Wachsende Relevanz von Speichern

Regierung zur Netzentgeltsystematik bei Stromspeichern

Mit steigendem Anteil an Stromerzeugung aus fluktuierenden Quellen wie Wind und Sonne steigt der Bedarf an Flexibilität durch andere Erzeuger und auf Verbrauchsseite an einem stabilen und effizienten Systembetrieb, schreibt der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 05.05.2022 über einen Bericht der Bundesregierung (20/1653) zum Thema. Zu den wesentlichen Flexibilitätsoptionen zählen Speicher; insbesondere die vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke (PSW) verfügen aktuell über eine erhebliche Kapazität. Zugleich wächst die Relevanz der Speicher im Systembetrieb durch den Zuwachs von „neuen“ Verbrauchern wie Heimspeicher, Elektromobilen und Wärmepumpen. weiterlesen…

Bioenergie möglicherweise klimaschädlich

Regierung: Mittelbare Emissionen möglich

Die Nutzung von Bioenergie kann – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – mittelbar Treibhausgasemissionen verursachen und ökologisch wertvolle Gebiete gefährden, schreibt die Bundesregierung in ihrem Bericht (18/13299) zur Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe. Darin heißt es, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Biomasse für energetische Zwecke auf Flächen produziert werde, die vorher zur Produktion von Biomasse für andere Zwecke (zum Beispiel Lebens- oder Futtermittel) genutzt worden seien. Die Produktion dieser Lebens- oder Futtermittel könne infolgedessen zumindest teilweise in Gebiete mit hohem Kohlenstoffbestand wie Wälder oder Moore verdrängt werden. weiterlesen…

Allianz: Energiewende könnte bis 2032 mehr als 400.000 Jobs schaffen

Ukrainekrieg stätkt Rückhalt

Eine am 05.05.2022 veröffentlichte Untersuchung des Versicherungskonzerns Allianz Trade (früher Euler Hermes) prophezeit, die Energiewende könnte bis 2032 als Folge des Osterpakets signifikantes Wirtschaftswachstum und mehr als 400.000 Arbeitsplätze schaffen. Allerdings falle der Startschuss für die nächste Phase der grünen Transformation in eine „schwierige Zeit mit Inflation, Ukraine-Invasion sowie Knappheit bei Rohstoffen und Arbeitskräften“. Entscheidend für den Erfolg sei die Investitionsbereitschaft des Privatsektors. Der Ukrainekrieg stärke jedoch den „Rückhalt für Energiewende bei Regierung und Bevölkerung“. weiterlesen…

EU will grüne Wasserstoffproduktion bis 2025 verzehnfachen

Konzerne und Kommission mit Absichtserklärung zum Wasserstoff-Hochlauf

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie EU-Initiative „European Clean Hydrogen Alliance“ legt den Grundstein für einen beschleunigten Wasserstoffhochlauf in Europa. Am 05.05.2022 versammelten sich dem Handelsblatt zufolge dazu Konzernchefs und Vertreter der Wasserstoffindustrie mit hochrangigen EU-Vertretern, darunter Binnenmarktkommissar Thierry Breton, in Brüssel. Sie vereinbarten eine gemeinsamen Absichtserklärung definieren Wirtschaft und Politik, wie sie die Hürden beim Aufbau einer nennenswerten europäischen Wasserstoffproduktion überwinden wollen. Die Erklärung steht im Internet. Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…

Bodenmikrobe könnte künstliche Photosynthese ankurbeln

Enzym „jongliert“ mit Reaktionsbestandteilen

Ein bakterielles Enzym kann mit Hilfe eines molekularen Klebstoffs und einer rechtzeitigen Korrektur Kohlendioxid 20mal schneller in Kohlenstoffverbindungen umwandeln als pflanzliche Enzyme bei der Photosynthese. Die Ergebnisse könnten den Fortschritt bei der Umwandlung von Kohlendioxid in eine Vielzahl von Produkten beschleunigen, schreibt Glennda Chui am 29.04.2022 auf der Webseite des Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) am National Accelerator Laboratory. (Bild: Zwei gepaarte Moleküle (blau und weiß) innerhalb des ECR-Enzyms, das Kohlenstoff in Bodenmikroben bindet – Animation © H. DeMirci et al., ACS Central Science, 2022open access) weiterlesen…

Wie wirkt sich der Ukrainekrieg auf die Wasserstoffwende aus?

Grüner Wasserstoff wird befördert

Deutschland will (muss) künftig mehr auf erneuerbare Energien setzen. Weg von fossilen Rohstoffen – vor allem denen aus Russland. Grüner Wasserstoff soll dabei eine wichtige Rolle spielen. Konnte die Klimakrise bisher nicht den nötigen Druck ausüben, die Energiewende zügig voranzutreiben, scheint jetzt vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine ein höheres Tempo zu herrschen. Zitate aus einer 30-Minuten-Sendung des Deutschlandfunks. weiterlesen…

Gemeinsame Absichtserklärung zur Deutsch-Indischen Wasserstoffkooperation

Habeck unterzeichnet am 02.05. – Indo-German Energy Forum wird eingerichtet

Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck und der Indische Energieminister R.K. Singh haben am 02.05.2022 eine Vereinbarung zur Deutsch-Indischen Wasserstoffkooperation unterzeichnet. Die Vereinbarung im Rahmen der Deutsch-Indischen Regierungskonsultationen unterstreicht den Willen beider Länder, in den Bereichen Erzeugung, Weiterverarbeitung, Anwendung und Transport von grünem Wasserstoff eng zu kooperieren. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME, H2 und Solarstrom – Montage © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

„Wie ein gerechter Strukturwandel gelingen kann“

Wuppertal Institut entwickelte „Just Transition“-Praxishandbuch für Kohleregionen

Um die globalen Klimaziele umsetzen zu können, muss der Kohleausstieg bald verwirklicht werden. Jedoch ist die Energiewende nicht nur eine technische Herausforderung, sondern die hieraus resultierenden Kosten und den Nutzen müssen ausgewogen verteilt werden. Zudem müssen alle Beteiligten im Transformationsprozess eingebunden werden. Vor diesem Hintergrund hat das Wuppertal Institut die „Just Transition toolbox for coal regions“ entwickelt. Dieses Kompendium enthält neben Erfahrungen und Beispielen aus der Praxis auch Empfehlungen zu weiteren Handbüchern, Tools und Leitfäden. Das Handbuch ist ab sofort auf der Projekt-Website in drei Sprachen verfügbar. (Bild: Cover des Just Transition-Praxishandbuchs für Kohleregionen – Quelle © Wuppertal Institut) weiterlesen…

EWI: Folgen eines russischen Gas-Lieferstopps

EU müsste Verbrauch bereits im Sommer reduzieren

Wenn die EU kein Erdgas mehr aus Russland beziehen kann oder will, müsste sie schon über den Sommer ihren Verbrauch deutlich reduzieren. Falls Erdgaslieferungen aus Russland ab Mai vollständig eingestellt würden, müsste Europa in den kommenden zwölf Monaten seinen Verbrauch um insgesamt 790 TWh reduzieren. Das geht aus der Kurzanalyse „Auswirkungen ausbleibender Gas-Lieferungen aus Russland auf die Versorgungssicherheit“ des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln hervor. Sollen die Speicher zum 30.04.2023 vollständig entleert werden, dann müsste die Nachfrage nach Erdgas immer noch um 459 TWh verringert werden. weiterlesen…

Desertec lebt

Lesehinweis: „Wo eine Kilowattstunde Grünstrom nur zwei Cent kostet“ (Wirtschaftswoche)

Seit sich allmählich die Erkenntnis durchsetzt, dass die fossilen Energieträger im Boden bleiben müssen, wollen Nordafrika und die Golfstaaten jetzt Lieferanten erneuerbarer Energieträger werden; der Ukrainekrieg beschleunigt den Trend. Exklusive Satellitenbilder zeigen den massiven Ausbau von Windkraft und Solaranlagen in der Region. Das Projekt „Wirtschaft von oben“ – schreibt Thomas Kuhn am 30.04.2022 in der Wirtschaftswoche – eine Kooperation seines Blatts mit LiveEO – das neue Unternehmen analysiert vollautomatisch Satelliten- und Drohnendaten und monitort global Infrastrukturnetzwerke. (Bild: Karte der möglichen Wüstenstromflüsse nach Europa – © dii (2010)) weiterlesen…