Hilferufe aus der Algenkultur

Kein Durchschnitts-SOS: Forschungsmethoden zur Reaktion auf Zusammenbruch von Algenkulturen und Vorbeugung dagegen

Algen sind ein spannender erneuerbarer Rohstoff für die Zukunft nachhaltiger Kraftstoffe und Produkte. Eine besonders interessante Anwendung, die das U.S. Department of Energy (DOE) Bioenergy Technologies Office (BETO) erforscht, zeigt das Potenzial, Algen in Vorprodukte für Düsentreibstoff zu verwandeln. Ihre schnellen Wachstumsraten, dichten Kulturen und genetische Vielfalt bedeuten, dass sie eine unglaubliche Anzahl von einzigartigen Eigenschaften besitzen, die auf unzählige Arten manipuliert werden können – schreibt Daniel B. Fishman, Technischer Leiter von Advanced Algal Systems. Die National Laboratories identifizieren verräterische Anzeichen von Algenproblemen, um wirksame Behandlungen zu finden und Ernteausfall zu verhindern. weiterlesen…

Gasspeichergesetz tritt in Kraft (30.04.2022)

BMWK: Versorgungssicherheit durch volle Gasspeicher

Wichtiger Schritt für unsere Versorgungssicherheit: Der Bundestag hat am 25.03.2022 die Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes zur Einführung von Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen (Gasspeichergesetz) beschlossen. Das Gesetz tritt zum 01.05.2022 in Kraft. Das ist erforderlich, damit das komplette Sommerhalbjahr zur Befüllung der Speicher zur Verfügung steht. weiterlesen…

Wasserstoff statt Kohle

Transformation der Stahlindustrie

Daniel Heckhoff, 33, Absolvent der Technischen Hochschule Georg Agricola (TGA) in Bochum, trägt einer Medienmitteilung vom 26.04.2022 zufolge mit den Erkenntnissen seiner Masterarbeit dazu bei, dass die Stahlproduktion über die Hochofenroute in Zukunft umweltfreundlicher wird. Er gehört einer Projektgruppe von thyssenkrupp an, die sich dem weltweit völlig neuartigen Projekt „Wasserstoff statt Kohle“ (H2BF) widmet. Ihr Ziel ist es, die CO2-Emissionen zu senken und den Technologiewandel in der Stahlproduktion voranzutreiben. weiterlesen…

Perfluorierte Chemikalien: Belastung wird unterschätzt

Neuartige umweltschädliche Substanzen in Flüssen nachgewiesen

Per- und polyfluorierte Chemikalien, kurz PFAS, können schädlich für Mensch und Umwelt sein. Trotzdem werden sie in unzähligen Alltagsprodukten eingesetzt. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Hereon, Institut für Umweltchemie des Küstenraumes, haben gemeinsam mit einem internationalen Wissenschaftlerteam Wasserproben aus deutschen und chinesischen Flüssen untersucht und in Environmental Science & Technology veröffentlicht. Das Besondere: Mit einer neuen Methode konnten sie an Industriestandorten – neben den bekannten – nun auch rund 60 üblicherweise nicht analysierte Substanzen aus der Gruppe der PFAS nachweisen. Davon wurden acht Substanzen vorher noch nicht in der Umwelt beschrieben. weiterlesen…

Wintershall Dea muss Milliardenverlust abschreiben

Beteiligung an bestehenden Projekten in Russland wird aufrecht erhalten

„Zeitenwende“ nicht nur im Bundestag und der Politik der Bundesregierung: Auch fossile Energieversorger spüren die Folgen des Ukraine-Kriegs – allen voran Wintershall Dea. Als „einen fundamentalen Wendepunkt“ bezeichnete CEO Mario Mehren den russischen Überfall laut einer Medienmitteilung in einer Video-Schaltkonferenz am 28.04.2022. Die Folge: 1 Mrd. Verlust im ersten Quartal. Der Grund: Das Aus für Nord Stream 2. Mehren: „Ein ‚Weiter so‘ mit Russland kann es jetzt nicht geben. Wird es nicht geben. Daran besteht kein Zweifel.“ weiterlesen…

Chemiker recyclen Plastikmüll mit Sonnenlicht

Sauerstoff und Licht verwandeln Kunststoffabfälle in nützliche Benzoesäure

Chemiker der amerikanischen Cornell University haben einen Weg gefunden, Polystyrol – ein Kunststoff, der in vielen alltäglichen Gegenständen vorkommt – mit Hilfe von Licht und Sauerstoff in Benzoesäure umzuwandeln, ein Produkt, das in Schul-Chemielaboren vorkommt und auch in Duftstoffen, Lebensmittelkonservierungsmitteln und anderen allgegenwärtigen Produkten verwendet wird. So betehen Eierkartons aus Styropor, Compact-Disc-Hüllen aus Hartplastik, rote Trinkbecher und viele andere gängige Produkte bestehen aus Polystyrol – weltweit ein Drittel des Deponiemülls. Die Arbeit „Chemical Upcycling of Commercial Polystyrene via Catalyst-Controlled Photooxidation“ wurde im Journal of the American Chemical Society veröffentlicht. weiterlesen…

So heizt Deutschland

Beispiellos detaillierter Einblick in den Gebäudesektor durch neue Ariadne-Erhebungsreihe

Die Energiekrise belastet Haushalte unter anderem durch massiv steigende Heizkosten. Um die Klimaziele im Gebäudesektor voranzubringen und Haushalte zielgerichtet zu unterstützen, braucht es eine gute Informationsbasis. Bisher ist die Datenlage zur Heiz- und Energieinfrastruktur in Deutschland allerdings sehr spärlich. Diese Lücke will das vom BMBF geförderte Kopernikus-Projekt Ariadne jetzt schließen: Einer Medienmitteilung vom 28.04.2022 zufolge soll eine neue Erhebungsreihe unter rund 15.000 Haushalten über drei Jahre verbindet erstmals detaillierte Informationen zu Gebäuden und Energienutzung mit sozioökonomischen Merkmalen der Bewohnerschaft. Die ersten Ergebnisse liegen jetzt vor. weiterlesen…

Organische Halbleiter-Photokatalysatoren

Wasserspaltung in H2 und O2

Die Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser durch solare Wasserspaltung ist eine mögliche Methode, um die Unbeständigkeit der Sonnenenergie zu überwinden, indem man sie als chemischen Brennstoff speichert. Anorganische Halbleiter wurden ausgiebig als Photokatalysatoren für die Wasserspaltung insgesamt untersucht, aber auch polymere Photokatalysatoren finden zunehmend Beachtung. In den meisten Studien über organische Polymere wurde bisher über die Wasserstofferzeugung mit Opferelektronendonatoren berichtet, was für die Wasserstofferzeugung in großem Maßstab ungeeignet ist. Forscher aus Liverpool, London und Tokio berichten in Angewandte Chemie International Edition open access über ihre weitergehenden Untersuchungen zum Thema. weiterlesen…

Effiziente Methode zerlegt Plastikflaschen in Bestandteile

US-Forscher demonstrieren erstmals Einsatz von metallorganischen Gerüsten zum Abbau von Kunststoffen

Ein Forschungsteam der Northwestern University (Evanston/Chikago) hat in einer kürzlich in Angewandte Chemie veröffentlichten Arbeit erstmals gezeigt, dass ein metallorganisches Gerüst (MOF) als stabiler und selektiver Katalysator für die Zerlegung von Kunststoffen auf Polyesterbasis in seine Bestandteile taugt. Es werden nur drei Dinge benötigt: Kunststoff, Wasserstoff und der Katalysator. Ein wichtiger Bonus ist, dass eine der Komponenten, in die der Kunststoff zerlegt wird, Terephthalsäure ist, eine Chemikalie, die zur Herstellung von Kunststoff verwendet wird. Mit der Northwestern-Methode ist es nicht notwendig, den ganzen Weg zurück zum Öl und zur teuren und energieintensiven Produktion und Abtrennung von Xylolen zu gehen. weiterlesen…

Energiewende gewinnt weltweit an Tempo

Weltweites Klimaziel: Globale Emissionen noch nicht auf 1,5°C-Pfad, selbst wenn alle Länder ihre derzeitigen Verpflichtungen einhalten

Soeben ist die Studie „Global Energy Perspective 2022“ von McKinsey & Company veröffentlicht worden. Für diese Analyse der Entwicklungen am weltweiten Energiemarkt wertet McKinsey regelmäßig die Daten und Fakten zu Entwicklungen von 55 Industriesektoren und über 70 Energieprodukten und -brennstoffen in 146 Ländern aus. Basis sind fünf Szenarien, die unterschiedliche Technologiefortschritte und politische Rahmenbedingungen bis 2050 berücksichtigen. Die Berechnungen wurden vor Ausbruch des Kriegs in der Ukraine im Zeitraum von August 2021 bis Februar 2022 durchgeführt. Deshalb spiegeln sie derzeit noch nicht die Auswirkungen des Kriegs auf die globalen Energiemärkte wider. (Titel: Global Energy Perspective 2022 – Executive Summary April 2022 – © McKinsey and Company) weiterlesen…