Netzausbau: Anschluss an die Zukunft

Lesehinweis auf BDEW-Online-Magazin Zweitausend50

„Ein Netzausbau findet in Deutschland nicht zum ersten Mal statt: Was sich aus der Geschichte für die Zukunft lernen lässt“, beschreibt das BDEW-Magazin in einem längeren Text über unterschiedliche Netze: „Bahnhöfe sind Sehnsuchtsorte. Der Anhalter Bahnhof in Berlin wurde sogar im Volksmund das ‚Tor zur Welt‘ genannt. Die Anfänge des deutschen Bahnverkehrs waren indes eher bescheidener Natur… weiterlesen…

„Champagner der Energiewende“

Australien könnte schon 2023 große Mengen grünen Wasserstoff liefern

Laut einem Artikel vom 31.05.2021 von im Handelsblatt will der australische Milliardär Andrew Forrest in großindustriellem Maßstab in die Produktion von grünem Wasserstoff investieren. Namhafte deutsche Unternehmen könnten bereits 2023 zu den ersten Abnehmern gehören. „Unser Ziel ist es, im Jahr 2030 jährlich mindestens 15 Millionen Tonnen grünen Wasserstoff zu liefern. Wir arbeiten seit Jahren an diesem Projekt und werden voraussichtlich 2023 mit der Produktion beginnen und sie in den Folgejahren kontinuierlich steigern“, sagte Forrest dem Handelsblatt. weiterlesen…

Schulze fordert Stickstoff-Minderungsziel für 2030

Weltgrößte Stickstoffkonferenz: Deutschland braucht Gesamtstickstoffziel – Synergien zum Klimaschutz

Es muss ein Zufall gewesen sein: Am gleichen Tag, an dem Deutschland vom EuGH an den Pranger gestellt wurde (s.u.), forderte die weltgrößte Stickstoffkonferenz INI, das Problem systematisch bei der Bekämpfung globaler Probleme wie Klimawandel, Luftverschmutzung und Hungersnöte mitzudenken. Das Bundesumweltministerium arbeite an „einer übergreifenden Stickstoffminderungsstrategie und hat geeignete Methoden für eine sektorenübergreifende Stickstoffminderung entwickelt. Damit ist Deutschland international ein Pionier und kann mit einem ambitionierten Gesamtstickstoffziel vorangehen.“ Und das Umweltbundesamt schlägt eine nationale Obergrenze für Stickstoffemissionen vor. weiterlesen…

EuGH verdonnert Deutschland wegen dicker Luft

„NO2-Grenzwerte systematisch und anhaltend überschritten“ – von 2010 – 2016

Die EU-Kommission kam den deutschen NGO zu Hilfe – mit einer Klage gegen Deutschland vor dem EuGH wegen Missachtung der Richtlinie über Luftqualität. Eine Medienmitteilung des EuGH: „Von 2010 bis 2016 hat Deutschland die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) systematisch und anhaltend überschritten. Zudem hat Deutschland gegen seine Verpflichtung verstoßen, rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Zeitraum der Nichteinhaltung in den 26 betroffenen Gebieten so kurz wie möglich zu halten. Mit seinem heutigen Urteil hat der Gerichtshof festgestellt, dass Deutschland dadurch gegen die Richtlinie über Luftqualität verstoßen hat, dass der NO2-Jahresgrenzwert in 26 der 89 beurteilten Gebiete und Ballungsräume vom 01.01.2010 bis einschließlich 2016 systematisch und anhaltend überschritten wurde.“ weiterlesen…

„Kolossale Risiken mit unserer gemeinsamen Zukunft“

Erklärung von 129 Nobelpreisträgern vor G7

Das gab es noch nie“ – mit dieser Feststellung begann das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 03.06.2021 eine Medienmitteilung zur erneuten Veröffentlichung einer gemeinsamen wissenschaftlichen Erklärung von 129 Nobelpreisträgern und weiteren bekannten Wissenschaftlern vom 28.04.2021: Unter dem Titel „Unser Planet – unsere Zukunft – die Menschheit geht kolossale Risiken mit unserer gemeinsamen Zukunft ein“ fordern die Unterzeichner entschlossenes Handeln von den G7-Staats- und Regierungschefs. Solarify dokumentiert Medienmitteilung und Erklärung. weiterlesen…

15-Meter-Korridor für Photovoltaik-Freiflächenanlagen

Clearingstelle konkretisiert Hinzugefügt:

Bei geförderten Freiflächenanlagen in einem 200 Meter breiten Streifen parallel zu Autobahnen und Schienenwegen kann der im EEG 2021 vorgeschriebene 15-Meter-Korridor frei platziert werden. Allerdings muss der Bereich nicht nur bei Inbetriebnahme der Anlage freigehalten werden, sondern während des gesamten Förderzeitraums. Das hat – einem Artikel von Petra Hannen auf pv magazine folgend – die Clearingstelle EEG am 18.05.2021 präzisiert. weiterlesen…

AGEB: Pandemie und Wetter ändern Energiemix und -verbrauch

Erneuerbare im Minus – Mehr Strom aus fossilen Energien

Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres erneut unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) verminderte sich der Verbrauch im 1. Quartal um 0,8 Prozent auf 3.441 Petajoule (PJ) beziehungsweise 117,5 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE = 956,5675 TWh). weiterlesen…

Redox–Flow–Batterie mit langer Lebensdauer

Mangan als Aktivmaterial

Redox-Flow-Batterien, auch als Flüssigbatterien bekannt, speichern elektrische Energie in gelösten chemischen Verbindungen. Sie gelten besonders für stationäre Energiespeicher als Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien. Einem Team um Prof. Ingo Krossing vom Institut für Anorga­nische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, eine nicht-wässrige All-Mangan-Flow-Batterie (All-MFB) zu ent­wickeln, deren aktive Komponenten nachhaltig verfügbares Mangan nutzen und eine lange Lebensdauer aufweisen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellen die Forschenden in Advanced Energy Materials (CC BY-NC 4.0) vor. (Grafik: a) Aufbau für Messungen in Flüssigbatterie, b) Elektrolytbehälter, c) Schematische Darstellung des Aufbaus – Bild © Advanced Energy MaterialsCC BY-NC 4.0) weiterlesen…

World Energy Transitions Outlook

Weltweiter Ausblick auf die Energiewenden: 1,5°C-Pfad

Der World Energy Transitions Outlook skizziert einen Weg für die Welt, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen und das Tempo des Klimawandels durch eine Umgestaltung der globalen Energielandschaft aufzuhalten. Dieser Bericht stellt Optionen vor, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5°C zu begrenzen und die CO2-Emissionen bis 2050 auf Null zu bringen. Er bietet einen umfassenden Einblick in die technologischen Möglichkeiten, den Investitionsbedarf, den politischen Rahmen und die sozioökonomischen Auswirkungen einer nachhaltigen, widerstandsfähigen und integrativen Energiezukunft. weiterlesen…

Kalifornischer Rauch trübte im Herbst 2020 die Sonne bei uns

Vergleich mit Bodenmessungen belegt: ESA-Windsatellit Aeolus liefert auch wertvolle Daten zum Aerosol in der Atmosphäre

Der Rauch der extremen Waldbrände im September 2020 an der US-Westküste zog über viele Tausend Kilometer bis nach Leipzig, wo er noch Tage danach die Atmosphäre beeinflusste. Ein am 01.06.2021 in den Geophysical Research Letters (CC BY 4.0) veröffentlichter Vergleich von Boden- und Satellitenmessungen des zeigt: Das Waldbrandaerosol trübte die freie Troposphäre über Leipzig so stark wie nie zuvor. Die Auswertung eines internationalen Forschungsteams unter Leitung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung e.V. (TROPOS) ergab am 11.09.2020 eine außergewöhnliche optische Dicke, die das Sonnenlicht um ein Drittel abgeschwächt hat.

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