Verkehr spart mit Biokraftstoffen 13 Mio. t CO2 ein

Evaluations- und Erfahrungsbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Der Klimaschutzbeitrag der in Deutschland fossilem Benzin und Diesel beigemischten Biokraftstoffe ist im Jahr 2020 erneut gestiegen. Durch den Einsatz nachhaltiger Biokraftstoffe wie Bioethanol, Biomethan und Biodiesel konnten im Verkehr rund 13,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent eingespart werden. Dies geht aus dem aktuellen Evaluations- und Erfahrungsbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vom 17.12.2021 hervor. Gegenüber dem Jahr 2019 entspricht dies einer Steigerung von 36 Prozent oder 3,5 Millionen Tonnen. weiterlesen…

NL-Koalition plant 500 Mio. für Atomkraft ein

5-Parteien-Regierung will notwendige Schritte für den Bau von zwei neuen AKW unternehmen

Die erst neun Monate nach der Wahl zustande gekommene niederländische Regierung will 500 Millionen Euro investieren, „um andere Energiequellen zu unterstützen“, schreibt Thomas Lehnen am 17.12.2021 auf EURACTIV über den Koalitionsvertrag, in dem die Ziele der neuen Regierung für die Legislaturperiode 2021-2025 festgelegt sind. Laut dem am 15.12.2021 veröffentlichten 50-seitigen Dokument plant die Regierung, „das Kernkraftwerk in Borssele länger offen zu halten, mit Blick auf die Sicherheit“. In der Vereinbarung wird auch erwähnt, dass „die notwendigen Schritte für den Bau von zwei neuen Kernkraftwerken unternommen werden“ und dass die Kernenergie „uns unabhängiger von Gasimporten machen wird“. Die EU-Länder sind gespalten in eine „Pro-Atomkraft-Allianz“ unter Leitung Frankreichs und eine „Anti-Atomkraft-Allianz“ unter deutscher Führung. (Foto: Atomkraftwerk Borssele – Foto © A.Nagel – Eigenes Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

PV-H2 nur 6,23 Euro pro Kilogramm?

Wasserstoff als Energieträger: Techno-ökonomische Bewertung der dezentralen Wasserstofferzeugung in Deutschland

Jüngsten Forschungsergebnissen zufolge könnte grüner Wasserstoff in Deutschland inzwischen mit Wasserstoff aus fossilen Brennstoffen konkurrieren. Ramchandra Bhandari und Ronak Rakesh Shah von der Technischen Hochschule Köln haben sechs verschiedene Szenarien für alkalische und Protonenaustauschmembran Elektrolyseure untersucht und ihr Ergebnis in Renewable Energy publiziert. Mit netzgekoppelten Photovoltaik-Anlagen betriebene alkalische Elektrolyseure werden als kostengünstigste Option identifiziert. Solarify dokumentiert den Text leicht gekürzt. weiterlesen…

Unterschiedliche Toxizität vermeintlich gleichartiger Mikroplastik-Partikel

Untersuchung aus Bayreuth: Vermeintlich gleichartige Mikroplastik-Partikel nicht gleich giftig

Weltweit befassen sich immer mehr Studien mit Auswirkungen von Mikroplastik, vor allem im Hinblick auf die Umwelt und die Gesundheit. Oft verwenden sie kugelförmige Polystyrol-Mikropartikel und gelangen dabei zu teilweise widersprüchlichen Ergebnissen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Bayreuth hat einen Grund dafür entdeckt und im Journal of Hazardous Materials (und auf der Website der Uni Bayreuth) publiziert: Handelsübliche, vermeintlich gleiche Polystyrol-Teilchen unterscheiden sich je nach Hersteller signifikant in Bezug auf ihre Strukturen und Eigenschaften. (Bilder: Elektronenmikroskopische Aufnahmen gleichnamiger Polystyrolpartikel von zwei verschiedenen Herstellern. Die kugelförmigen Partikel zeigen verschiedene Oberflächenmorphologien, die zu unterschiedlichen Zellinteraktionen führen können – © Julia Jasinski, uni.bayreuth.de, jhazmat.2021, BY CC 4.0) weiterlesen…

Dekarbonisierung der Industrie

Was fehlt für eine erfolgreiche Umsetzung der EU-Wasserstoffstrategie?

Eine der komplexesten Aufgaben der Energiewende hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft ist die notwendige Systemintegration von Wasserstoff. Die Dekarbonisierung – besser „Defossilisierung“ – des Industriesektors ist dabei in den kommenden Jahren eine besonders große Herausforderung und wird von der richtigen Wasserstoffstrategie abhängen. Eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI und des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat in einer vom Ausschuss für die Zukunft von Wissenschaft und Technologie (STOA) des Europäischen Parlaments in Auftrag gegebenen Untersuchung einige offene Punkte bei der Umsetzung der EU-Wasserstoffstrategie identifiziert und schlägt mehrere politische Optionen vor, um diese Lücken zu schließen. weiterlesen…

EWI: Koalitionsvertrag senkt Emissionen deutlich

Stromsektor fällt unter sektorales Klimaziel

Forschende am Energiewirtschaftlichen Institut (EWI) der Universität zu Köln sehen in den Plänen der Ampel-Koalition eine deutliche Senkung der CO2-Emissionen gegenüber den aktuellen Plänen aus dem Klimaschutzgesetz. Die Ziele für den Stromsektor im Koalitionsvertrag erfordern einen deutlich schnelleren Ausbau der Erneuerbaren sowie zusätzliche wasserstofffähige Gaskraftwerke. Das Emissionsziel des Energiesektors für 2030 könnte dann deutlich unterboten werden. ( Foto: Offshore Windpark Rampion, Brighton -© Zoltan Tasi on Unsplash) weiterlesen…

„Unsere Biomethan-Vision“

Potenzial bis 2030 auf mindestens 350 TWh erhöhen

Am 07.12.2021 haben 28 europäische Unternehmen und Organisationen unter Leitung des Europäischen Biogas-Verbands eine Erklärung an die EU-Kommissarin für Energie, Kadri Simson, gerichtet. Die Unterzeichner wollen belegen, dass Biomethan das kosteneffizienteste und nachhaltigste erneuerbare, derzeit verfügbare Gas ist. Die Erklärung unterstreicht die Bereitschaft der Biomethan-Produzenten und -Nutzer, die zusammen einen Jahresumsatz von rund 300 Milliarden Euro erzielen, ihren Teil dazu beizutragen, das von der Europäischen Kommission geschätzte Potenzial von nachhaltigem Biomethan bis 2030 auf mindestens 350 TWh zu erhöhen. weiterlesen…

Neue Allianzen pro Klimaschutz

IÖW: Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbände fordern den sozial-ökologischen Wandel

Kohleausstieg, Verbrennerverbote, CO2-Preis und energetische Sanierung: Klimapolitik kostet zunächst Geld. Sie braucht daher ein solides sozialpolitisches Fundament, sonst würde sie ganze Berufsgruppen und sozial benachteiligte Menschen empfindlich treffen. Gewerkschaften und Sozialverbände nehmen die Herausforderung an und suchen den Schulterschluss zu Umwelt- und Naturschutzverbänden, um vereint an einer „Just Transition“ zu arbeiten – einem sozial gerechten ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft. Eine Untersuchung unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). weiterlesen…

Blaulicht aktiviert Sauerstoff am besten

Neues Katalysatorsystem am LIKAT arbeitet mit Farben

Als Schlüssel zu umweltschonenden chemischen Reaktionen erweist sich zunehmend die Photochemie. Unter milden Temperaturen und Normaldruck sollen künftig Photonen – die Energie des Lichts – chemische Reaktionen bewirken. Ein Team um Esteban Mejía vom Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock, LIKAT, und Dengxu Wang von der Shandong Universität in Jinan hat jetzt ein modulares System entwickelt, mit dem sich wie aus einem Lego-Baukasten nahezu beliebig Photokatalysatoren für Verfahren in der organischen Chemie zusammenstellen lassen. (Foto: Für den Laborversuch wird eine Reaktion zur C-H-Derivatisierung mit blauem Licht bestrahlt – Foto © m. frdl. Genehmigung, Xuewen Guo/LIKAT) weiterlesen…

Umstieg auf E-Lkw schon heute machbar?

Bis 26 Tonnen OK

In einer neuen Machbarkeitsstudie im Projekt „ZeroEmissionDeliveries – Berlin“ hat das Fraunhofer ISI in Karlsruhe zusammen mit Partnern aus Forschung und Entwicklung, Automobilbau, Logistik, Energie- und Ladeinfrastruktur insgesamt 9.500 reale Lkw-Touren in Berlin und Umland ausgewertet. Konkret untersuchte das Projekt, ob diese Touren auch mit Batterie-Lkw realisierbar sind. Für jedes Fahrzeug wurde der Energiebedarf anhand seines Einsatzprofils simuliert. Bis 26 Tonnen ging das. weiterlesen…