Umwandlung industriell verarbeiteter Biomasse in Kunststoffe und Chemikalien

Forscher am Institut für Chemie- und Biomolekularingenieurwissenschaften an der Universität von Delaware (UD) berichteten am 19.01.2022 in Science Advances über eine Niederdruckmethode zur Umwandlung industriell verarbeiteter Biomasse in Kunststoffe und Chemikalien. Unter Leitung von Professor Thomas H. Epps, III, sucht ein Team von Forschern der University of Delaware und Mitarbeitern von CanmetENERGY nach Möglichkeiten, Biomasse zu neuen Produkten zu verarbeiten. Beispiel Lignin. Lignin ist ein Bestandteil von Pflanzen und Bäumen, der für Festigkeit und Steifigkeit sorgt und der Flora hilft, den Widrigkeiten der Natur zu trotz weiterlesen…

In den Alpen schneit es Plastik

Nanoplastik in der Umwelt

In einer großangelegten Spendenaktion wollen populäre Youtuber wie Mister Beast oder Mark Rober gerade die Meere von knapp 14.000 Tonnen Plastik befreien – etwa 0,15 Prozent der Menge, die jährlich in den Ozeanen landet. Aber nicht nur unsere Gewässer sind voller Plastik. Eine neue Studie zeigt, die Verbreitung von Nanoplastik durch die Luft ein weiterreichendes Problem ist, als bisher angenommen – so Noé Waldmann auf der Internetseite der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). weiterlesen…

DIW: Teure Metalle könnten Energiewende ausbremsen

Hohe Preise für Kupfer, Lithium, Nickel und Kobalt als Hindernis

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn ausreichend Rohstoffe etwa zum Bau von Windrädern, Solaranlagen und E-Auto-Batterien verfügbar sind. Dementsprechend geht eine Untersuchung am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) einer Medienmitteilung vom 26.01.2022 folgend der Frage nach, wie sich die Energiewende auf die Preise bestimmter Metalle auswirken könnte, denn diese dürften auf historische Niveaus klettern. Demzufolge würde sich die Energietransition verteuern und verzögern. Eine global koordinierte Klimapolitik könnte gegensteuern und Planungssicherheit für Metallproduzenten schaffen. weiterlesen…

Bundesnetzagentur beteiligt Öffentlichkeit am Szenariorahmen Strom 2023-2037

Zielvorstellung zur Energiewende für das Netz entwickeln

Die Bundesnetzagentur konsultiert einer Medienmitteilung zufolge seit 17.01.2022 den Entwurf des Szenariorahmens der Übertragungsnetzbetreiber mit der Öffentlichkeit. Er bildet mögliche Szenarien für die Planung des Ausbaubedarfs im Stromnetz bis 2037 und 2045 ab. „Die Szenarien zur Entwicklung von Stromerzeugung und -verbrauch sind Grundlage der Ermittlung, wie viel Netzausbau notwendig ist. Der Szenariorahmen orientiert sich erstmals an der für 2045 geplanten Klimaneutralität“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Bürger, Verbände, Unternehmen und Behörden können sich an der Konsultation beteiligen und so Einfluss auf die Netzentwicklungsplanung nehmen.“ weiterlesen…

Abschlussbericht der dena-Netzstudie III

Systementwicklungsplan und Innovationsdialog einführen

Die Deutsche Energie-Agentur hat im Rahmen der dena-Netzstudie III in den vergangenen drei Jahren untersucht, wie die Energieinfrastrukturplanung weiterentwickelt werden muss, um den Anforderungen auf dem Weg zu einem klimaneutralen Energiesystem gerecht zu werden. Die Studie wurde dabei durch einen breiten Partnerkreis aus Energiewirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft intensiv begleitet und vom Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) als Hauptgutachter unterstützt. Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Die Ergebnisse wurden am 25.01.2022 in einem Abschlussbericht veröffentlicht und in einem Pressgespräch näher erläutert. (Titel: Abschlussbericht dena-Netzstudie III – © dena.de) weiterlesen…

Klimaschutzgesetz verfassungswidrig, weil naturwissenschaftlicher Budgetansatz unberücksichtigt

Erneute Verfassungsbeschwerde wegen Klimagesetz

Neun Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 26 Jahren wollen vor dem Bundesverfassungsgericht eine weitere Verstärkung des deutschen Klimaschutzgesetzes erkämpfen. Nach Angaben der DUH ist die neue Beschwerde bereits am 25.01.2022 nach Karlsruhe zugestellt worden. „Wir haben nur diesen einen Planeten“, so Marlene aus München, mit 13 Jahren jüngste Beschwerdeführerin. weiterlesen…

Offshore-Ausbau – Konflikte sind programmiert

Thünen-Institut schlägt Konzepte für gemeinsame Flächennutzung durch Windparkbetreiber und Fischerei vor

Der massive Ausbau erneuerbarer Offshore-Energien wird große Flächen in allen europäischen Meeren beanspruchen. Eine integrierte maritime Raumplanung und -nutzung kann die aufkommenden Konflikte mit traditionellen Meeresnutzern wie der Fischerei abmildern. Eine aktuelle Studie unter Leitung von Vanessa Stelzenmüller vom Thünen-Institut für Seefischerei in Bremerhaven beziffert die zukünftigen Flächenverluste und stellt Synergiemöglichkeiten vor. (Karte ©Thünen-Institut) weiterlesen…

Serienfertigung für Elektrolyseure in Baden-Württemberg geplant

ZSW und Ecoclean wollen 80 Anlagen im Jahr produzieren

In Baden-Württemberg wollen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) und das Unternehmen Ecoclean ein Zentrum für Elektrolyseur-Herstellung etablieren: Das Projekt „EcoLyzer BW“ startet im Januar und will eine international wettbewerbsfähige Produktion von Elektrolyseuren etablieren. Rund 80 Anlagen pro Jahr sollen künftig am Standort Dettingen/Teck für den internationalen Markt gefertigt werden, schreibt 19.01.2022 im Portal pv magazine. weiterlesen…

Gebäudeeffizienz: Verbände appellieren an Bundesregierung

BEE, DUH und DENEFF fordern Klarheit für Neubauförderung

Die Bewilligung von Anträgen nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der KfW wird mit sofortiger Wirkung vorläufig gestoppt, zusätzlich läuft die Neubauförderung des Effizienzhauses/Effizienzgebäudes 55 (EH55) zum Monatsende aus. Für den BEE steht die Planungssicherheit auf dem Spiel. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt aufgrund des überraschenden Stopps der Bundesförderung für effiziente Gebäude vor Rückschritten beim Klimaschutz im Gebäudesektor. „Wir brauchen eine schnellstmögliche Lösung für Klimaschutz, Konjunktur und Hausbesitzerinnen und -besitzer“, verlangt die DENEFF. weiterlesen…

Zündtemperatur von Dieselruß senken

Mit elektrifizierten leitfähigen Oxidkatalysatoren

Unter Verwendung leitfähiger Metalloxide als Katalysatoren haben Forscher eine Elektrifizierungsstrategie entwickelt, die darauf abzielt, die Entzündungstemperatur von Ruß zu senken. Entsprechende Ergebnisse wurden in Nature Catalysis veröffentlicht. Die Forschungsarbeiten wurden von der Gruppe von Prof. ZHANG Jian am Ningbo Institute of Materials Technology and Engineering (NIMTE) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und der Gruppe von Prof. ZHANG Zhaoliang von der Universität Jinan durchgeführt. weiterlesen…