bvse und DIHK äußern sich gemeinsam zum WPG

Kreislaufwirtschaft und Energiewirtschaft müssen zusammengeführt werden

Die einhundertprozentige Gleichsetzung von thermischer Abwärme aus Abfallverbrennungsanlagen mit Erneuerbarer Energie steht nicht nur im Widerspruch zu EEG und BEHG, sie gefährdet zudem die Einhaltung der Abfallhierarchie und dient nicht dem angestrebten Ziel der Klimaneutralität. In einer gemeinsamen Stellungnahme haben sich bvse und die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) an die federführenden Bundestags-Ausschüsse gewandt, in denen das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) im nächsten Schritt beraten wird. weiterlesen…

Eines der kleinsten Zyklotrone der Welt

Internationales Interesse an Coburger Teilchenbeschleuniger

Ein Zyklotron ist wie Achterbahn für Ionen: Elektrisch geladene Teilchen werden durch ein elektromagnetisches Feld in einer spiralförmigen Bahn beschleunigt. Sie durchlaufen sie immer wieder, werden schneller und schneller. Das ermöglicht einen Blick in die kleinen und großen Geheimnisse des Universums. Im Labor für Angewandte Vakuumtechnik der Hochschule Coburg gibt es ein besonderes, kleines Zyklotron – nur 75 mm hoch mit 200 mm Durchmesser. Auch der erste Teilchenbeschleuniger im CERN war ein Zyklotron, schreibt Natalie Schalk am 27.10.2023 auf der Webseite der Hochschule anlässlich eines Besuchs des japanisches Wissenschaftlers PhD Takaoki Takanashi. (Foto: Einer der größten: Linearbeschleuniger (Linac) im CERN © Florian Hirzinger – www.fh-ap.com – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Kreislaufführung von Kohlenstoff – Grundstein für zukünftige CCU-Technologien

6. Carbon2Chem-Konferenz

Carbon2Chem® (solarify.eu/2016/06/30/carbon2chem) nähert sich „mit großen Schritten“ dem Ende der zweiten Projektphase. In der nächsten Stufe gelte es, die bisher erarbeiteten Lösungen zur Kreislaufführung von Kohlenstoff in die Breite und damit auch in weitere Branchen neben der Stahlproduktion zu tragen. Darin waren sich die Referenten der 6. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion in der Industrie am 17. Oktober 2023 in Düsseldorf einig. Zur Veranstaltung geladen hatten die Koordinatoren des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes: das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die thyssenkrupp AG und das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC). weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft und europäische Automobilindustrie

„Eine neue Ära“

Kreislaufwirtschaft ist die Zukunft der europäischen Automobilindustrie – die Initiative Ce:Versa – ein neues Projektkonsortium aus Kühne Logistics University, Hamburg, Circularity e.V. und Encory GmbH – will mit Reverse Logistics den Automobilsektor nachhaltiger machen und gleichzeitig die Kosten für alle Beteiligten senken. Die europäische Automobilindustrie ist einer der größten Verursacher von Klimawandel und Umweltverschmutzung: Rund neun Prozent der weltweiten CO2-Emissionen werden durch den Automobilsektor verursacht. Neben dem Straßenverkehr, der jährlich 740 Millionen Tonnen CO2 erzeugt, verbraucht der Automobilbau enorme Ressourcen und ist für massive Treibhausgasemissionen verantwortlich. weiterlesen…

Winzige Speicherzelle hält extremen Temperaturen stand

Neuartiges ferroelektrisches Material ermöglicht kleinere und bessere Halbleiterbauteile für Mikroelektronik

In der Entwicklung und Strukturierung von neuen Materialien für Halbleiter-Bauteile der nächsten Generation, wie neuartige Speicherzellen, haben Materialforschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie in Itzehoe (ISIT) eine weitere Hürde genommen. Sie konnten zeigen, dass sich ferroelektrisches Aluminium-Scandium-Nitrid auf wenige Nanometer herunterskalieren lässt und verschiedene Zustände speichern kann, sich also als Nanoschalter eignet. Außerdem erwies es sich als besonders stabiles und leistungsfähiges Halbleitermaterial für aktuelle Technologien, die auf Silizium, Siliziumcarbid und Galliumnitrid basieren. (Grafik: Aluminium-Scandium-Nitrid wird geschaltet – polare Ausrichtung im Material verändert sich © Niklas Wolff, Adv. Sci) weiterlesen…

Bericht „Interconnected Disaster Risks 2023“

Risiko-Kipppunkte drohen

Der Bericht „Interconnected Disaster Risks 2023“ der UN-Universität Bonn (UNU-EHS) analysiert sechs miteinander verbundene Risikokipppunkte, die für unmittelbare und zunehmende Risiken in der ganzen Welt stehen. Ein Risiko-Kipppunkt ist erreicht, wenn die Systeme, auf die wir uns in unserem Leben und in unserer Gesellschaft verlassen, die Risiken nicht mehr abfedern können und nicht mehr so funktionieren, wie wir es von ihnen erwarten. Heute bewegen wir uns nahe am Rande mehrerer Risikokipppunkte. Menschliche Handlungen sind die Ursache für diese raschen und grundlegenden Veränderungen auf unserem Planeten, die uns in Richtung einer möglichen Katastrophe treiben. weiterlesen…

Handel mit „Schwarzer Masse“ begrenzen

EU soll Export von Materialien aus Elektroautobatterien einschränken

Beim Schreddern alter Elektroautobatterien entsteht ein Metallgemisch, das als „schwarze Masse“ bezeichnet wird – ein Name, der sich von der typischen schwarzen Farbe des in den Anoden von Autobatterien enthaltenen Graphits ableitet. Die europäische Recyclingindustrie und Umweltgruppen hat gefordert, den Export von Metallen aus gebrauchten Elektroautobatterien zu verbieten so Frederic Simon im Portal Euractiv. Damit soll das Recycling in Europa gefördert und die Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringert werden. weiterlesen…

Bronze oder Eisen?

Mathematiker und Physiker beschleunigen Simulation von Supraleitern enorm

Supraleiter – Materialien, durch die Elektrizität völlig widerstandsfrei fließen kann – sind für viele Hochtechnologie-Anwendungen von zentraler Bedeutung, seien es Quantencomputer, Medizintechnik oder Hochleistungs-Energieanwendungen. WissenschaftlerInnen aus Saarbrücken, Eindhoven und Köln haben nun eine Methode im Grenzgebiet von Mathematik und Physik entwickelt, mit der die Simulation solcher Materialien enorm vereinfacht werden kann. Sie wurde am 20.09.2023 im Fachmagazin Physical Review Research publiziert. weiterlesen…

Europäische Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

EU-Gesetz zu nachhaltiger Versorgung mit kritischen Rohstoffen

Will Europa seine Klima- und Digitalziele erreichen, muss es sich um die Förderung, Verarbeitung und Rückgewinnung kritischer Rohstoffe vor Ort sowie um sichere Lieferketten bemühen. Lithium, Kobalt und Nickel werden in der Batterieherstellung eingesetzt. Gallium benötigen wir für Solarpaneele. Rohbor wird für Windtechnologien verwendet – Titan und Wolfram sind in der Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie essenziell. Im Zuge des europäischen Rohstoffgesetzes will die EU ihre Industrie konstant und nachhaltig mit kritischen Rohstoffen versorgen und ihre Abhängigkeit von einzelnen Ländern verringern. weiterlesen…

Lebensverlängerung organischer Solarzellen

Durch Verstärkung der Stabilität

Photovoltaikzellen aus organischen Verbindungen (OPV) sind leicht und biegsam, weshalb sie als sehr vielversprechend gelten. Ein internationales Forschungsnetzwerk unter Leitung der TU Graz möchte nun die Stabilität der Materialien erhöhen, schreibt Philipp Jarke am 27.09.2023 in den TU Graz news. (Foto: Organische Solarzellen im Labor – © TU Graz, Institut für Chemische Technologie von Materialien) weiterlesen…