Steigende Energiekosten und Krisen fördern Akzeptanz der Erneuerbaren Energien

Umfrage: Wunsch nach Versorgungssicherheit beflügelt Akzeptanz von Erneuerbaren Energien

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die damit verbundene Energiekrise haben die gesellschaftliche Debatte in diesem Jahr geprägt. Die am 12.12.2022 veröffentlichte Akzeptanzumfrage 2022 der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zeigt, dass die Krise auch vor dem Hintergrund von Versorgungssicherheit, Inflation und Abhängigkeiten von autokratischen Staaten zu einem Umdenken in der Bevölkerung geführt hat: Die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien ist gestiegen. 86 Prozent der Bürger*innen sprechen sich für den Ausbau dieser aus. weiterlesen…

EU-Gesetz gegen Entwaldung

Weltweit erste Verordnung gegen Waldeinschlag

Anfang 2023 müssen sowohl der Rat als auch das EU-Parlament noch offiziell über den gefundenen Kompromiss abstimmen: Aber dann wird der EU-Markt (relativ) frei von Produkten, die in Zusammenhang mit Entwaldung stehen. Laut Oroverde und Dutzender weiterer Naturschutz-NGO haben sich die Mühen gelohnt. Die Sitzung, in deren Rahmen sich EU-Kommission, EU-Parlament und EU-Ministerrat auf die wichtigsten Kernelemente der neuen Verordnung einigten, könne als Meilenstein betrachtet werden. Die drei Institutionen diskutierten am 06.12.2022 bis tief in die Nacht über Veränderungen am von der EU-Kommission im November 2021 vorgestellten Entwurf. weiterlesen…

Erneuter Wald-Warnruf

Europas Wälder zunehmend im Stress

Die europäischen Wälder werden zunehmend durch natürliche Störungen beeinträchtigt, wie eine neue Beobachtungsstudie zeigt – und der Klimawandel verstärkt dies wahrscheinlich. Ein internationales Team von Forstwissenschaftlerinnen und Forstwissenschaftlern der Wageningen University & Research (WUR), des Europäischen Forstinstituts (EFI), des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und 18 weiterer Forschungseinrichtungen aus ganz Europa untersuchte Schäden in Europas Wäldern und fand heraus, dass diese durch Störungen wie Wind, Feuer, Borkenkäfer und andere Einwirkungen von 1950 bis 2019 statistisch signifikant zugenommen haben. Das Untersuchungsergebnis wurde am 12.12.2022 open access in Global Change Biology publiziert. weiterlesen…

EU: Frankreich zeiht Deutschland der Scheinheiligkeit

Heuchlerische Positionen“ der Kritiker kohlenstoffarmen Wasserstoffs“ verurteilt

Während eines Treffens des EU-Energierates am 19.12.2022 hat die französische Ministerin die „heuchlerische“ Position ihres deutschen Amtskollegen gebrandmarkt , so Paul Messad im Portal euractiv. Es sei um die Einbeziehung von aus Atomstrom hergestelltem, kohlenstoffarmem Wasserstoff in die Ziele für die Entwicklung von erneuerbarem Wasserstoff gegangen, obwohl sich die beiden Länder vergangenen Monat auf Einhaltung der „technologischen Neutralität“ geeinigt hätten. weiterlesen…

Bessere Aussichten für Wind an Land und Aufdach-Solaranlagen

Bundesnetzagentur legt am 27.12.2022 die Höchstwerte für die Ausschreibungen des Jahres 2023 fest

„Die neu festgelegten Höchstwerte ermöglichen auskömmliche Einnahmen für Anlagen, die im kommenden Jahr an den Ausschreibungen teilnehmen. Ich hoffe, dass damit die deutlich zurückgegangenen Gebotszahlen wieder ansteigen und sich erneut Wettbewerb entwickeln kann“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. „Die Erhöhung des Höchstwerts für Freiflächensolaranlagen wird derzeit vorbereitet, um auch in diesem Segment stabile Bedingungen für die Erreichung der Ausbauziele zu schaffen. Eine Erhöhung der Höchstwerte für die Innovationsausschreibungen wird ebenfalls Anfang des kommenden Jahres geprüft.“ weiterlesen…

Klimapaket „Fit for 55“ – was ist vereinbart, was steht 2023 noch an?

EU-Klimagesetze für Verkehrssektor gehen auf Zielgerade

„Das Klimapaket „Fit for 55“, mit dem die EU ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 senken will, hat die verkehrspolitische Agenda der EU 2022 beherrscht. Auch im nächsten Jahr dürfte das Paket Brüssel weiter beschäftigen, wie Sean Goulding Carroll für die europäische Politikplattform EURACTIV.com am 27.12.2022 schreibt. In diesem Ausblick wirft EURACTIV einen Blick darauf, worauf man sich bereits geeinigt hat und was noch zu verhandeln ist. weiterlesen…

Dicke Luft zum Jahreswechsel

An einem typischen Jahreswechsel steigt die Belastung mit gesundheitsschädlichem Feinstaub explosionsartig an

Die UBA-Broschüre „Zum Jahreswechsel: Wenn die Luft ‚zum Schneiden‘ ist“ zeigt anhand von Auswertungen von Luftdaten, dass die Belastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub an typischen Jahreswechseln vielerorts so hoch ist, wie sonst im ganzen Jahr nicht. Zudem fasst sie alle relevanten Wirkungen des Feuerwerks auf Mensch und Umwelt zusammen. weiterlesen…

Lösungsbeitrag von Energiekrise und Dekarbonisierung des Wärmesektors

DLR-Chef: CSP auch in Deutsch­land ef­fi­zi­ent ein­setz­bar

Mit konzentrierende solarthermischen Systemen (CSP) lassen sich auch in Deutschland Wärme effizient und kostengünstig produzieren. Ein (fiktives) Gespräch mit DLR-Institutsdirektor Prof. Robert Pitz-Paal gibt Einblick in Möglichkeiten und Voraussetzungen dieser Technologie zur Dekarbonisierung der industriellen Prozesswärme. Bisher sind konzentrierende solarthermische Systeme sind in Deutschland noch wenig bekannt,  leitet das DLR den Text ein. Dabei sind sie ein sehr effizienter Ansatz, um Wärme aus Sonnenenergie zu gewinnen. Dafür kommen spezielle Hightech-Spiegel in unterschiedlichen Geometrien zum Einsatz. weiterlesen…

EU startet in Kampf um Erneuerbaren-Ziel

Europa (wieder mal) uneins bei Erneuerbaren

Die Mehrheit der EU-Länder favorisiert das 40-Prozent-Ziel für erneuerbare Energien bis 2030 – weit entfernt von den 45-Prozent, welche die Europäische Kommission vorgeschlagen hatte und die vom EU-Parlament Anfang 2022 mit großer Mehrheit als Reaktion auf Russlands Überfall auf die Ukraine beschlossen worden sind, so Frédéric Simon am 28.12.2022 auf euractiv.com. weiterlesen…

Von Erholung keine Spur

Nach Oder-Katastrophe: Kaum Fische und nach wie vor zu hoher Salzgehalt

Seit 23 Jahren und mindestens dreimal im Jahr führt das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) eine wissenschaftliche Befischung auf der Oder durch. Ziel ist es, den aktuellen Zustand der Fischbestände sowie kurz- und langfristige Veränderungen zu erfassen. Die Routinebefischung am 29.11.2022 war die erste große Bestandsaufnahme in der Strommitte der Oder nach der menschengemachten Umweltkatastrophe im Sommer. Das Ergebnis: Insgesamt wurde deutlich weniger Fisch gefangen, für dieses Ökosystem wichtige Arten wie Zope und Rapfen fehlten ganz. Wasseranalysen der Forschenden zeigen zudem, dass die Salzkonzentration nach wie vor deutlich zu hoch ist. Die Katastrophe könnte sich bei steigenden Temperaturen wiederholen und die Restbestände gefährden. (Foto: Fischsterben in der Oder 2022 – © Hanno Böck, CC0 1.0, wikimedia) weiterlesen…