Deutlich weniger, aber immer noch zu viel Geld für Kohle

Energiezukunft zur zweiten Ausschreibung zum Kohleausstieg

Bei der ersten Ausschreibungsrunde im Dezember 2020 erhielt ein Steinkohlekraftwerk noch 150.000 Euro pro Megawatt (€/MW) für seine Abschaltung. Der durchschnittliche Zuschlagswert für insgesamt 11 Kohlekraftwerke lag bei 66.259 €/MW. An diesen Wert kam bei der zweiten Ausschreibungsrunde selbst das höchste bezuschlagte Gebot nicht heran – 59.000 €/MW erhält der erfolgreichste Bieter. Dabei war ein Höchstpreis von 155.000 €/MW ausgeschrieben – schreibt Manuel Först am 02.04.2021 in Energiezukunft (Foto: Uniper-Steinkohlekraftwerk Wilhelmshaven – © Martina Nolte, WikiCommons, CC BY-SA 3.0 de). weiterlesen…

Direkt und indirekt anthropogenes Waldsterben

Zerstörung nimmt von 2019 bis 2020 um 12 % zu

Im Corona-Jahr 2020 ist die Vernichtung tropischer Urwälder um zwölf Prozent auf 4,2 Millionen Hektar gestiegen – eine Fläche von der Größe der Niederlande. Die Daten hat die University of Maryland zusammen mit der Organisation Global Forest Watch veröffentlicht. Die Abholzung von Wäldern ist eine der größten Quellen für Treibhausgas-Emissionen, zieht den Verlust von Lebensräumen und Artensterben nach sich und verändert Wasserkreisläufe. Während die Waldbestände in vielen wohlhabenden Staaten in den vergangenen Jahrzehnten zunehmen oder zumindest stabil geblieben sind, ist der Trend in vielen sogenannten Schwellen- und Entwicklungsländern genau umgekehrt. Solarify dokumentiert die Bestandsaufnahme von Global Forest Watch. weiterlesen…

EU: Kernkraft als „grüne Investition“?

EU-Expertenbericht hält Atomenergie für nachhaltige Energie

Die EU sollte die Kernkraft dem wissenschaftlichen Dienst der EU-Kommission zufolge als „grüne Investition“ einstufen. Darüber, ob Ausgaben für Kernkraftwerke wirklich als „grüne Investition“ zu werten sind, gehen die Meinungen verständlicherweise weit auseinander. Die Analysen hätten dem Dokument der sogenannten Gemeinsamen Forschungsstelle (Joint Research Centre – JRC) der Kommission zufolge „keine wissenschaftlich fundierten Belege“ dafür ergeben, „dass die Atomenergie die menschliche Gesundheit oder die Umwelt stärker schädigt als andere Technologien zur Stromerzeugung“. weiterlesen…

Wirtschaft rauf, CO2 runter!

Impuls von 50 Organisationen und Unternehmen zur Diskussion über Energie- und Klimapolitik der nächsten Legislaturperiode

Mit einer gemeinsamen Erklärung an die Vorsitzenden der Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl wollen 50 Organisationen und Unternehmen aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz einen Auftaktimpuls zur Diskussion über die Energie- und Klimapolitik der nächsten Legislaturperiode setzten. Laut den Unterzeichnern wird sich die neue Bundesregierung in der kommenden Legislaturperiode zwei zentralen Aufgaben stellen müssen: der Bewältigung der Coronakrise und dem Klimaschutz. weiterlesen…

Bundesrechnungshof kritisiert BMWi wegen Energiewende

„Unzureichende Steuerung“ – BEE: Rechnungshof-Argumente „nicht zielführend“

Der Bundesrechnungshof kritisiert in einem neuen Bericht das Bundeswirtschaftsministerium hart für seine teils „zu optimistischen und teils unplausiblen“ Annahmen bei der Versorgungssicherheit. Zudem habe sich Altmaiers Haus immer noch nicht festgelegt, was es „unter einer preisgünstigen Stromversorgung versteht“. Nach dem Bundesrat schlägt nun auch der Bundesrechnungshof in die gleiche Kerbe: Die Deckelung der EEG-Umlage zu Jahresbeginn mit den Einnahmen aus der nationalen CO2-Bepreisung sei noch längst keine Energiepreisreform. Beobachter sprechen von einer kräftigen „Watschn“ (so Sandra Enkhardt auf pv magazine). weiterlesen…

Großwärmepumpen an Wärmenetze koppeln

Neues Reallabor der Energiewende startet

Damit die Energiewende in Deutschland gelingt, ist die Dekarbonisierung des Wärmesektors von entscheidender Bedeutung. Der Gebäudebestand nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein. Im Rahmen eines weiteren sogenannten „Reallabors der Energiewende“ wird jetzt erforscht und in der Praxis erprobt, wie Großwärmepumpen in Fernwärmenetzen dazu einen Beitrag leisten können – so eine Medienmitteilung aus dem BMWi. weiterlesen…

PV vergrößert Aktionsradius

Praxistaugliche Reichweitenverlängerung eines leichten E-Lieferfahrzeugs durch fahrzeugintegrierte Photovoltaik

Ein Elektrofahrzeug (fast) ohne Abhängigkeit von Ladestationen – das klingt nach Zukunftsmusik, aber erste Schritte dazu werden gerade gemacht. Ein Konsortium um das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) hat einer Veröffentlichung des Instituts am 30.03.2021 zufolge jetzt einen Prototypen eines leichten Nutzfahrzeuges auf die Straße gebracht, das mit hocheffizienter fahrzeugintegrierter Photovoltaik (vehicle integrated photovoltaics, VIPV) ausgestattet ist. Das Besondere daran: Die aus dem Sonnenlicht konvertierte Energie kann in das Hochvolt-Bordnetz eingespeist und damit direkt zur Reichweitenverlängerung genutzt werden. weiterlesen…

Mindestquoten für Beschaffung sauberer Dienstwagen

Gesetzentwurf der Bundesregierung

Um die EU-Richtlinie „zur Unterstützung einer emissionsarmen Mobilität“ umzusetzen, hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt (19/27657) – schreibt der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Dem Gesetzestext zufolge steht das Bestreben im MIttelpunkt, einen Nachfrageimpuls für wenn nicht emissionsfreie, dann wenigstens emissionsarme Straßenfahrzeuge zu fördern und so die Emissionen im Verkehrsbereich zu reduzieren. Durch den Beitrag zur Verringerung der CO2– und Luftschadstoffemissionen werde die öffentliche Verwaltung ihrer Vorbildfunktion gerecht. weiterlesen…

IPP endgültig in Max-Planck-Gesellschaft eingegliedert

1960: Big Science zieht in MPG ein

Mit der Integration des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in die Max-Planck-Gesellschaft schlägt das Institut ein neues Kapitel seiner bis zu Werner Heisenberg (1901-76) zurückreichenden Geschichte auf. Seit 2003 war das IPP Diener zweier Herren: Finanztechnisch unterstand es der Helmholtz-Gemeinschaft, rechtlich der Max-Planck-Gesellschaft. Die ungewöhnliche Konstruktion wurde nun per Senatsbeschluss zum 01.01.2021 aufgelöst und das Institut in die Governance der Max-Planck-Gesellschaft eingegliedert. (Foto: Experimentieranlage Asdex Upgrade am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching – © MPI für Plasmaphysik) weiterlesen…

Studie der Bundesregierung von Gaslobby gekapert?

Harte Kritik an dena-Zwischenbericht – Reizwort „Lobbyismus“

Bereits am Abend vor der Veröffentlichung (24.03.2021) des Zwischenberichts zur dena-Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität griff die NGO Lobbycontrol („Initiative für Transparenz und Demokratie“) das Papier scharf an und sprach von „gekaufter Wissenschaft“. Nach Recherchen des Netzwerks konnten sich sogenannte „Partner“ über ein Sponsoring mit bis zu 35.000 Euro bei der Studie einkaufen und so über die Ergebnisse mitbestimmen. LobbyControl zufolge handelte sich dabei um Unternehmen oder Lobbyverbände vor allem aus der Energiebranche. Das gefährde die Neutralität der Leitstudie. Zudem seien LobbyControl unveröffentlichte Ergebnisse zugespielt worden, die nahelegten, dass die Gas- und Öllobby versuche, über die Leitstudie, die Debatte über Klimaziele zu ihren Gunsten zu beeinflussen (Sandra Enkhardt in pv magazine). weiterlesen…