„Das Ende der Kohle ist eingeläutet“

Interview mit Jochem Marotzke zum Weltklimagipfel in Glasgow

Im Rahmen der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow konnten sich die Vertragsstaaten nach der (inzwischen üblichen) Verlängerung doch noch auf ein Abkommen einigen. Peter Hergersberg, Max-Planck-Gesellschaft, sprach mit Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie, darüber, welche Erfolge Glasgow gebracht hat, welche Bedeutung solche Klimagipfel und Abkommen haben sowie die Hoffnungslosigkeit, die der Klimawandel in manchen jungen Menschen auslöst. weiterlesen…

Verschärfte Klimaschutzziele bis 2045 erreichbar

Fraunhofer ISE: Aber umfangreiche und schnelle Maßnahmen nötig

PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyNach dem Bundestags-Beschluss zum Klimaschutzgesetz (KSG) vom Juni 2021 mit dem verschärften Ziel der Treibhausgasneutralität Deutschlands 2045 hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE seine Studie „Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem“ mit seinem Energiesystemmodell REMod komplett neu berechnet. weiterlesen…

Glasgow – historisch?

Eine COP26-Bilanz von Werner Eckert
-mit freundlicher Genehmigung-

Glasgow sollte als der Gipfel in die Geschichte eingehen, der den weltweiten Ausstieg aus der Kohle bringt. Und er sollte die Welt auf Kurs 1,5-Grad-Limit bringen. Was ist erreicht, was nicht? ARD-Umwelt- und Klimaexperte Werner Eckert hat die COP26 in Glasgow verfolgt und ihre Resultate aufgelistet – Solarify dokumentiert seine Analyse, die zuerst auf tagesschau.de erschien. (Foto: Obama vor COP26-Plenum – Foto © UNFCCC-Team_KiaraWorth, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

Frankreich will Solarenergie-Ausbau beschleunigen

Aber zwei Drittel des französischen Stroms kommen immer noch aus Kernenergie

In Frankreich rücken die Wahlen näher, und passend zur Weltklimakonferenz verkündet die Regierung ihren solaren Fahrplan – ein Amuse-Gueule für alle Klimawähler. Umweltministerin Barbara Pompili stellte gegenüber der französischen Presse zehn Maßnahmen vor, die im Aktionsplan enthalten sind. Nicole Allé hat sich den französischen Aktionsplan für energiezukunft näher angeschaut. weiterlesen…

„Konferenz-Bashing geht immer“

von Werner Eckert, ARD
mit freundlicher Genehmigung

Ja, prima, Konferenz-Bashing geht immer. Da wird die Welt nicht gerettet. Stimmt. Beschlüsse von 197 Staaten sind eben keine Leitartikel, keine klugen Einlassungen von Wissenschaftlern und sie passen schon gar nicht auf ein Demo-Plakat. Was den Klimaschutz betrifft waren sie schon immer ungenügend – gemessen an der Realität im Klimawandel – und die ist bereits grausam. (Foto: COP26 – kurz vor Schluss-Plenum – Foto © UNFCCC-Team_Kiara Worth, unfccc.int, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

Global Energy Monitor: Chinas Ausstieg aus der Auslandskohle drückt Pipeline

China will keine Kohlekraftwerke mehr im Ausland finanzieren – dennoch geringer Effekt für Weltklima

China und die USA haben bei der UN-Klimakonferenz eine Vereinbarung für mehr Klimaschutz geschlossen. Der weltgrößte Geldgeber für den Bau von Kohlekraftwerken will zudem aus der Finanzierung von Kohlekraftwerken im Ausland aussteigen. Mit Chinas Rückzug könnte die Pipeline für neue Kohlekraftwerke in Asien auf 22 GW sinken – von denen wahrscheinlich nicht alle gebaut werden, schreibt der Global Energy Monitor. Doch dem Klima hilft das wenig, so die Neue Zürcher Zeitung schon am 28.09.2021. Im Handelsblatt nennen Jan Steckel und Niccolò Manych Xi Jinpings Ankündigung dagegen eine „unterschätzte Weichenstellung“ – sie sei vielmehr eine „Zäsur“. weiterlesen…

thyssenkrupp wird strategischer Partner der Dii Desert Energy

thyssenkrupp wird strategischer Partner bei Dii Desert Energy

thyssenkrupp und das internationale Branchennetzwerk Dii Desert Energy arbeiten gemeinsam an der Wiederbelebung der Initiative, um die Energiewende in der MENARegion voranzutreiben. Am 11.11.2021 gaben die Dii und der Essener Stahlkocher bekannt, dass thyssenkrupp (vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch die zuständigen Behörden) eine strategische Partnerschaft mit der Dii Desert Energy GmbH (früher Desertec Industrial Initiative) eingehen wird. Die Dii leistet in der MENA-Region (Middle East North Africa) Pionierarbeit im Bereich erneuerbare Energien und ist seit 2016 auch im Bereich grüner Wasserstoff aktiv. 2017 ist thyssenkrupp der Dii als assoziierter Partner beigetreten und kooperiert erfolgreich zu verschiedenen Themen der Energiewende. Dieses Engagement soll nun durch den neuen Partnerstatus gestärkt werden. weiterlesen…

Erstes globales Register für fossile Brennstoffe

Transparenz für politische Entscheidungsträger und Experten

Carbon Tracker und Global Energy Monitor (GEM) veröffentlichten im Rahmen der COP26 am 11.11.2021 den Prototyp des ersten globalen Registers für fossile Brennstoffe, um die Transparenz der Produktion fossiler Brennstoffe zu fördern und die Regierungen stärker in die Pflicht zu nehmen. Das Global Registry of Fossil Fuels wird als quelloffene, unabhängige und zugängliche Datenbank ein konkretes politisches Instrument sein, um zu messen, was aus dem Boden geholt wird, welche Emissionen damit verbunden sind und wie sich diese auf einen 1,5° C-kompatiblen Pfad beziehen. weiterlesen…

Integrierte Infrastrukturplanung zentral für ein klimaneutrales Energiesystem

Zwischenbericht zu Dena Netzstudie III zeigt Bedarf für politische Richtungsentscheidungen, um die Energietransportinfrastrukturen fit für die Zukunft zu machen.

Eine integrierte Planung der verschiedenen Energieinfrastrukturen ist unerlässlich für ein klimaneutrales Energiesystem. Deshalb schlägt die dena die Einführung eines Systementwicklungsplans vor, der den Netzentwicklungsplänen Strom und Gas vorangestellt ist. Die Methodik eines solchen Systementwicklungsplanes konnte in Zusammenarbeit mit dem BMWi-geförderten Forschungsprojekt der Langfristszenarien 3 und dem Stakholderdialog der dena-Netzstudie III nun erstmals getestet werden. weiterlesen…

Erneuerbare mit leichtem Minus

AGEB: Energieverbrauch wächst wieder – Kohle und Erdgas im Plus

Der Energieverbrauch in Deutschland wird in diesem Jahr voraussichtlich um knapp 3 Prozent ansteigen. Zu dieser Einschätzung kommt die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) auf Grundlage der aktuellen Berechnungen zum Verbrauch in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres. Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung ist für diese Entwicklung ein Mehrverbrauch infolge der gegenüber dem Vorjahr kühleren Witterung verantwortlich. Verbrauchsdämpfend wirken der deutliche Preisanstieg sowie höhere Preise für CO2-Emissionszertifikate. weiterlesen…