Risiken einer EEG-Umlagesenkung

BUND/Germanwatch/Klima-Allianz: Sozialere und ökologischere Alternative möglich

Die Senkung der EEG-Umlage als Instrument für niedrigere Strompreise sei eine vergleichsweise kostspielige Maßnahme, die soziale und ökologische Belange nicht zielgerichtet genug berücksichtige. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Germanwatch und die Klima-Allianz Deutschland sehen wirksamere Lösungen und fordern eine Klimaprämie kombiniert mit Förderprogrammen für den Klimaschutz. Zu diesem Ergebnis kommt eine am 02.06.2021 veröffentlichte Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS). weiterlesen…

Regierung: 150 Gigawatt Photovoltaik bis 2030

Sofortprogramm sieht bundesweite PV-Pflicht vor

Die Bundesregierung hat offenbar vor, die Standards für Neubauten deutlich zu verschärfen. Einem Planentwurf des „Klimaschutz-Sofortprogramms 2022“ aus dem Finanzministerium (das verschiedenen Medien vorliegt) zufolge geht es dabei auch um eine Pflicht zur Installation von Solarmodulen auf jedem neuen Dach. Momentan befindet sich der Entwurf noch in der Ressortabstimmung. Außerdem sind verschärfte Dämmungsregelungen vorgesehen. Alle Neubauten müssen ab 2023 dann den Energie-Standard EH-55 erfüllen. Auch bei Windenergie an Land soll das Ausbauziel steigen. weiterlesen…

EU plant Kohlenstoff-Einfuhrzölle auf Stahl, Zement, Düngemittel oder Aluminium

CO2-belastete Billig-Importe verteuern

Ein der Nachrichtenagentur Reuters vorliegendes Eckpunktepapier der EU-Kommission, über das zahlreiche Medien berichten, sieht vor, dass die Europäische Union im Zuge des Kampfes gegen den Klimawandel sogenannte Kohlenstoff-Einfuhrzölle auf Stahl, Zement, Düngemittel oder Aluminium einführt. Damit sollen europäische Unternehmen vor CO2-Intensiven Billig-Importen geschützt werden. Die Abgaben könnten ab 2026 voll greifen. weiterlesen…

Netzausbau: Anschluss an die Zukunft

Lesehinweis auf BDEW-Online-Magazin Zweitausend50

„Ein Netzausbau findet in Deutschland nicht zum ersten Mal statt: Was sich aus der Geschichte für die Zukunft lernen lässt“, beschreibt das BDEW-Magazin in einem längeren Text über unterschiedliche Netze: „Bahnhöfe sind Sehnsuchtsorte. Der Anhalter Bahnhof in Berlin wurde sogar im Volksmund das ‚Tor zur Welt‘ genannt. Die Anfänge des deutschen Bahnverkehrs waren indes eher bescheidener Natur… weiterlesen…

„Champagner der Energiewende“

Australien könnte schon 2023 große Mengen grünen Wasserstoff liefern

Laut einem Artikel vom 31.05.2021 von im Handelsblatt will der australische Milliardär Andrew Forrest in großindustriellem Maßstab in die Produktion von grünem Wasserstoff investieren. Namhafte deutsche Unternehmen könnten bereits 2023 zu den ersten Abnehmern gehören. „Unser Ziel ist es, im Jahr 2030 jährlich mindestens 15 Millionen Tonnen grünen Wasserstoff zu liefern. Wir arbeiten seit Jahren an diesem Projekt und werden voraussichtlich 2023 mit der Produktion beginnen und sie in den Folgejahren kontinuierlich steigern“, sagte Forrest dem Handelsblatt. weiterlesen…

Schulze fordert Stickstoff-Minderungsziel für 2030

Weltgrößte Stickstoffkonferenz: Deutschland braucht Gesamtstickstoffziel – Synergien zum Klimaschutz

Es muss ein Zufall gewesen sein: Am gleichen Tag, an dem Deutschland vom EuGH an den Pranger gestellt wurde (s.u.), forderte die weltgrößte Stickstoffkonferenz INI, das Problem systematisch bei der Bekämpfung globaler Probleme wie Klimawandel, Luftverschmutzung und Hungersnöte mitzudenken. Das Bundesumweltministerium arbeite an „einer übergreifenden Stickstoffminderungsstrategie und hat geeignete Methoden für eine sektorenübergreifende Stickstoffminderung entwickelt. Damit ist Deutschland international ein Pionier und kann mit einem ambitionierten Gesamtstickstoffziel vorangehen.“ Und das Umweltbundesamt schlägt eine nationale Obergrenze für Stickstoffemissionen vor. weiterlesen…

EuGH verdonnert Deutschland wegen dicker Luft

„NO2-Grenzwerte systematisch und anhaltend überschritten“ – von 2010 – 2016

Die EU-Kommission kam den deutschen NGO zu Hilfe – mit einer Klage gegen Deutschland vor dem EuGH wegen Missachtung der Richtlinie über Luftqualität. Eine Medienmitteilung des EuGH: „Von 2010 bis 2016 hat Deutschland die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) systematisch und anhaltend überschritten. Zudem hat Deutschland gegen seine Verpflichtung verstoßen, rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Zeitraum der Nichteinhaltung in den 26 betroffenen Gebieten so kurz wie möglich zu halten. Mit seinem heutigen Urteil hat der Gerichtshof festgestellt, dass Deutschland dadurch gegen die Richtlinie über Luftqualität verstoßen hat, dass der NO2-Jahresgrenzwert in 26 der 89 beurteilten Gebiete und Ballungsräume vom 01.01.2010 bis einschließlich 2016 systematisch und anhaltend überschritten wurde.“ weiterlesen…

„Kolossale Risiken mit unserer gemeinsamen Zukunft“

Erklärung von 129 Nobelpreisträgern vor G7

Das gab es noch nie“ – mit dieser Feststellung begann das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 03.06.2021 eine Medienmitteilung zur erneuten Veröffentlichung einer gemeinsamen wissenschaftlichen Erklärung von 129 Nobelpreisträgern und weiteren bekannten Wissenschaftlern vom 28.04.2021: Unter dem Titel „Unser Planet – unsere Zukunft – die Menschheit geht kolossale Risiken mit unserer gemeinsamen Zukunft ein“ fordern die Unterzeichner entschlossenes Handeln von den G7-Staats- und Regierungschefs. Solarify dokumentiert Medienmitteilung und Erklärung. weiterlesen…

15-Meter-Korridor für Photovoltaik-Freiflächenanlagen

Clearingstelle konkretisiert Hinzugefügt:

Bei geförderten Freiflächenanlagen in einem 200 Meter breiten Streifen parallel zu Autobahnen und Schienenwegen kann der im EEG 2021 vorgeschriebene 15-Meter-Korridor frei platziert werden. Allerdings muss der Bereich nicht nur bei Inbetriebnahme der Anlage freigehalten werden, sondern während des gesamten Förderzeitraums. Das hat – einem Artikel von Petra Hannen auf pv magazine folgend – die Clearingstelle EEG am 18.05.2021 präzisiert. weiterlesen…

AGEB: Pandemie und Wetter ändern Energiemix und -verbrauch

Erneuerbare im Minus – Mehr Strom aus fossilen Energien

Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres erneut unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) verminderte sich der Verbrauch im 1. Quartal um 0,8 Prozent auf 3.441 Petajoule (PJ) beziehungsweise 117,5 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE = 956,5675 TWh). weiterlesen…