Klimaziele und Kollateralschäden von Putins Krieg

Wichtige Maßnahmen krisen-verschärfend verzögert

Putins Überfall auf die Ukraine zeitigt neben den Unsicherheiten auf den Finanzmärkten, höhere Verteidigungsausgaben in den NATO-Mitgliedsländern und die Aufwertung der Außenpolitik als wichtige Themem bei den Wahlen 2022 in den westlichen Demokratien, bisher weniger zur Kenntnis genommene zusätzliche längerfristige Auswirkungen, schrieb Terry F. Yosie am 07.03.2020 auf GreenBiz. weiterlesen…

Amazonas-Regenwald verliert an Widerstandsfähigkeit

Neue Erkenntnisse aus der Analyse von Satellitendaten

Der Regenwald am Amazonas hat die Fähigkeit, sich von Störungen zu erholen, seit Anfang der 2000er Jahre abgenommen. Möglicherweise steht er nahe an einer kritischen Schwelle, ab der er sich in eine Savanne verwandelt. Auch in Deutschland sind laut Tagesspiegel Waldbestände betroffen, die bisher eher als trockenresistent galten. Einer Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung PIK vom 08.03.2021 zufolge verliert der Amazonas-Regenwald wahrscheinlich an Resilienz, wie eine Datenanalyse von hochauflösenden Satellitenbildern zeige. Das sei auf Stress durch Abholzung und Brandrodung zurückzuführen – der Einfluss des vom Menschen verursachten Klimawandels sei bisher nicht eindeutig feststellbar, werde voraussichtlich bald eine große Rolle spielen. weiterlesen…

Wasserstofferzeugung – Vorteile dezentraler Elektrolyseure

Neue Studie des Reiner Lemoine Instituts

Dezentrale Elektrolyseure verbessern die Energieausbeute aus Wind- und Solaranlagen, machen unser Energiesystem resilienter und sparen Netzausbaukosten. Dies zeigt eine Untersuchung des Reiner Lemoine Instituts (RLI) im Auftrag der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy eG. Solche dezentral eingesetzten Elektrolyseure nutzen lokale Überschüsse aus Wind- und Sonnenstrom volkswirtschaftlich vorteilhaft für die Produktion von grünem Wasserstoff. Sie können in vielen Netzgebieten in ganz Deutschland wirtschaftlich betrieben werden. weiterlesen…

„REPowerEU“

Gemeinsames europäisches Vorgehen für erschwinglichere, sichere und nachhaltige Energie

Angesichts der russischen Invasion der Ukraine hat die Europäische Kommission am 08.03.2022 den Entwurf eines Plans vorgestellt, mit dem Europa deutlich vor 2030 von fossilen Brennstoffen aus Russland, zunächst von Gas, unabhängig werden soll. Dieser Plan enthält auch eine Reihe von Maßnahmen als Reaktion auf die steigenden Energiepreise in Europa und zur Wiederauffüllung der Gasvorräte für den nächsten Winter. Europa ist zwar schon seit mehreren Monaten mit einem Anstieg der Energiepreise konfrontiert, das Problem wird jetzt aber durch die unsichere Versorgung verschärft. Durch REPowerEU sollen die Gasversorgung diversifiziert und die Einführung von Gas aus erneuerbaren Quellen für Heizung und Stromerzeugung beschleunigt werden. Dadurch kann die Nachfrage der EU nach russischem Gas vor Ende des Jahres um zwei Drittel verringert werden. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff aus Bananenschalen

Neues Blitzlicht-Verfahren

Zwar war schon zuvor bekannt, dass sich aus Biomasse auch Wasserstoff, Methan und Biokohle gewinnen lässt, allerdings waren die bisher bekannten Verfahren sehr aufwändig. Mit dem neuen Verfahren lässt sichaus 1 Kilogramm Bananenschale 100 Liter Wasserstoff gewinnen, wie ein Forscherteam der EPFL nun zeigt – ein Artikel am 02.03.2022 von Marian Willuhn auf pv magazine. (Foto: Bananenschale – © Alexas_Fotos, pixabay.com) weiterlesen…

Regierung will 200 Milliarden in Klimaschutz investieren

Einigung zwischen Habeck und Lindner

Damit wollen Wirtschafts- und Finanzminister Deutschland von Öl- und Gasimporten unabhängiger machen, vor allem angesichts des Krieges in der Ukraine. Am 06.03.2022 wurde die Übereinkunft öffentlich. Das Doppelte wie der Bundeswehr (100 Milliarden) steht im kommenden Haushalt für den Klimaschutz bereit, allerdings bis 2026 – auf vier Jahre verteilt. Linder nannte den Betrag im Bericht aus Berlin: „Ich gehe davon aus, dass wir bis 2026 etwa 200 Milliarden Euro für Klimaschutz, Ladeinfrastruktur, Wasserstofftechnologie, die Modernisierung der Industrie, auch die Abschaffung der EEG-Umlage, um die Menschen zu entlasten, vorsehen werden“. Knapp die Hälfte davon, etwa 90 Milliarden Euro, sollen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF) fließen, so Regierungskreise. „Offenkundig der Reiz der großen Zahl“, stellte die FAZ lakonisch fest. weiterlesen…

Mikroplastik im Meer: Volles Ausmaß noch immer nicht absehbar

Runder Tisch Meeresmüll: Neues Themenpapier

Anlässlich der 5. UNEA-Konferenz in Nairobi, die am 02.03.2022 zu Ende ging und auf der eine Resolution zur Aufnahme der Verhandlungen für eine globale Plastikkonvention verabschiedet wurde, fordert der „Runde Tisch Meeresmüll“ eine schnelle Reduktion des Eintrags von Mikroplastik in Nord- und Ostsee. In einem aktuellen Themenpapier unter Federführung des Fraunhofer UMSICHT zeigt der Runde Tisch zahlreiche Möglichkeiten auf, wie weniger Mikroplastik ins Meer gelangen kann. Dazu gehört, den Reifenabrieb zu verringern, emissionsärmere Textilien zu entwickeln beziehungsweise diese vorzuwaschen oder schärfere Vorschriften auf Baustellen für Dämmstoffe. Plastik im Meer ist eines der drängendsten Probleme auch für Nord- und Ostsee – so eine gemeinsame Medienmitteilung von Umweltbundesamt und Fraunhofer UMSICHT vom 02.03.2022. weiterlesen…

Gebäudewärme bis 2035 vollständig erneuerbar möglich

Greenpeace-Untersuchung des Wuppertal-Instituts zeigt Politikmix auf

Die Rufe nach Unabhängigkeit vom Gas werden angesichts der Sicherheitslage in Europa und der enormen Preissteigerung fossiler Brennstoffe immer lauter. Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie des Wuppertal Instituts zeigt nun, dass eine vollständige Abkehr von fossilen Brennstoffen in diesem Sektor bereits in 13 Jahren möglichen wäre. Haushalte würden dabei sogar noch Kosten sparen, schreibt Marian Willuhn am 03.03.2022 auf pv magazine. weiterlesen…

Wirkungsgrad-Prognose von Solarzellen mit Terahertz- und Mikrowellenspektroskopie

Untersuchung mit 15 Forschungseinrichtungen

Viele unterschiedliche Halbleitermaterialien kommen für Solarzellen in Frage. In den letzten Jahren haben insbesondere die Perowskit-Halbleiter Aufsehen erregt, die sowohl preiswert als auch leicht zu verarbeiten sind und hohe Wirkungsgrade ermöglichen. Nun zeigt eine Untersuchung des Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie mit 15 Forschungseinrichtungen, wie sich mit Terahertz- (TRTS) und Mikrowellen-Spektroskopie (TRMC) zuverlässig Mobilität und Lebensdauer der Ladungsträger ermitteln lassen. Aus diesen Messdaten ist es möglich, den potenziellen Wirkungsgrad der Solarzelle vorherzusagen und die Verluste in der fertigen Zelle einzuordnen. weiterlesen…

Verbindung zwischen Putin und Klimawandel

Putins Krieg auf vielfältige Weise mit Klimakrise verbunden

Nach sechs Jahren Arbeit hat der Weltklimarat IPCC am 28.02.2022 den zweiten Teil des sechsten Sachstandsberichts publiziert, der ein klares Bild von den Auswirkungen des Klimawandels zeichnet. Aufgrund des russischen Überfalls in der Ukraine wird der Bericht jedoch kaum die Aufmerksamkeit erhalten, die er eigentlich verdient – so Karl Mathiesen am 28.02.2022 in Politico. Der IPCC führe soeben – unbeabsichtigt – ein Experiment durch: Jede verursachte Unordnung verbünde sich mit dem Klimawandel und beeinträchtige unsere Fähigkeit, auf beides zu reagieren. Solarify mit Auschnitten. (Foto: Tauender Permafrostboden – Foto © Florence D. auf Pixabay) weiterlesen…