IPP endgültig in Max-Planck-Gesellschaft eingegliedert

1960: Big Science zieht in MPG ein

Mit der Integration des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in die Max-Planck-Gesellschaft schlägt das Institut ein neues Kapitel seiner bis zu Werner Heisenberg (1901-76) zurückreichenden Geschichte auf. Seit 2003 war das IPP Diener zweier Herren: Finanztechnisch unterstand es der Helmholtz-Gemeinschaft, rechtlich der Max-Planck-Gesellschaft. Die ungewöhnliche Konstruktion wurde nun per Senatsbeschluss zum 01.01.2021 aufgelöst und das Institut in die Governance der Max-Planck-Gesellschaft eingegliedert. (Foto: Experimentieranlage Asdex Upgrade am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching – © MPI für Plasmaphysik) weiterlesen…

Studie der Bundesregierung von Gaslobby gekapert?

Harte Kritik an dena-Zwischenbericht – Reizwort „Lobbyismus“

Bereits am Abend vor der Veröffentlichung (24.03.2021) des Zwischenberichts zur dena-Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität griff die NGO Lobbycontrol („Initiative für Transparenz und Demokratie“) das Papier scharf an und sprach von „gekaufter Wissenschaft“. Nach Recherchen des Netzwerks konnten sich sogenannte „Partner“ über ein Sponsoring mit bis zu 35.000 Euro bei der Studie einkaufen und so über die Ergebnisse mitbestimmen. LobbyControl zufolge handelte sich dabei um Unternehmen oder Lobbyverbände vor allem aus der Energiebranche. Das gefährde die Neutralität der Leitstudie. Zudem seien LobbyControl unveröffentlichte Ergebnisse zugespielt worden, die nahelegten, dass die Gas- und Öllobby versuche, über die Leitstudie, die Debatte über Klimaziele zu ihren Gunsten zu beeinflussen (Sandra Enkhardt in pv magazine). weiterlesen…

dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“

Mitarbeit von 100 Institutionen und Unternehmen

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat am 25.03.2021 ihren Zwischenbericht zur dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“ öffentlich gemacht. Er gibt Einblick in die Arbeit auf der Suche nach Lösungen für klimaneutrales Leben und Wirtschaften bis 2050. Die Untersuchung verfolgt einen systemisch integrierten Ansatz unter Einbeziehung von mehr als 100 Institutionen und Unternehmen aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik sowie aus Zivilgesellschaft, Natur- und Umweltschutz. Wissenschaftler begleiten die Studie. (Titel: Zwischenbericht dena-Leitstudie – © dena) weiterlesen…

400 Millionen für E-Mobilitätsforschung bis 2025

BMWi und BMU: Forschungsförderung geht in nächste Runde

Die nach eigenem Bekunden „erfolgreiche Forschungsförderung für die Elektromobilität“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) wird verlängert: Am 26.03.2021 wurde die novellierte gemeinsame Richtlinie zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität veröffentlicht. In den nächsten vier Jahren stellen beide Ressorts insgesamt rund 400 Millionen Euro an Fördergeldern im Rahmen verschiedener Ausschreibungen zur Verfügung. weiterlesen…

Koalition beseitigt gewerbesteuerliche Hemmnisse bei Energiewende

Einigung auf Mieterstrom und gerechtere Steuerverteilung bei Windkraftanlagen

Am 26.03.2021 verabschiedete die Koalition zwei Änderungen zur Beseitigung gewerbesteuerlicher Hemmnisse bei der Energiewende. In Zukunft sollen Wohnungsunternehmen gewerbliche Einkünfte aus der Lieferung von Strom aus erneuerbaren Energien – und dem Betrieb von Ladestationen für Elektroautos für ihre Mieter bis zehn Prozent der Einnahmen aus der Wohnungsverwaltung erzielen können, ohne dass ihre Mieterträge mit Gewerbesteuer belastet werden. Wohnungsunternehmen sollen zudem gewerbliche Einkünfte aus anderen mieternahen Tätigkeiten steuerunschädlich vereinnahmen können. Dafür dürfen diese Einnahmen fünf Prozent der Erträge aus der Gebrauchsüberlassung des Grundstücks nicht übersteigen, etwa aus dem Betrieb einer Packstation. weiterlesen…

Bundesrat fordert Energiepreisreform

Sonst droht Blockade der Weiterentwicklung der Energiewende

Der Bundesrat dringt gegenüber der Bundesregierung auf eine systematische Reform der Abgaben und Umlagen im Energiesektor. Eine entsprechende Entschließung fasste die Länderkammer am 26.03.2021. Das derzeitige Finanzierungssystem führe zu einer Blockade der Weiterentwicklung der Energiewende, warnen die Länder. Die verschiedenen Energieträger – beispielsweise Strom, Heizöl und Gas – würden durch Steuern, Abgaben und Umlagen unterschiedlich stark belastet. Hierdurch würden verzerrte Preissignale gesetzt und somit kosteneffiziente Treibhausgas-Vermeidungs-Optionen nicht genutzt. weiterlesen…

Wasserstoffbasierte Industrie in Deutschland und Europa

BEE lehnt enervis-Studie „strikt ab“

Die vertiefte Dekarbonisierung der Gesellschaft und Industrie erfordert einen verstärkten Ausbau von erneuerbaren Energien (EE) und den Aufbau von Wasserstoff-Elektrolyseur-Kapaziäten. In letzter Zeit wurden sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene H2-Strategien vorgestellt: In Deutschland ist ein Zubau von fünf beziehungsweise zehn GW Elektrolyseur-Kapazitäten bis 2030 beziehungsweise 2040 vorgesehen. Eine von enervis im Auftrag der Stiftung Arbeit und Umwelt (der IG Bergbau, Chemie, Energie) erarbeitete Untersuchung soll einen Beitrag zur Debatte über den notwendigen H2-Ausbau darstellen, indem sie die Bedarfe, Ausbaupotenziale und EE- beziehungsweise H2-Kosten für die Industrie in Deutschland und Europa abwägt. Da aber der Strom für so genannten „bunten, strommarktbasierten Wasserstoff explizit auch Strom aus Gas, Kohle und Atom mit einschließt, lehnt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) ein solches Vorgehen strikt ab“. (Titelblatt der EE-Studie Wasserstoff © arbeit-umwelt.de) weiterlesen…

Trassenkorridor für SuedLink vollständig festgelegt

Erdkabel mit je 2 GW Kapazität

Die Bundesnetzagentur hat am 26.03.2021 für die beiden Abschnitte B der Gleichstromverbindung SuedLink den Trassenkorridor festgelegt. Die genehmigten Abschnitte verlaufen als Erdkabel zwischen Scheeßel und Bad Gandersheim/Seesen in Niedersachsen. Die Vorhaben 3 und 4 des SuedLink werden in diesen Abschnitten zusammen in einer sogenannten Stammstrecke realisiert. (Karte: Suedlink BBPlG_04-B – © netzausbau.de) weiterlesen…

Schnelle Korrektur des EEG 2021 gefordert

BEE „für Zukunftsinvestitionen statt anhaltender Unsicherheit“

Die zu Beginn dieses Jahres in Kraft getretene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2021) benötigt umfassende Nachbesserungen, um notwendige Impulse für den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu geben und so ihrem Anspruch zur Erreichung der Klimaziele gerecht zu werden. In einem Entschließungsantrag zum EEG 2021 verpflichteten sich die Regierungsfraktionen, zeitnah an verschiedenen Stellen Nachbesserungen vorzunehmen. Daran gibt es aus Sicht der Erneuerbaren-Branche erheblichen Korrekturbedarf – so eine Medienmitteilung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie. weiterlesen…

Auch Niedersachsen will PV-Pflicht einführen

Ab 2022 auf großen Gewerbeneubauten – Bremen schon seit Mitte 2020 bei allen Neubauten

Künftig sollen auf allen größeren Dächern neuer Gewerbebauten Photovoltaikanlagen installiert werden. Dafür soll die Landesbauordnung geändert werden. Die Landesregierung hatte am 23.03.2021 dem entsprechenden zugestimmt. Das Kabinett in Hannover hat dem Gesetzentwurf zur Änderung der Niedersächsischen Bauordnung bereits zugestimmt. Der Entwurf befindet sich nun in der Verbandsanhörung. Für neue Wohngebäude ist zumindest eine „Vorsorgepflicht“ vorgesehen, welche die spätere Errichtung einer PV-Anlage ermöglicht. weiterlesen…