Rocky Mountain Institute mahnt: Dekarbonisierung beschleunigen

Stahlindustrie verlässt sich zur Erreichung von Netto-Null auf Nachfragespitzen – auf eigenes Risiko

Eine RMI-Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass der Einsatz von Technologien zur tiefgreifenden Dekarbonisierung rasch beschleunigt werden muss, wenn die Netto-Null-Ziele erreicht werden sollen, und dass Vorreiter mit erheblichen Marktchancen für grünen Stahl belohnt werden. Der neue Bericht des Rocky Mountain Institute (RMI), zeigte am 24.05.2022, dass die weltweite Stahlnachfrage angesichts der aktuellen Wachstumsaussichten nicht rechtzeitig ihren Höhepunkt überschreiten wird, um die Dekarbonisierungsziele dieser schwer abzubauenden Branche zu erreichen. (Foto: Tata-Stahlwerk in Velsen IJmuiden, Niederlande – © Joost J. Bakker (CC-BY 2.0)) weiterlesen…

Der Irrglaube, Wasserstoff sei Erwärmungsrisiko

H2-Realitätscheck Nr. 1 des Rocky Mountain Institute

Thomas Koch Blank, Raghav Muralidharan, Kaitlyn Ramirez, Alexandra Wall und Tessa Weiss entzauberten am 09.05.2022 auf der Internetseite des Rocky Mountain Institute (RMI) den Irrglauben, Wasserstoff berge ein Klimarisiko.
Der Mythos: Jüngste Berichte legen nahe, dass die großtechnische Produktion von Wasserstoff den Bemühungen um eine Verringerung der globalen Erwärmung mehr schaden als nutzen könnte.
Die Realität: Der Nutzen für das Klima, der sich aus einer gut regulierten, sauberen Wasserstoffwirtschaft ergibt, überwiegt die Auswirkungen jeglicher Emissionen, vor allem, wenn wir mit erneuerbaren Energien produziertem Wasserstoff Vorrang einräumen. weiterlesen…

Geothermie: Mit Wärmerecycling Stadtklima mildern

KIT-Forscher wollen städtische Überwärmung im oberflächennahen Untergrund nutzen

In Städten staut sich die Hitze. Es bilden sich Wärmeinseln, welche die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Produktivität der Anwohnerinnen und Anwohner beeinträchtigen können. Auch im Untergrund sammelt sich diese Hitze an und bildet eine Art „Fußbodenheizung“. Ob nachhaltiges Recycling dieser angestauten Wärme die städtische Überwärmung auch überirdisch lokal mindern könnte, wollen nun Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) untersuchen. Ziel ist es, ein urbanes Wärmemanagement zu entwickeln, welches Wärme- und Kältebedarf deckt, die CO2-Bilanz durch Wärmerecycling minimiert und Möglichkeiten ausschöpft, das städtische Klima zu steuern. weiterlesen…

Frankreichs neue Premierministerin: „Klima-Notstandsgesetz“

Borne: „Radikale Umstellung unserer Produktionsmethoden“ notwendig

Die neue Premierministerin Élisabeth Borne bereitet ein „Notstandsgesetz“ vor, um die Klimaerwärmung zu bekämpfen und Frankreichs Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, wie sie am 02.06.2022 ankündigte – schreibt Théo Bourgery auf EURACTIV.fr. Dafür sei eine „radikale Umstellung unserer Produktionsmethoden“ notwendig, um das Ziel eines „kohlenstoffneutralen Frankreichs im Jahr 2050“ zu erreichen, sagte Borne in einem Interview mit der französischen Zeitung Le Point. Sie fügte hinzu, dass das vorgeschlagene Gesetz die Entwicklung erneuerbarer Energien und energieeffizienter Wohnungen unterstützen werde. weiterlesen…

Solar Decathlon: Bau der Häuser in Wuppertal abgeschlossen

Ab 10. Juni geöffnet

Nach dem offiziellen Spatenstich am 19.05.2022 ist die Aufbauphase des Solar Decathlon nun praktisch beendet. Zwei Wochen lang hatten die internationalen Studenten-Teams Zeit, ihre klimafreundlichen Häuser in Wuppertal zu bauen. Vom 10. bis zum 26. Juni 2022 können Besucher dann die besten Ideen für nachhaltige Städte erkunden. (Grafik: Solar Decathlon Europe 21/22 – © sde21.eu) weiterlesen…

Negative Emissionen: Fünf treten gegen CO2 an

Freiberger Startup bei Carbon-to-Value-Challenge der Bundesagentur für Sprunginnovationen dabei

Im Kampf gegen den Klimawandel ist die Reduktion von CO2-Emissionen ein entscheidender Faktor. Das allein wird jedoch nicht ausreichen. Um den Klimawandel zu stoppen und die globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, muss zudem eine große Menge CO2 aus der Atmosphäre langanhaltend entfernt werden. Ein am 02.06.2022 von der Freiberger Bergakademie vorgestelltes Startup namens „enaDyne“ will jetzt mit Hilfe einer neuartigen, besonders energieeffizienten Plasma-Katalyse-Technologie und einem hochkarätigen Verbundnetzwerk erstmals in einem einzigen Prozessschritt Grundchemikalien, wie Methanol oder Ethylen, aus CO2 und einem Wasserstoffträger herstellen. weiterlesen…

Verfahren erhöht Methanausbeute von Biogasanlagen

Fünf Kubikmeter pro Stunde

Biogasanlagen erzeugen Methan – und etwa 40 Prozent CO2, das bislang ungenutzt entweicht. Forschende des Mainzer Fraunhofer-Instituts für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM wandeln dieses Abfallprodukt nun ebenfalls in Methan um und erhöhen dadurch die Methanausbeute von Biogasanlagen drastisch. Einem Artikel in Fraunhofer Kompakt vom zufolge läuft das Verfahren, derzeit skaliert das Forscherteam die Demonstrationsanlage auf fünf Kubikmeter Methan pro Stunde. weiterlesen…

Polarstern II: Startschuss für Neubau gefallen

Bundestag macht Weg frei für neuen AWI-Forschungseisbrecher – bald Ausschreibung

Das Forschungsschiff Polarstern hat in 40 Jahren wesentlich dazu beigetragen, dass die Bundesrepublik Deutschland rasch nach dem Beitritt zum Antarktisvertrag als Konsultativmitglied eine führende Rolle in der Polar- und Meeresforschung erreicht hat. Damit diese auch in Zukunft auf höchstem wissenschaftlichem und technischem Niveau erfüllt werden kann, hat das BMBF das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), am 03.06.2022 in die Lage versetzt, den Bau eines modernen, leistungsfähigen und nachhaltigen Nachfolgeschiffs auszuschreiben und zu koordinieren. (Foto: Polarstern I an der Schelfeiskante – © Frank Rödel, AWI) weiterlesen…

Grundlastfähig und erneuerbar

Tiefe Geothermie als Gamechanger für die Wärmewende

Deutschland kann bei der Wärmewende entschiedener und effizienter vorangehen, deshalb appelliert ein Bündnis aus Erneuerbaren-Energien-Verbänden und Verbänden der Energiewirtschaft an die Politik. Während das Land vor dem Hintergrund der aktuellen Gaspreiskrise mit Sorge auf den nächsten Winter blickt, wächst der Anteil der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor seit Jahren nur langsam. Die Tiefe Geothermie kann als grundlastfähige und klimaneutrale Technologie Abhilfe schaffen – so eine Medienmitteilung des Bundesverbandes Geothermie (BVG) vom 01.06.2022. weiterlesen…

Marktfähige Power-to-X-Technologien entwickeln

NRW-Landesregierung fördert Aufbau einer offenen Versuchsplattform mit 5,3 Mio.

Im Rahmen eines neuen Projektes des Spitzenclusters Industrielle Innovationen (SPIN) entsteht eine offene Versuchsplattform für die Entwicklung von Power-to-X-Technologien. Untersucht werden dabei Möglichkeiten, CO2-haltige Abgasströme zunächst in ein Synthesegas aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff und dann in verschiedene Produkte für die Chemie-, Kraftstoff- und Kunststoffindustrie umzuwandeln. Die nordrhein-westfälische Landesregierung fördert das Vorhaben mit 5,3 Mio. Euro. weiterlesen…