Global Energy Monitor: Chinas Ausstieg aus der Auslandskohle drückt Pipeline

China will keine Kohlekraftwerke mehr im Ausland finanzieren – dennoch geringer Effekt für Weltklima

China und die USA haben bei der UN-Klimakonferenz eine Vereinbarung für mehr Klimaschutz geschlossen. Der weltgrößte Geldgeber für den Bau von Kohlekraftwerken will zudem aus der Finanzierung von Kohlekraftwerken im Ausland aussteigen. Mit Chinas Rückzug könnte die Pipeline für neue Kohlekraftwerke in Asien auf 22 GW sinken – von denen wahrscheinlich nicht alle gebaut werden, schreibt der Global Energy Monitor. Doch dem Klima hilft das wenig, so die Neue Zürcher Zeitung schon am 28.09.2021. Im Handelsblatt nennen Jan Steckel und Niccolò Manych Xi Jinpings Ankündigung dagegen eine „unterschätzte Weichenstellung“ – sie sei vielmehr eine „Zäsur“. weiterlesen…

thyssenkrupp wird strategischer Partner der Dii Desert Energy

thyssenkrupp wird strategischer Partner bei Dii Desert Energy

thyssenkrupp und das internationale Branchennetzwerk Dii Desert Energy arbeiten gemeinsam an der Wiederbelebung der Initiative, um die Energiewende in der MENARegion voranzutreiben. Am 11.11.2021 gaben die Dii und der Essener Stahlkocher bekannt, dass thyssenkrupp (vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch die zuständigen Behörden) eine strategische Partnerschaft mit der Dii Desert Energy GmbH (früher Desertec Industrial Initiative) eingehen wird. Die Dii leistet in der MENA-Region (Middle East North Africa) Pionierarbeit im Bereich erneuerbare Energien und ist seit 2016 auch im Bereich grüner Wasserstoff aktiv. 2017 ist thyssenkrupp der Dii als assoziierter Partner beigetreten und kooperiert erfolgreich zu verschiedenen Themen der Energiewende. Dieses Engagement soll nun durch den neuen Partnerstatus gestärkt werden. weiterlesen…

Erstes globales Register für fossile Brennstoffe

Transparenz für politische Entscheidungsträger und Experten

Carbon Tracker und Global Energy Monitor (GEM) veröffentlichten im Rahmen der COP26 am 11.11.2021 den Prototyp des ersten globalen Registers für fossile Brennstoffe, um die Transparenz der Produktion fossiler Brennstoffe zu fördern und die Regierungen stärker in die Pflicht zu nehmen. Das Global Registry of Fossil Fuels wird als quelloffene, unabhängige und zugängliche Datenbank ein konkretes politisches Instrument sein, um zu messen, was aus dem Boden geholt wird, welche Emissionen damit verbunden sind und wie sich diese auf einen 1,5° C-kompatiblen Pfad beziehen. weiterlesen…

Integrierte Infrastrukturplanung zentral für ein klimaneutrales Energiesystem

Zwischenbericht zu Dena Netzstudie III zeigt Bedarf für politische Richtungsentscheidungen, um die Energietransportinfrastrukturen fit für die Zukunft zu machen.

Eine integrierte Planung der verschiedenen Energieinfrastrukturen ist unerlässlich für ein klimaneutrales Energiesystem. Deshalb schlägt die dena die Einführung eines Systementwicklungsplans vor, der den Netzentwicklungsplänen Strom und Gas vorangestellt ist. Die Methodik eines solchen Systementwicklungsplanes konnte in Zusammenarbeit mit dem BMWi-geförderten Forschungsprojekt der Langfristszenarien 3 und dem Stakholderdialog der dena-Netzstudie III nun erstmals getestet werden. weiterlesen…

Erneuerbare mit leichtem Minus

AGEB: Energieverbrauch wächst wieder – Kohle und Erdgas im Plus

Der Energieverbrauch in Deutschland wird in diesem Jahr voraussichtlich um knapp 3 Prozent ansteigen. Zu dieser Einschätzung kommt die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) auf Grundlage der aktuellen Berechnungen zum Verbrauch in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres. Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung ist für diese Entwicklung ein Mehrverbrauch infolge der gegenüber dem Vorjahr kühleren Witterung verantwortlich. Verbrauchsdämpfend wirken der deutliche Preisanstieg sowie höhere Preise für CO2-Emissionszertifikate. weiterlesen…

COP26: Gespräche werden intensiviert, während sich draußen die Wut entlädt

von Rachel Kyte, The Conversation – 09.11.2021

Junge Menschen strömten am 05.11.2021 auf die Straßen von Glasgow, wütend und ungeduldig, als die erste Woche des UN-Klimagipfels zu Ende ging. Ihre Wut wurde von der Unruhe in den Konferenzsälen übertroffen, denn die enorme Menge dessen, was in so kurzer Zeit erreicht werden muss, schwebt über einem komplexen Prozess, der in die Sackgasse führen kann. weiterlesen…

CO2-Ausstoß von Zementproduktion kann langfristig stark reduziert werden

Mainzer Chemiker entwickeln Methode zur Zementproduktion durch Vermahlen anstelle umweltschädlichen Kalkbrennens

Globale Erwärmung und bezahlbares Wohnen sind zwei dominierende Themen der öffentlichen Debatte. Klimaschutz erreicht man durch CO2-Reduktion. Wohnraum schafft man durch verstärkten Wohnungsbau. Dazu braucht es Beton, den wichtigsten Baustoff unserer modernen Welt. Der enthält zwar keine fossilen Brennstoffe, ist ungiftig und schwimmt nicht als Plastikmüll in den Ozeanen. Aber der Eindruck täuscht, denn die Zementherstellung ist mit rund 8 % (2,7 Mrd.t jährlich) der größte industrielle Emittent weltweiter CO2-Emissionen, die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe – meist Kohle – beim Brennen mit Temperaturen um 1.000° und Sintern bei etwa 1.450 ° C entstehen. Das können Forscher der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität jetzt ändern. weiterlesen…

Nächste Weltwirtschaftskrise steht offensichtlich vor der Tür

Verursacht durch fundamentale Erdölverknappung

1972 legte der Club auf Rom einen die ganze Welt sensibilisierenden Bericht zur Endlichkeit der Ressourcen vor. Erstmals wurde der Glaube erschüttert, man könne für immer und ewig auf billiges Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran (und andere Rohstoffe) zurückgreifen. Bis heute dominieren aber diese Rohstoffe das Weltwirtschaftssystem, mit gigantischen Gewinnen für Erdöl-, Erdgas- und Kohlekonzerne und dem katastrophalen Nebeneffekt, dass das Weltklima mit wachsender Temperaturerhöhung kollabiert, denn es treten auch schon heute zunehmend Naturkatastrophen ein, die unvorstellbares Leid in weiten Weltregionen verursachen. So der Energieexperte und Präsident der Energy Watch Group, Hans-Josef Fell auf seiner Webseite. weiterlesen…

MENA: Ungleichheiten bei Energiewende

Rückstand bei Erneuerbaren Energien

Im Wirtschaftsraum EUMENA (Europa, Naher Osten und Afrika) gibt es große Unterschiede bei der Energiewende. Die Projektpipeline für Erneuerbare Energien ist in Europa ungleich größer als im Nahen Osten und Afrika – so Petra Franke am 08.11.2021 auf energiezukunft. Im globalen Süden gehen mehr Investitionen in fossile Brennstoffe. Die MENA-Länder bilden neben Amerika und Asien einen der drei Wirtschaftsräume der Welt. weiterlesen…

Ampel: Pflicht-PV noch offen – BMF präzisiert Klein-PV-Steuerbefreiung

Einigkeit, EEG-Umlage abzuschaffen

SPD, Grüne und FDP erwarten Widerstand der Union, wenn es um die Einführung einer gewerblichen Photovoltaik-Pflicht geht – so ein Übersichtspapier aus den Sondierungspositionen der Ampel-Verhandler, das pv magazine vorliegt und aus dem Petra Hannen am 05.11.2021 zitierte. Einigkeit dagegen besteht im Ziel, die EEG-Umlage während dieser Legislaturperiode (übereinstimmend 2023) abzuschaffen. Dass die Unionsfraktion dieses Ziel ebenfalls verfolgt, vereinfacht die Umsetzung politisch und rechtlich. Denn im Bundesrat wird die Ampel (vorerst) keine Mehrheit haben. weiterlesen…