Spanien: Direkt am Stromnetz aufladbarer Elektro-Lkw

Iberdrola entwickelt Elektro-Lastwagen

Neoenergia, die brasilianische Tochtergesellschaft der spanischen Iberdrola, hat ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt entwickelt, das von der Nationalen Agentur für elektrische Energie (Aneel) reguliert wird und als bahnbrechend bezeichnet wird: ein Elektrofahrzeug für den Einsatz in der Stromverteilung, schreibt Pilar Sánchez Molina am 23.09.2022 in der spanischen Ausgabe des pv magazine. weiterlesen…

Erste LNG-Lieferung für schwimmendes LNG-Importterminal in Brunsbüttel vereinbahrt

MoU von RWE, ADNOC und Masdar

RWE hat Vereinbahrungen mit  der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) über Lieferungen von Flüssiggas (Liquefied Natural Gas, LNG) und mit Masdar, dem führenden Unternehmen für erneuerbare Energien in Abu Dhabi, über eine Zusammenarbeit im Bereich Offshore-Wind, getroffen. Dazu wurde laut einer Medienmitteilung vom 25.09.2022 ein Memorandum of Understanding zwischen RWE und ADNOC über mehrjährige LNG-Lieferungen unterzeichnet  Die erste kommerzielle Lieferung von Flüssiggas soll Ende Dezember 2022 in Deutschland eintreffen. Ein weiteres MoU zwischen RWE und Masdar sollgemeinsam Potenziale für Offshore-Wind-Projekte in globalen Schlüsselmärkten ausloten. (Foto: LNG-Tanker Rivers – © Pline – eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Klima außer Kontrolle

Fluten, Stürme, Hitze – Wie sich Deutschland schützen muss

Wie gut ist Deutschland vorbereitet, wenn Bäche zu reißenden Strömen werden, Städte in immer heißeren Sommern unbewohnbar werden oder sich das Meer die Küste zurückerobert? Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres haben in ganz Deutschland recherchiert, wie wenig Bund, Länder und Kommunen tun, um uns alle vor den Folgen der Klimakrise zu schützen. (Buchtitel: Klima außer Kontrolle – © Piper Verlag) weiterlesen…

Klingt absurd: Mangelware CO2

Folge der Gaskrise

„CO2 hat einen schlechten Ruf“, schreibt der SWR in einer Sendungsankündigung am 22.09.2022. Kein Wunder: immerhin verstärlt das Gas unter anderem die Erderwärmung und sorgt für den Klimawandel. Also herrscht Einigkeit darüber, dass wir CO2-Emissionen weitestgehend vermeiden müssen. Andererseits – kaum zu gleuben – wird der Rohstoff CO2 knapp – in der Industrie als Katalysator für verschiedenste Produktionsprozesse oder in der Lebensmittelherstellung in Form von Kohlensäure in Sprudel, Apfelschorle und Cola. Trotz des CO2-Mangels gibt es aber nach wie vor zu viel davon in der Atmosphäre. weiterlesen…

Jordanien will Recycling stärker vorantreiben

Kreislaufwirtschaft: Deutschland unterstützt erweiterte Herstellerverantwortung

Die jordanische Regierung will ab 2024 verbesserte Sammlungs- und Recyclingstrukturen einführen. Dafür wird sie ein landesweites System der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) etablieren. Wie das BMVU am 20.09.2022 mitteilte, überträgt die jordanische Regierung damit den herstellenden Unternehmen die Verantwortung, für die nachhaltige Verwertung von gebrauchten Verpackungen zu sorgen. weiterlesen…

PV-Kit kann Lade-Häufigkeit um 14 Prozent verringern

E-Auto lädt sich mittels Folie selbst – zum Teil

Die Abteilung für neue Energietechnologien und Nanomaterialien (Liten) der französischen Kommission für alternative Energien und Atomenergie CEA hat einen fahrzeugintegrierten Photovoltaik-Prototyp entwickelt, der mit jedem aufladbaren Elektrofahrzeug verwendet werden kann. Das neuartige elastische, magnetische 145-Watt-Solarmodul auf einer Folie mit einem MPPT-Laderegler (Maximum Power Point Tracking) enthält eine Batterie und einen Mikro-Wechselrichter, mit dem die gespeicherte Energie ins Netz eingespeist werden kann, wenn das Fahrzeug aufgeladen wird. weiterlesen…

Wasserstoff als Energieträger im globalen Energiesystem?

Wichtige Rolle, aber nicht überall

Wasserstoff und H2-Syntheseprodukten werden in der künftigen Klimapolitik große Bedeutung beigemessen. Doch wie könnte sich der Wasserstoffbedarf global entwickeln? Dieser Frage widmet sich eine Meta-Studie unter Koordination des Fraunhofer ISI, die im Rahmen des Forschungsprojekts HyPat mehr als 40 Energiesystem- und Wasserstoffszenarien neu ausgewertet hat. Die am publizierte Untersuchung macht dabei Aussagen zu den Bandbreiten der möglichen künftigen Entwicklung des Wasserstoffbedarfs weltweit, in der EU und China bis 2050 und unterscheidet verschiedene Nachfragesektoren. weiterlesen…

Wasserstoff sparsam einsetzen

11mal klimaschädlicher als CO2

Grüner Wasserstoff birgt große Chancen für die Transformation des Energiesystems, seine Verfügbarkeit bleibt im Verhältnis zum erwarteten Bedarf aber absehbar knapp, selbst wenn man mögliche Importe berücksichtigt. Daher muss die Politik, parallel zur Unterstützung des Hochlaufs der Wasserstoffwirtschaft und des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, eine Priorisierung von Wasserstoffanwendungen vornehmen. Knapper Wasserstoff muss zielgerichtet und sparsam eingesetzt werden, um Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz zu gewährleisten. Erste Ergebnisse aus dem Vorhaben „Wasserstoff als Allheilmittel?“ zeigen in einer Untersuchung von Jens Clausen und Klaus Fichter (Borderstep Institut) und Florian Kern und Frieder Schmelzle (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung) den Bedarf für eine Priorisierung von Wasserstoffanwendungen. weiterlesen…

Menschengemachte Luftverschmutzung bedeutender als Wüstenstaub

Mehr als 90 Prozent der gesundheitsgefährdenden, klimaschädlichen Feinstaubpartikel im Nahen Osten anthropogenen Ursprungs

Zu Beginn dieses Jahres teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit, dass der Nahen Osten zu den Regionen mit der schlechtesten Luftqualität zählt. Eine verbreitete Meinung ist jedoch, dass dort Wüstenstaub die bedeutendste Ursache von Luftverschmutzung sei. Eine am 22.09.2022 open access in Communications Earth & Environment veröffentlichte Untersuchung eines internationalen Teams unter Leitung des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie zeigt nun, dass mehr als 90 Prozent der gesundheitsgefährdenden Feinstaubpartikel aus anthropogenen Quellen stammen. weiterlesen…

Sommer 2022 viel zu warm und zu trocken

Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie zieht vorläufige Bilanz

Der Sommer 2022 liegt hinter uns, die vielerorts drückende Hitze und wochenlange Dürre sind überstanden. Zum  meteorologischen Herbstbeginn zieht das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) eine erste, vorläufige Bilanz: „Die Sommermonate waren in Hessen viel zu heiß und zu trocken. Nach einem vergleichsweise kühlen und feuchten Sommer 2021 reiht sich das Jahr 2022 nahtlos ein in die Abfolge der Hitzesommer 2015, 2018, 2019 – in Sachen Hitze liegt der Sommer 2022 nur knapp hinter dem Rekordjahr 2003“, heißt es in einer Pressemitteilung vom 23.09.2022. weiterlesen…