Gasspeichergesetz tritt in Kraft (30.04.2022)

BMWK: Versorgungssicherheit durch volle Gasspeicher

Wichtiger Schritt für unsere Versorgungssicherheit: Der Bundestag hat am 25.03.2022 die Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes zur Einführung von Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen (Gasspeichergesetz) beschlossen. Das Gesetz tritt zum 01.05.2022 in Kraft. Das ist erforderlich, damit das komplette Sommerhalbjahr zur Befüllung der Speicher zur Verfügung steht. weiterlesen…

Wasserstoff statt Kohle

Transformation der Stahlindustrie

Daniel Heckhoff, 33, Absolvent der Technischen Hochschule Georg Agricola (TGA) in Bochum, trägt einer Medienmitteilung vom 26.04.2022 zufolge mit den Erkenntnissen seiner Masterarbeit dazu bei, dass die Stahlproduktion über die Hochofenroute in Zukunft umweltfreundlicher wird. Er gehört einer Projektgruppe von thyssenkrupp an, die sich dem weltweit völlig neuartigen Projekt „Wasserstoff statt Kohle“ (H2BF) widmet. Ihr Ziel ist es, die CO2-Emissionen zu senken und den Technologiewandel in der Stahlproduktion voranzutreiben. weiterlesen…

Wintershall Dea muss Milliardenverlust abschreiben

Beteiligung an bestehenden Projekten in Russland wird aufrecht erhalten

„Zeitenwende“ nicht nur im Bundestag und der Politik der Bundesregierung: Auch fossile Energieversorger spüren die Folgen des Ukraine-Kriegs – allen voran Wintershall Dea. Als „einen fundamentalen Wendepunkt“ bezeichnete CEO Mario Mehren den russischen Überfall laut einer Medienmitteilung in einer Video-Schaltkonferenz am 28.04.2022. Die Folge: 1 Mrd. Verlust im ersten Quartal. Der Grund: Das Aus für Nord Stream 2. Mehren: „Ein ‚Weiter so‘ mit Russland kann es jetzt nicht geben. Wird es nicht geben. Daran besteht kein Zweifel.“ weiterlesen…

EEG-Umlage endet am 01.07.2022

Bundestag beschließt Abschaffung

Der Deutsche Bundestag hat am 28.04.2022 nach der zweiten und dritten Beratung den Gesetzentwurf zur Absenkung der Kostenbelastung durch die EEG-Umlage und zur Weitergabe dieser Absenkung an die Letztverbraucher beschlossen. Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass die EEG-Umlage ab dem Jahr 2023 vollständig aus dem Energie- und Klimafonds finanziert werden soll. Mit dem Gesetz wird die EEG-Umlage bereits 2022 abgeschafft und ab dem 01.07. nicht mehr erhoben. Zielsetzung des Gesetzes ist es, angesichts der aktuellen Hochpreisphase eine spürbare Entlastung der Verbraucher bei den Stromkosten zu erreichen. weiterlesen…

Energiewende gewinnt weltweit an Tempo

Weltweites Klimaziel: Globale Emissionen noch nicht auf 1,5°C-Pfad, selbst wenn alle Länder ihre derzeitigen Verpflichtungen einhalten

Soeben ist die Studie „Global Energy Perspective 2022“ von McKinsey & Company veröffentlicht worden. Für diese Analyse der Entwicklungen am weltweiten Energiemarkt wertet McKinsey regelmäßig die Daten und Fakten zu Entwicklungen von 55 Industriesektoren und über 70 Energieprodukten und -brennstoffen in 146 Ländern aus. Basis sind fünf Szenarien, die unterschiedliche Technologiefortschritte und politische Rahmenbedingungen bis 2050 berücksichtigen. Die Berechnungen wurden vor Ausbruch des Kriegs in der Ukraine im Zeitraum von August 2021 bis Februar 2022 durchgeführt. Deshalb spiegeln sie derzeit noch nicht die Auswirkungen des Kriegs auf die globalen Energiemärkte wider. (Titel: Global Energy Perspective 2022 – Executive Summary April 2022 – © McKinsey and Company) weiterlesen…

Charta des Netzwerks Klimajournalismus Deutschland

Kein (Einzel-)Thema, sondern Dimension eines jeden Themas

Am 26.04.2022 hat das Netzwerk Klimajournalismus eine Charta zum Umgang der Medien mit der menschengemachten Klimakrise, die „Demokratie und Grundrechte auf unserem Planeten gefährdet“, darüber veröffentlicht, was Klimajournalismus nach Ansicht der medienübergreifenden Initiative leisten muss. Umgehend seien „grundlegende Veränderungen unserer Art zu leben und zu wirtschaften“ nötig, um der weiteren Erwärmung der Atmosphäre Einhalt zu gebieten. „Der Globale Norden trägt durch den Kolonialismus und das Wachstumsparadigma seiner Ökonomien historisch die Verantwortung für die Klimakrise. Klimajournalismus erkennt diese Fakten an und konfrontiert die Verantwortlichen damit, dass sie die Welt in eine irreversible Katastrophe steuern, wenn sie in den nächsten Jahren nicht entschieden handeln.“ Solarify veröffentlicht die Charta. (Grafik: Weltweite ‚Warming Stripes‘ – 1850-2020 – © Ed Hawkins, climate-lab-book.ac.uk, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Auswahl von Sauerstoffreduktionskatalysatoren für sekundäre Zink-Luft-Batterien mit drei Elektroden

Eine in Scientific Reports publizierte britisch-chinesische Untersuchung

Elektrokatalysatoren für die Sauerstoffreduktionsreaktion (ORR), die hocheffizient, kostengünstig und dennoch langlebig sind, sind für sekundäre Zn-Luftzellen wichtig. Metall-Luft-Batterien mit Sauerstoffelektroden gelten als äußerst attraktive Systeme, da das elektroaktive Material der Sauerstoffelektrode leicht aus der Umgebungsatmosphäre gewonnen werden kann und keine Lagerung erforderlich ist. Das vereinfacht die Konstruktion des Systems und ermöglicht gleichzeitig eine unbegrenzte Kapazität der Sauerstoffelektrode, wodurch die Energiedichte des Systems erhöht wird, so die Autoren in ihrem Artikel. weiterlesen…

Laser für Wasserstofftechnologie

Fraunhofer ILT eröffnet neue Forschungsplattform

Das Gelingen der Energiewende ist eng geknüpft an die Weiterentwicklung der Wasserstoff-Technologien. Die Brennstoffzelle dabei zur Serienreife zu bringen ist das große Ziel des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT. Auf über 300 Quadratmetern Laborfläche richten die Aachener Forschenden dazu ein Wasserstoff-Labor ein: Eine große Bandbreite an lasertechnischen Versuchsanlagen bietet öffentlichen Projekten und Industriekooperationen künftig eine in Deutschland einzigartige Forschungsplattform. Am 05.05.2022 öffnet das neue Hydrogen Lab im Rahmen der „Lasertechnik Live“ Teilnehmenden des „International Laser Technology Congress AKL‘22“ in Aachen erstmals seine Pforten. (Foto: Mittels UKP-Lasermikrostrukturierung funktionalisierte Bipolarplatte – © Fraunhofer ILT, Aachen) weiterlesen…

Novelle des Energiesicherungsgesetzes von 1975

Bundeskabinett beschließt notwendiges Update zur Stärkung der Vorsorge

Die Bundesregierung „wappnet sich weiter für eine Zuspitzung der Lage auf den Energiemärkten“, so eine Medienmitteilung aus dem BMWK vom 25.04.2022. Dazu hat das Bundeskabinett am 25.04.2022 in einem schriftlichen Umlaufverfahren die Novelle des Energiesicherungsgesetzes beschlossen. Das Gesetz sieht bei einer Gefährdung oder Störung der Energieversorgung weitreichende Handlungsmöglichkeiten zur Krisenbewältigung vor. Das reicht von Möglichkeiten der Treuhandverwaltung von Unternehmen der kritischen Energieinfrastruktur über eine Stärkung der europäischen Solidarität bis hin zu einer digitalen Plattform, die eine bessere Steuerung der Gasreduktion bei Unternehmen erlaubt. weiterlesen…

BaWü: Flaute beim Windstrom

Nötig wären bis 2040 siebenmal mehr Genehmigungen

Nicht nur in Bayern: In Baden-Württemberg wurden im ersten Quartal 2022 nur drei neue Windgeneratoren errichtet. Der Windenergiezubau ist damit nach Angaben der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg „deutlich zu gering: Für die Versorgungssicherheit und den Klimaschutz im Südwesten sind bis 2030 im Schnitt 100 neue Windenergieanlagen pro Jahr erforderlich.“ Franz Pöter von der Plattform EE BW: „Im Land geht es bei der Windenergie nicht voran. Hier brauchen wir schnell deutlich mehr Genehmigungen.“ Einen kleinen Lichtblick gebe es lediglich bei der Photovoltaik: Bis Ende März seien in diesem Jahr knapp 10.000 neue Solarstromanlagen errichtet worden. weiterlesen…