Großwärmepumpen an Wärmenetze koppeln

Neues Reallabor der Energiewende startet

Damit die Energiewende in Deutschland gelingt, ist die Dekarbonisierung des Wärmesektors von entscheidender Bedeutung. Der Gebäudebestand nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein. Im Rahmen eines weiteren sogenannten „Reallabors der Energiewende“ wird jetzt erforscht und in der Praxis erprobt, wie Großwärmepumpen in Fernwärmenetzen dazu einen Beitrag leisten können – so eine Medienmitteilung aus dem BMWi. weiterlesen…

PV vergrößert Aktionsradius

Praxistaugliche Reichweitenverlängerung eines leichten E-Lieferfahrzeugs durch fahrzeugintegrierte Photovoltaik

Ein Elektrofahrzeug (fast) ohne Abhängigkeit von Ladestationen – das klingt nach Zukunftsmusik, aber erste Schritte dazu werden gerade gemacht. Ein Konsortium um das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) hat einer Veröffentlichung des Instituts am 30.03.2021 zufolge jetzt einen Prototypen eines leichten Nutzfahrzeuges auf die Straße gebracht, das mit hocheffizienter fahrzeugintegrierter Photovoltaik (vehicle integrated photovoltaics, VIPV) ausgestattet ist. Das Besondere daran: Die aus dem Sonnenlicht konvertierte Energie kann in das Hochvolt-Bordnetz eingespeist und damit direkt zur Reichweitenverlängerung genutzt werden. weiterlesen…

Mindestquoten für Beschaffung sauberer Dienstwagen

Gesetzentwurf der Bundesregierung

Um die EU-Richtlinie „zur Unterstützung einer emissionsarmen Mobilität“ umzusetzen, hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt (19/27657) – schreibt der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Dem Gesetzestext zufolge steht das Bestreben im MIttelpunkt, einen Nachfrageimpuls für wenn nicht emissionsfreie, dann wenigstens emissionsarme Straßenfahrzeuge zu fördern und so die Emissionen im Verkehrsbereich zu reduzieren. Durch den Beitrag zur Verringerung der CO2– und Luftschadstoffemissionen werde die öffentliche Verwaltung ihrer Vorbildfunktion gerecht. weiterlesen…

IPP endgültig in Max-Planck-Gesellschaft eingegliedert

1960: Big Science zieht in MPG ein

Mit der Integration des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in die Max-Planck-Gesellschaft schlägt das Institut ein neues Kapitel seiner bis zu Werner Heisenberg (1901-76) zurückreichenden Geschichte auf. Seit 2003 war das IPP Diener zweier Herren: Finanztechnisch unterstand es der Helmholtz-Gemeinschaft, rechtlich der Max-Planck-Gesellschaft. Die ungewöhnliche Konstruktion wurde nun per Senatsbeschluss zum 01.01.2021 aufgelöst und das Institut in die Governance der Max-Planck-Gesellschaft eingegliedert. (Foto: Experimentieranlage Asdex Upgrade am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching – © MPI für Plasmaphysik) weiterlesen…

Studie der Bundesregierung von Gaslobby gekapert?

Harte Kritik an dena-Zwischenbericht – Reizwort „Lobbyismus“

Bereits am Abend vor der Veröffentlichung (24.03.2021) des Zwischenberichts zur dena-Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität griff die NGO Lobbycontrol („Initiative für Transparenz und Demokratie“) das Papier scharf an und sprach von „gekaufter Wissenschaft“. Nach Recherchen des Netzwerks konnten sich sogenannte „Partner“ über ein Sponsoring mit bis zu 35.000 Euro bei der Studie einkaufen und so über die Ergebnisse mitbestimmen. LobbyControl zufolge handelte sich dabei um Unternehmen oder Lobbyverbände vor allem aus der Energiebranche. Das gefährde die Neutralität der Leitstudie. Zudem seien LobbyControl unveröffentlichte Ergebnisse zugespielt worden, die nahelegten, dass die Gas- und Öllobby versuche, über die Leitstudie, die Debatte über Klimaziele zu ihren Gunsten zu beeinflussen (Sandra Enkhardt in pv magazine). weiterlesen…

dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“

Mitarbeit von 100 Institutionen und Unternehmen

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat am 25.03.2021 ihren Zwischenbericht zur dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“ öffentlich gemacht. Er gibt Einblick in die Arbeit auf der Suche nach Lösungen für klimaneutrales Leben und Wirtschaften bis 2050. Die Untersuchung verfolgt einen systemisch integrierten Ansatz unter Einbeziehung von mehr als 100 Institutionen und Unternehmen aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik sowie aus Zivilgesellschaft, Natur- und Umweltschutz. Wissenschaftler begleiten die Studie. (Titel: Zwischenbericht dena-Leitstudie – © dena) weiterlesen…

400 Millionen für E-Mobilitätsforschung bis 2025

BMWi und BMU: Forschungsförderung geht in nächste Runde

Die nach eigenem Bekunden „erfolgreiche Forschungsförderung für die Elektromobilität“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) wird verlängert: Am 26.03.2021 wurde die novellierte gemeinsame Richtlinie zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität veröffentlicht. In den nächsten vier Jahren stellen beide Ressorts insgesamt rund 400 Millionen Euro an Fördergeldern im Rahmen verschiedener Ausschreibungen zur Verfügung. weiterlesen…

Koalition beseitigt gewerbesteuerliche Hemmnisse bei Energiewende

Einigung auf Mieterstrom und gerechtere Steuerverteilung bei Windkraftanlagen

Am 26.03.2021 verabschiedete die Koalition zwei Änderungen zur Beseitigung gewerbesteuerlicher Hemmnisse bei der Energiewende. In Zukunft sollen Wohnungsunternehmen gewerbliche Einkünfte aus der Lieferung von Strom aus erneuerbaren Energien – und dem Betrieb von Ladestationen für Elektroautos für ihre Mieter bis zehn Prozent der Einnahmen aus der Wohnungsverwaltung erzielen können, ohne dass ihre Mieterträge mit Gewerbesteuer belastet werden. Wohnungsunternehmen sollen zudem gewerbliche Einkünfte aus anderen mieternahen Tätigkeiten steuerunschädlich vereinnahmen können. Dafür dürfen diese Einnahmen fünf Prozent der Erträge aus der Gebrauchsüberlassung des Grundstücks nicht übersteigen, etwa aus dem Betrieb einer Packstation. weiterlesen…

Bundesrat fordert Energiepreisreform

Sonst droht Blockade der Weiterentwicklung der Energiewende

Der Bundesrat dringt gegenüber der Bundesregierung auf eine systematische Reform der Abgaben und Umlagen im Energiesektor. Eine entsprechende Entschließung fasste die Länderkammer am 26.03.2021. Das derzeitige Finanzierungssystem führe zu einer Blockade der Weiterentwicklung der Energiewende, warnen die Länder. Die verschiedenen Energieträger – beispielsweise Strom, Heizöl und Gas – würden durch Steuern, Abgaben und Umlagen unterschiedlich stark belastet. Hierdurch würden verzerrte Preissignale gesetzt und somit kosteneffiziente Treibhausgas-Vermeidungs-Optionen nicht genutzt. weiterlesen…

Wasserstoffbasierte Industrie in Deutschland und Europa

BEE lehnt enervis-Studie „strikt ab“

Die vertiefte Dekarbonisierung der Gesellschaft und Industrie erfordert einen verstärkten Ausbau von erneuerbaren Energien (EE) und den Aufbau von Wasserstoff-Elektrolyseur-Kapaziäten. In letzter Zeit wurden sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene H2-Strategien vorgestellt: In Deutschland ist ein Zubau von fünf beziehungsweise zehn GW Elektrolyseur-Kapazitäten bis 2030 beziehungsweise 2040 vorgesehen. Eine von enervis im Auftrag der Stiftung Arbeit und Umwelt (der IG Bergbau, Chemie, Energie) erarbeitete Untersuchung soll einen Beitrag zur Debatte über den notwendigen H2-Ausbau darstellen, indem sie die Bedarfe, Ausbaupotenziale und EE- beziehungsweise H2-Kosten für die Industrie in Deutschland und Europa abwägt. Da aber der Strom für so genannten „bunten, strommarktbasierten Wasserstoff explizit auch Strom aus Gas, Kohle und Atom mit einschließt, lehnt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) ein solches Vorgehen strikt ab“. (Titelblatt der EE-Studie Wasserstoff © arbeit-umwelt.de) weiterlesen…