Offshore-Ausbau – Konflikte sind programmiert

Thünen-Institut schlägt Konzepte für gemeinsame Flächennutzung durch Windparkbetreiber und Fischerei vor

Der massive Ausbau erneuerbarer Offshore-Energien wird große Flächen in allen europäischen Meeren beanspruchen. Eine integrierte maritime Raumplanung und -nutzung kann die aufkommenden Konflikte mit traditionellen Meeresnutzern wie der Fischerei abmildern. Eine aktuelle Studie unter Leitung von Vanessa Stelzenmüller vom Thünen-Institut für Seefischerei in Bremerhaven beziffert die zukünftigen Flächenverluste und stellt Synergiemöglichkeiten vor. (Karte ©Thünen-Institut) weiterlesen…

Serienfertigung für Elektrolyseure in Baden-Württemberg geplant

ZSW und Ecoclean wollen 80 Anlagen im Jahr produzieren

In Baden-Württemberg wollen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) und das Unternehmen Ecoclean ein Zentrum für Elektrolyseur-Herstellung etablieren: Das Projekt „EcoLyzer BW“ startet im Januar und will eine international wettbewerbsfähige Produktion von Elektrolyseuren etablieren. Rund 80 Anlagen pro Jahr sollen künftig am Standort Dettingen/Teck für den internationalen Markt gefertigt werden, schreibt 19.01.2022 im Portal pv magazine. weiterlesen…

Gebäudeeffizienz: Verbände appellieren an Bundesregierung

BEE, DUH und DENEFF fordern Klarheit für Neubauförderung

Die Bewilligung von Anträgen nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der KfW wird mit sofortiger Wirkung vorläufig gestoppt, zusätzlich läuft die Neubauförderung des Effizienzhauses/Effizienzgebäudes 55 (EH55) zum Monatsende aus. Für den BEE steht die Planungssicherheit auf dem Spiel. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt aufgrund des überraschenden Stopps der Bundesförderung für effiziente Gebäude vor Rückschritten beim Klimaschutz im Gebäudesektor. „Wir brauchen eine schnellstmögliche Lösung für Klimaschutz, Konjunktur und Hausbesitzerinnen und -besitzer“, verlangt die DENEFF. weiterlesen…

Zündtemperatur von Dieselruß senken

Mit elektrifizierten leitfähigen Oxidkatalysatoren

Unter Verwendung leitfähiger Metalloxide als Katalysatoren haben Forscher eine Elektrifizierungsstrategie entwickelt, die darauf abzielt, die Entzündungstemperatur von Ruß zu senken. Entsprechende Ergebnisse wurden in Nature Catalysis veröffentlicht. Die Forschungsarbeiten wurden von der Gruppe von Prof. ZHANG Jian am Ningbo Institute of Materials Technology and Engineering (NIMTE) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und der Gruppe von Prof. ZHANG Zhaoliang von der Universität Jinan durchgeführt. weiterlesen…

„Bahnbrechende Vereinbarung“ über Lieferung von grünem Wasserstoff aus Australien

Fortescue und Covestro einig

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDas australische Unternehmen Fortescue Future Industries (FFI) („Grüner Wasserstoff kann uns retten, aber das Warten darauf nicht“), hundertprozentige Tochter des australischen Eisenerzgiganten Fortescue Metals Group, setzt seine hochfliegenden Ambitionen in Sachen grünem Wasserstoff durch eine langfristige Liefervereinbarung mit dem führenden deutschen Polymerunternehmen Covestro in die Tat um. FFI will laut der Absichtserklärung ab 2024 jährlich das Äquivalent von 100.000 Tonnen mit Photovoltaik produziertem grünem Wasserstoff und dessen Derivaten, einschließlich grünes Ammoniak, liefern – so Blake Match am 18.01.2022 im Portal pv magazine Australien. weiterlesen…

Empa-Software für Fuhrparkmanager

Lkw-Flotten möglichst ökologisch betreiben

Der Navigationssoftwarekonzern HERE übernimmt ein gemeinsam mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa entwickeltes Software-Tool des Schweizer Einzelhandelskonzerns Migros und macht es weltweit verfügbar. Mit dem Tool lassen sich die CO2-Emissionen von Lastwagen mit verschiedenen alternativen Antriebssystemen für beliebige Routen berechnen. Es kann Logistikern weltweit aufzeigen, auf welchen Routen am besten Wasserstoff-, Elektro-, Biogas- oder Biodiesel-Lastwagen eingesetzt werden und wie hoch deren CO2-Emissionen im Vergleich zu dieselbetriebenen Pendants sind. weiterlesen…

Rekord-Bioanteil im Diesel 2020

UFOP: Technologieoffenheit Voraussetzung zur Erfüllung der steigenden Quotenverpflichtungen

Die im Quotenjahr 2020 dem Dieselkraftstoff beigemischte Biokraftstoffmenge lag mit etwa 3,45 Mio. t um ca. 1 Mio. t über dem bisherigen Rekordwert von 2019. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) interpretiert dieses Ergebnis in einer Medienmitteilung vom 05.01.2022 so, dass die zum 01.01.2022 auf 7 % angehobene und bis 2030 auf 25 % ansteigende Treibhausgas(THG)-Minderungsverpflichtung erfüllbar ist. Voraussetzung für die Erfüllung der mit Blick auf das Jahr 2030 insbesondere für den Verkehrssektor herausfordernden THG-Reduktionsverpflichtungen gemäß Klimaschutzgesetz ist und bleibt jedoch ein für alle Erfüllungsoptionen technologieoffener Ansatz in der Herstellung und Anwendung von Biokraftstoffen sowie synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Strom. weiterlesen…

Kohleausstiegs-Deal mit Südafrika zum Leben erwecken

Geschlechtergerechtigkeit schwächelt noch

Deutschland hat in Glasgow angekündigt, Südafrika mit 700 Millionen Euro beim Ausstieg aus der Kohleverstromung zu unterstützen. Um jedoch den südafrikanischen Kohleausstieg ohne wirtschaftliche und sozioökonomische Verluste zu gewährleisten, muss ein regionaler und nationaler Plan für einen gerechten Übergang sorgen. Das Team COBENEFITS am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) legt eine Analyse zur Dekarbonisierung vor, in der es datenbasierte Empfehlungen ausspricht für Maßnahmen in Südafrikas Kohleabbauzentrum Mpumalanga. weiterlesen…

Vergangene sieben Jahre waren die heißesten

EU-Dienst Copernicus bestätigt Trend der globalen Erwärmung

Die vergangenen sieben Jahre waren nach Angaben des Copernicus-Dienstes zur Überwachung des Klimawandels (C3S) die sieben wärmsten der Erde seit Beginn der Aufzeichnungen 1979. 2021 war demnach das fünftwärmste bisher, den Rekord hält weiter 2016. Der vergangene Sommer war überdies der wärmste jemals gemessene seit Ende der 1970er-Jahre – knapp vor den Sommern von 2010 und 2018. weiterlesen…

Kleiner und viel stärker: Neue Stadtwerke-Windräder

Drei neue Anlagen entstehen bei Großbeeren südlich Berlins

Auf einem Feld bei Großbeeren, etwa 25 Kilometer südlich des Berliner Alexanderplatzes, errichten die Berliner Stadtwerke einer Medienmitteilung vom 13.01.22 zufolge einen aus drei Hochleistungsanlagen bestehenden Windpark mit einer Gesamtleistung von 17,1 Megawatt. Die auf Grundstücken u. a. der Berliner Stadtgüter bis Februar 2022 wachsenden drei Türme des deutschen Herstellers Nordex haben es in sich: Sie messen bis zur Flügelspitze 180 Meter, wobei die an der Turmspitze in 105 Metern angebrachten Rotorblätter einen Durchmesser von 149 Metern bestreichen. Das bedeutet hier bei etwa 20 Meter weniger Höhe gegenüber vielen bisher gebauten Anlagen einen rund 30 Meter größeren Rotordurchmesser. weiterlesen…