Klimafreundliche Stahlproduktion

Wasserstoff statt Kohle: Wie wird Stahl grün?
– mit freundlicher Genehmigung – von Henning Bartels –

In der Stahl- und Eisenproduktion könnten grüner Wasserstoff und elektrifizierte Prozesse die klassischen Kohlehochöfen überflüssig machen – und eine klima­neutrale Stahlproduktion ermöglichen. Gut 20 Prozent des Treibhausgasausstoßes in Deutschland gehen auf Kosten der Industrie – das sind immerhin knapp 200 Millionen Tonnen CO2-Äqui­va­lente pro Jahr. Größter einzelner Verursacher in diesem Sektor ist die energieintensive Stahl- und Eisenbranche. Denn die traditionelle Stahlproduktion setzt auf Hochöfen, die mit Kohle betrieben werden und erhebliche Mengen CO2 verursachen (am 16.03.2020 im BDEW-Magazin Wasserstoff statt Kohle: Wie wird Stahl grün?). weiterlesen…

Ozonloch erstmals in der Arktis

Außergewöhnliche Wettersituation und hohe Chlorkonzentrationen in der Atmosphäre begünstigten den Ozonabbau

Wie ein Schutzmantel breitet sich die Ozonschicht über uns aus und absorbiert einen Großteil der schädlichen UV-Strahlung der Sonne. Wenn die Schutzschicht jedoch so dünn wird, dass sie den Normalwert um etwa ein Drittel unterschreitet, dann spricht man von einem „Ozonloch“. Erstmals zeigt sich nun ein Ozonloch in voller Ausprägung über der Arktis, wie Atmosphärenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beobachtet haben. Unterschritten worden sei der kritische Ozonwert von 220 Dobson Einheiten – normalerweise komme das in der Polregion nur im Frühling in der Antarktis vor, nicht aber in der Arktis auf der Nordhalbkugel, so die Forscher. weiterlesen…

„Auf absehbare Zeit keine wirtschaftlichen Anreize“

Wasserstoff-Stahl: ArcelorMittal und HAW Hamburg legten bereits 2017 Studie vor

Als innovatives Stahlwerk ist ArcelorMittal Hamburg ständig auf der Suche nach alternativen, klima- und umweltverträglichen Stahl-Herstellungsprozessen und hat bereits 2017 eine die Direkt-Reduktion von Eisenerz mit Hilfe von Wasserstoff bewertende Studie veröffentlicht. Deren lakonisches Fazit: „Eine Abschätzung von Umwandlungskosten macht deutlich, dass es unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten auf absehbare Zeit keine wirtschaftlichen Anreize geben wird, in einen solchen Prozess zu investieren.“ weiterlesen…

Bei der Corona-Krise an morgen denken

Klimaschutzbemühungen nicht aufschieben! – Wirtschaftsexperten fordern verstärkte Investitionen in Strukturwandel

„Das Falsche lassen“ und zugleich „das Richtige tun und an morgen denken“ – Wirtschaftsexperten vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) haben im Auftrag von Greenpeace Handlungsrahmen für verschiedene Bereiche erstellt, die in der aktuellen Corona-Krise kurz- wie langfristig Nutzen für Wirtschaft und Klimaschutz bringen. Dabei warnen sie davor, drängende Aufgaben im Angesicht des Klimawandels zurückzustellen, wie Manuel Först am 24.03.2020 für energiezukunft berichtet. weiterlesen…

Netzagentur setzt Strafzahlungen aus

…und ändert Ausschreibungsprozedere

Wegen der Corona-Pandemie ändert die Bundesnetzagentur die Modalitäten der laufenden Ausschreibungen für Photovoltaik-, Windkraft-, Biomasse und KWK-Anlagen. Die Ausschreibungen sollen durchgeführt und die Bieter informiert werden, aber keine öffentliche Bekanntmachung der Zuschläge erfolgen. Auch soll ein Verfallen bereits gewährter Zuschläge infolge der Corona-Pandemie vermieden werden, schrieb Sandra Enkhardt am 21.03.2020 in pv magazine. weiterlesen…

Strompreise müssten sinken, nicht steigen

Stromanbieter geben Preisverfall der Strombörse nicht an Verbraucher weiter

Obwohl sich der Börsenstrompreis gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2018 und 2019 etwa halbiert hat und derzeit bei unter zwei Cent pro Kilowattstunde liegt, müssen die Verbraucher dennoch höhere Preise bezahlen. Erst am 03.03.20 hatte das Internetportal Verivox berichtet, dass die Stromrechnung aller privaten Haushalte in Deutschland zusammengenommen von 36 Milliarden Euro in 2018 auf 39 Milliarden Euro in 2020 steigen soll. Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), kommentierte am 24.03.2020 die steigenden Strompreise für Verbraucher: weiterlesen…

Der Effizienz organischer Solarzellen auf der Spur

Molekülschwingungen reduzieren maximal erreichbare Photospannung

Wissenschaftler der TU Dresden und der Hasselt University in Belgien haben sich mit den physikalischen Ursachen beschäftigt, die den Wirkungsgrad neuartiger Solarzellen auf der Basis organischer molekularer Materialien einschränken. Aktuell ist u.a. die Spannung solcher Zellen noch zu gering – ein Grund für ihre noch relativ niedrigen Effizienzen. In ihrer in Nature Communications veröffentlichten Studie, bei der sie u.a. die Schwingung von Molekülen in den dünnen Filmen betrachteten, konnten die Wissenschaftler zeigen, dass ganz fundamentale Quanteneffekte, sogenannte Nullpunktsschwingungen, einen wesentlichen Beitrag zu Spannungsverlusten leisten können. (Illustration der Erzeugung von Elektron-Loch Paaren (sog. Exzitonen), der Vorstufe von freien Ladungsträgern in der aktiven Schicht einer organischen Solarzelle. Freie Ladungsträger erzeugen anschließend eine elektrische Spannung an den Kontakten in der Zelle. Der untere Bildausschnitt zeigt ein mikroskopisches Modell der organischen Dünnfilms. – Foto – © M. Panhans) weiterlesen…

Neues Label erleichtert dezentrale Energieversorgung

Naturstrom stellt Tarife für lokale Partner auf Regionalnachweise um

Saubere Energie dort zu produzieren, wo sie verbraucht wird: Das ist der Kerngedanke des dezentralen Ausbaus erneuerbarer Energien. Dafür arbeitet u.a. der Öko-Energieversorger Naturstrom mit Bürgerenergiegesellschaften, Projektentwicklern und Kraftwerksbetreibern zusammen und bietet mit ihnen lokale Ökostromtarife aus ihren Anlagen an. Für diese setzt Naturstrom nun auf Regionalnachweise, um so die Sichtbarkeit der Partner und die Akzeptanz für Ökokraftwerke zu stärken. (Der Bürgerwindpark Ramsthal ist eines der Lieferantenkraftwerke für die Regionalstromprodukte – Foto © Naturstrom AG) weiterlesen…

Algorithmen helfen beim Umweltmonitoring

Gemeinsam effektiver: Informatiker und Ökologen untersuchen Veränderungen in Ökosystemen

Klimawandel und veränderte Landnutzung haben unumkehrbare Auswirkungen auf die Biodiversität von Landökosystemen. Die Folgen dieser Bedrohungen für unsere Ökosysteme sind jedoch nur teilweise verstanden. Heute verfügen Forscher über eine Fülle neuer Datenquellen, mit der sie die grundlegenden Veränderungen unseres Planeten und deren Ursachen untersuchen. In den vergangenen vier Jahren haben Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen aus sieben europäischen Ländern zu diesem Themengebiet in dem von der Europäischen Union geförderten Projekt „BACI“ intensiv zusammengearbeitet. Nun wollen sie sich vom 27. bis 28.03.2019 zu einem abschließenden Gedankenaustausch am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena treffen. weiterlesen…

Globaler Kohleausstieg: Nutzen überwiegt Kosten

Nationale und globale Interessen nicht notwendigerweise Gegensätze

Mit mehr als einem Drittel der weltweiten Emissionen ist die Kohleverbrennung nicht nur die wichtigste Einzelquelle von CO2, sondern beeinträchtigt auch in erheblichem Maß die öffentliche Gesundheit und die biologische Vielfalt. Trotzdem ist der weltweite Ausstieg aus der Kohleverbrennung nach wie vor eines der dicksten politischen Bretter. Stichhaltige ökonomische Argumente, warum sich der Aufwand lohnt, liefern jetzt neue Computersimulationen eines internationalen Forscherteams, wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung am 23.03.2020 mitteilte. weiterlesen…