Sensor misst selbständig Verschmutzungsgrad von Solarmodulen

Fraunhofer ISE et al. präsentieren AVUSpro

Solarthermische Kraftwerke – ob Parabolrinnen oder Turmkraftwerke – werden meist in sonnenreichen Wüstengebieten errichtet. Verschmutzungen durch Sand und Staub führen hier zu hohen Unsicherheiten bei der Ertragsprognose und erhöhten Betriebskosten. Im Projekt „AVUSpro“ haben das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, die PSE Instruments GmbH, die TSK Flagsol Engineering GmbH und die Dornier Suntrace GmbH ein vollautomatisches Gerät zur Verschmutzungsmessung entwickelt. Die vier Partner haben das Messgerät erfolgreich in einem solaren Parabolrinnen-Kraftwerk in Kuwait getestet. Mit den gesammelten Daten können laut einer Medienmitteilung vom 20.07.2022 Reinigungstechniken und -zyklen optimiert werden, um den Ertrag zu steigern und die Kosten und den Wasserverbrauch zu minimieren. weiterlesen…

Wasserstoff: Genug für Import verfügbar

ESYS-Analyse

Wasserstoff stellt als Schlüsselelement, um Klimaneutralität zu erreichen, für die Dekarbonisierung der Industrie und bestimmter Verkehrssektoren eine wichtige Ergänzung der direkten Elektrifizierung dar. Um die künftig hohen Bedarfe zu decken, werden Importe nötig sein. Es gilt, aus der Vergangenheit zu lernen und Abhängigkeiten zu minimieren. Die ESYS-Fachleute zeigen in ihrer Analyse „Optionen für den Import von grünem Wasserstoff nach Deutschland bis zum Jahr 2030“ Möglichkeiten des Transports und die Vor- und Nachteile auf und beschreiben Hemmnisse und Herausforderungen für den Aufbau von Transportketten und Wasserstoffkooperationen. (Titel: Wasserstoff-Import – © acatec-ESYS) weiterlesen…

BEE: Erhalt der Erdgaskraftwerke absurd

Noch Nachbesserungsbedarf beim Netzentwicklungsplan Strom für 2023

Die Bundesnetzagentur hat kürzlich den Szenariorahmen 2023-2037/2045 genehmigt, der die Grundlage für den nächsten Netzentwicklungsplan Strom (NEP) bildet. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt die ambitionierten Ziele, mahnt aber dringend zu Nachbesserungen bei der Elektrolyse, Power-to-X (PtX) sowie der Bioenergie und Geothermie: Es sei „überhaupt nicht nachvollziehbar, weshalb das große Potenzial der Bioenergie vernachlässigt und deren Leistung bis 2045 deutlich zurückfahren werden soll.“ weiterlesen…

Gas ist weder Lösung noch Brücke

Nature-Studie zeigt: Ausbau der Erdgasinfrastruktur gefährdet die Energiewende

Der Ausbau der Erdgasinfrastruktur stellt ein Risiko für die Energiewende dar, da Erdgas keine Brückentechnologie hin zu einem 100% erneuerbaren Energiesystem im Sinne des Pariser Klimaabkommen ist. Das ist das am 04.07.2022 in Nature Energy erschienene Ergebnis einer Studie eines interdisziplinären deutschen Forschungsteams. Die Forschenden beleuchten die Erdgasfrage aus fünf Perspektiven und stellen dem Gas eine mit Kohle oder Öl vergleichbar schlechte Klimabilanz aus. Sie empfehlen Politik und Wissenschaft, die aktuellen Annahmen über Erdgas zu korrigieren. weiterlesen…

Klima, Krieg und Flucht

Als hätten wir es nicht gewusst
Blutzoll der fossilen Energieträger
Jede Sekunde flieht ein Mensch vor Klimafolgen

von Gerhard Hofmann

Ein Tag wie jeder andere. Das ZDF meldet: „Hunderte im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge haben am 29.07.2022 weiter auf die Zuweisung eines Hafens gewartet. Während die mehr als 430 Überlebenden auf der ‚Sea-Watch 3‘ die Nachricht erhielten, im italienischen Hafen Tarent an Land zu gehen, harrten auf der ‚Ocean Viking‘ und der ‚Geo Barents‘ insgesamt mehr als 1.000 Menschen weiter auf hoher See aus. Trotz der Gefahren gibt es keine staatlich organisierte Seenotrettung mehr auf dem Mittelmeer. Lediglich die Schiffe ziviler Organisationen halten Ausschau nach in Not geratenen Migranten.“(Foto: Sea Watch 3 – © Chris Grodotzki, Sea-Watch.org, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Steinbeis: Effiziente Speicherung von Wasserstoff

Konsortium entwickelt innovatives Konzept – Projektstart von MOST-H2

Die großflächige Nutzung von Wasserstoff als Energieträger ist eine zentrale Aufgabe, um Klimaziele und Energieunabhängigkeit in Europa zu erreichen. Das von der EU geförderte Projekt MOST-H2: “Novel metal-organic framework adsorbents for efficient storage of hydrogen” entwickelt daher ein innovatives Konzept zur Wasserstoffspeicherung, vom Labor bis zum Tank. Mit einem Budget von rund 6 Millionen Euro über zwei Jahre  konzentriert sich das Projekt auf Forschung und Innovation, um eine neue Speicherlösung auf Basis von metallorganischen Frameworks zu entwickeln. weiterlesen…

Deutschland braucht Wasser-Notfallplan

Kommentar von Franz Alt – „Wasserwende“

Wassernot in Afrika? Daran haben wir uns längst gewöhnt. Wassernot in Südeuropa? Auch das gab es immer öfter in den letzten Jahren. Aber Wassernot in Deutschland? Das schien im regenreichen Mitteleuropa bisher unwahrscheinlich. Doch seit mehreren Jahren regnet es auch bei uns zu wenig. Dürre und Hitze sind die Hauptursache für die auch hierzulande zunehmenden Waldbrände. Hinzu kommt noch ein meteorologisches Nord-Süd-Gefälle. So regnete es in den letzten Wochen in Franken nur wenig, aber in Alpennähe recht kräftig. Das ist keine Ausnahme. An den Alpen fielen von 1990 bis 2019 im Mittel 2000 Millimeter Regen pro Jahr, aber in Franken gerade mal 500 Millimeter. Franz Alt auf seiner Sonnenseite. (Foto: Niedrigwasser des Rheins bei Wiesbaden – © Christian Vogt für Solarify) weiterlesen…

Sanierung energetisch schlechter Häuser schützt besonders Arme

Gemeinsame Pressemitteilung von Deutsche Umwelthilfe und Öko-Institut

Eine am 26.7.2022 publizierte Untersuchung des Öko-Instituts und der Deutschen Umwelthilfe kommt zu dem Ergebnis, dass die Sanierung energetisch schlechter Häuser besonders Menschen mit geringem Einkommen schützt. Denn je weniger sie verdienen, desto häufiger leben Menschen in Häusern mit älteren Heizsystemen und hohem Energieverbrauch und müssen verhältnismäßig mehr von ihrem Einkommen für Energiekosten ausgeben. Deshalb fordern Deutsche Umwelthilfe und Öko-Institut, Fördermittel gezielt für die Sanierung von Gebäuden einzusetzen und dabei besonders einkommensschwache Haushalte zu unterstützen. weiterlesen…

Energiesparkampagne soll Akzeptanz schaffen

Regierung: Beschleunigung der Energiewende Frage der nationalen und europäischen Sicherheit

Übergeordnetes Ziel der Energiesparkampagne der Bundesregierung sei, – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 29.07.2022 – breite Akzeptanz für die Maßnahmen und den Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft zu schaffen und damit deutlich zu machen, dass die Beschleunigung der Energiewende eine Frage der nationalen und europäischen Sicherheit ist. Eine Quantifizierung der Einsparwirkung durch die Kampagne ist nicht möglich, da sie eine reine Informationsmaßnahme darstelle. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (20/2827) auf eine Kleine Anfrage der Unionsfraktion (20/2444). weiterlesen…

Kampagne der Agentur für Erneuerbare Energien „#ErneuerbarStattAtomar“

Mythen der Atomkraft Teil l

Über die Gewinnung von Energie durch Kernspaltung kursieren heute noch immer zahlreiche Gerüchte, Halb- und Unwahrheiten. Auch in der aktuellen Debatte. Deshalb räumt die Agentur für Erneuerbare Energien mit den 10 geläufigsten Mythen der Atomkraft auf. Solarify dokumentiert den ersten Teil (Teil 2 folgt). weiterlesen…