Potenziale für Wasserstoffantrieb bei Off-Highway-Fahrzeugen

Potenziale für Wasserstoffantrieb bei Off-Highway-Fahrzeugen

Für „Off-Highway“-Fahrzeuge wie Traktoren oder Baumaschinen und bestimmte Schienenfahrzeuge sind laut Bundesregierung „Potenziale von Wasserstoffverbrennungsmotoren für den Antrieb zu erkennen“ – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Ob dies auch in anderen Teilbereichen der Fall sein könnte, sei noch nicht abzusehen, heißt es in der Antwort der Regierung (19/32205) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/31768). Für andere bodengebundene Verkehrsmittel dürften im Bereich der Wasserstoffmobilität aus Effizienzgründen und aufgrund der Emissionsfreiheit Brennstoffzellenantriebe zu bevorzugen sein, schreibt die Bundesregierung. (hib/HAU) – Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…

„Wir brauchen einen Welthandel für erneuerbare Energie“

Max-Planck-Direktor Robert Schlögl im Interview über grünen Wasserstoff und nachhaltiges CO2-Recycling

Die Flutkatastrophe in Deutschland, die extreme Hitze und die Waldbrände in Teilen Südeuropas, nicht zuletzt der jüngste Bericht des Weltklimarats machen deutlich, dass wir unseren CO2-Ausstoß schnell und drastisch reduzieren müssen. Dafür wird viel Strom aus Erneuerbaren Quellen benötigt, auch für die Erzeugung von Wasserstoff durch Wasser-Elektrolyse. Auf diesen grünen Wasserstoff setzen viele Wirtschaftsbereiche bei ihrem klimafreundlichen Umbau. Damit kann sogar unvermeidbares CO2 in Methanol als Treibstoff und als Grundstoff der chemischen Industrie umgewandelt werden – im Fachjargon Carbon Capture and Use, kurz CCU genannt. Peter Hergersberg (MPG) sprach für die Internetseite der MPG mit Robert Schlögl, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr und am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin darüber, wo der Wasserstoff für die bevorstehende Transformation herkommen kann und wie sinnvoll CCU-Techniken sind. (Foto: Elektrolyseur – hinter Schutzscheiben in Bildmitte – im Duisburger Technikum von thyssenkrupp – Foto © thyssenkrupp) weiterlesen…

BMU fördert Lehrstuhl für Dekarbonisierung der Industrie

1,6 Mio. Euro für BTU Cottbus


Ein neuer Lehrstuhl für Dekarbonisierung und Transformation der energieintensiven Industrie wird an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) aufgebaut. Am 09.09.2021 erhielt BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande, einen entsprechenden Förderbescheid des Bundesumweltministeriums in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro. Der Lehrstuhl soll im kommenden Jahr seine Arbeit aufnehmen. Außerdem hat die BTU am 03.09.2021 zusammen mit ihren Projektpartnern vom BMU rund 4,2 Mio Euro für den Aufbau einer digitalen Plattform zur beruflichen Weiterbildung erhalten. (Foto: 2006 Bibliothek des Jahres: Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der BTU Cottbus – Foto © Stormfighter – Eig. Werk, CC BY 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Turing-Membran zur Verbesserung der Leistung von Zink-Batterien

Ultrahohe Flächenkapazität dank geordneter wellenförmiger Streifen

Vor kurzem hat ein Forscherteam unter der Leitung von Prof. LI Xianfeng vom Dalian Institute of Chemical Physics (DICP) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften neuartige Membranen für Batterien auf Zinkbasis entwickelt, die eine gleichmäßige Zinkabscheidung mit hoher Flächenkapazität und Stromdichte ermöglichen und am 27.07.2021 in ACS („Dendritenfreie Zinkbatterie mit hoher Flächenkapazität durch den regional induzierten Depositionseffekt der Turing-Membran“) publiziert. (Foto: Gebrauchte Akkus und Batterien auf dem Weg des Recycling – © John Cameron auf Unsplash) weiterlesen…

Solarkraftwerk im All?

China plant weltraumgestützte Solarenergiestation

Einem Regierungsplan zufolge will China bis 2030 eine 1-Megawatt-Solarenergiestation im Weltraum errichten, schrieb Stephen Chen am 17.08.2021 in der Hongkonger South China Morning Post. Sonnenenergie im Weltraum zu ernten und mit riesigen Raumstationen zur Erde zu übermitteln, galt bisher als Science-Fiction, aber bis 2030 soll die erste 1-Megawatt-Solarenergiestation im Weltraum arbeiten. Und bis 2049, wenn die Volksrepublik China ihr 100-jähriges Bestehen feiert, würde die Gesamtleistung auf 1 Gigawatt steigen, so viel, wie das derzeit größte AKW. weiterlesen…

Energiewende mit flüssiger Luft

Tech-Startup phelas bekommt mehr als halbe Million Euro

Deutschlands Strom wird zunehmend grüner. Die Speicherung von Wind- und Sonnenenergie bleibt dabei eine der größten Herausforderungen. Mit ihrem neuartigen elektrischen Großspeichersystem „Aurora“ will das Startup phelas aus München genau dieses Problem lösen und der Energiewende zum Durchbruch verhelfen. Das sechsköpfige Gründerteam konnte sich dafür jetzt eine Pre-Seed-Finanzierung von 600.000 Euro sowie Fördergelder sichern. Zu den Investoren gehören erfahrene Business Angels aus dem BayStartUP Investorennetzwerk (nach eigener Aussage „bayerisches Startup-Netzwerk für Startups, Investoren und die Industrie“), die selbst als Gründer und Unternehmer erfolgreich sind – so eine Medienmitteilung. (Foto: Kompressor – © stevepb auf pixabay) weiterlesen…

Die neue Alchemie der Kohlenstoffneutralität

Verfahren zur Herstellung von „grünem Ammoniak“ ohne Kohlenstoffemissionen: Umwandlung von Wasser in Ammoniak allein mit erneuerbarer Energie

Unter der Leitung von Dae Hoon Lee ist es einem Forschungsteam in der Abteilung für Plasmatechnik des Korea Institute of Machinery and Materials (KIMM) gelungen, ein innovatives, kohlenstofffreies Verfahren zur Herstellung von Ammoniak zu entwickeln. Das innovative Verfahren nutzt Erneuerbare Energie zur Herstellung von Ammoniak bei Raumtemperatur und Normaldruck und könnte einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung von Kohlenstoffneutralität leisten – so eine Medienmitteilung auf der KIMM-Internetseite vom 19.08.2021. Bereits am 05.08.2021 waren die Forschungsergebnisse in ACS Energy Letters unter dem Titel: „Plasma Catalyst-Integrated System for Ammonia Production from H2O and N2 at Atmospheric Pressure“ (Plasma-Katalysator-integriertes System für die Ammoniakproduktion aus H2O und N2 bei atmosphärischem Druck) veröffentlicht worden. weiterlesen…

Endlagersuche erreicht erstes Etappenziel der Öffentlichkeitsbeteiligung

Ministerin Schulze dankt allen Mitwirkenden und spricht sich für weitere intensive Beteiligung aus

Die Fachkonferenz Teilgebiete – das erste formale Öffentlichkeitsbeteiligungsformat des Standortauswahlverfahrens für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle – hat am 07.09.2021 ihren Abschlussbericht an die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) übergeben. Damit – so eine Medienmitteilung aus dem BMU – wird eine mehrmonatige öffentliche Diskussion des Zwischenberichts Teilgebiete abgeschlossen; die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Standortauswahlverfahren wird fortgesetzt. Hierbei bezieht das zuständige Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) die Öffentlichkeit bereits in die Konzeption ein. (Foto: Liegend gestapelte Fässer mit radioaktiven Abfällen in einer Kammer der Schachtanlage Asse II – © Bundesgesellschaft für Endlagerung) weiterlesen…

Soziale CO2-Kosten 3.000 €/t

Klimawirtschaftliche Rückkopplungen und Temperaturschwankungen

Die Kosten des Klimawandels könnten bis 2100 sehr viel höher sein als bisher angenommen. Das geht aus einer Studie hervor, die ein internationales Forscherteam am 06.09.2021 open access in Environmental Research Letters veröffentlicht hat. Darin modellieren Forscher die Auswirkungen des Klimawandels auf das künftige Wirtschaftswachstum. weiterlesen…

Organische Deckschicht ermöglicht druckbare Silberelektroden

Marburger Physiker schaffen durch verbesserte Materialeigenschaften Grundlagen für Organische Elektronik

Elektronik auf Kunststoffbasis – was klingt wie Science Fiction, rückt dank der jüngsten Entdeckung von Marburger Physikern der Alltagstauglichkeit näher: Die elektrische Leistungsfähigkeit von Silberelektroden verbessere sich, wenn man sie zuvor mit extrem dünnen Molekülfilmen beschichtet – so eine Medienmitteilung auf der Internetseite der Universität vom 06.09.2021. Das gelte sowohl für hochgeordnete kristalline als auch für ungeordnete Silberelektroden, wie die Physiker Felix Widdascheck, Daniel Bischof und Professor Gregor Witte von der Philipps-Universität im Fachblatt „Advanced Functional Materials“ berichten. (Foto: Felix Widdascheck entwickelte Methode für druckbare Silberelektroden – Foto © Maximilian Dreher (mit frdl. Genehmigung Uni Marburg) weiterlesen…