Verbesserte Selektivität von Aromaten bei Methanumwandlung

Neue Strategie

Methan, Hauptbestandteil von Schiefergas und brennbarem Eis, wird Erdöl ersetzen, um Chemikalien mit hohem Mehrwert wie etwa Aromaten zu produzieren. Methan ist relativ reaktionsträge, was auf die hohe C-H-Bindungsstärke und die supersymmetrische Struktur zurückzuführen ist und seine Anwendungen behindert. Jetzt entwickelte ein Forschungsteam unter Leitung von Prof. LIU Zhongmin und Prof. ZHU Wenliang vom Dalian Institute of Chemical Physics (DICP) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) eine Strategie für die Umwandlung von Methan in Aromaten durch Kopplung von CH3Cl mit CO über H-Zeolithe. weiterlesen…

Erstes kombiniertes Photovoltaik-Wind-Kraftwerk mit Speicher am Netz

Vattenfall eröffnet Energiepark Haringvliet

Rund 50 Kilometer südwestlich von Rotterdam hat der Energiekonzern Vattenfall im Energiepark „Haringvliet“ am 22.03.2022 das erste Vollhybrid-Kraftwerk in Betrieb genommen – dort werden Wind, Sonne und Batterien miteinander kombiniert. Das sorgt – so eine Medienmitteilung („Blaupause für zukünftige Projekte“) – „für geringere Entwicklungskosten und verringert die Auswirkungen auf die Umwelt“. Es sei das erste Mal, dass Vattenfall diese drei Techniken an einem Ort errichte. Das so genannte Vollhybrid-Kraftwerk zur Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien steht in der Region „Goeree-Overflakke“ in der Provinz Süd-Holland. Vattenfall sieht darin auch eine Blaupause für zukünftige Projekte. (Foto: Vollhybrid-Kraftwerk im Energiepark Haringvliet – m. frdl.Genehmigung © Jorrit Lousberg/Vattenfall) weiterlesen…

Wasserstoff ohne teure Edelmetalle katalytisch gewinnen

Jenaer Forschende entwickeln molekulares Photosystem

Ein Forschungsteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat ein von der Natur inspiriertes molekulares Photosystem entwickelt, das unter Einstrahlung von sichtbarem Licht Wasserstoff erzeugt. Anders als bisherige Systeme dieser Art kommt es ohne Edel- oder Schwermetalle aus. weiterlesen…

Neue Regeln für nachhaltigere Batterien

BMUV: „Batterieverordnung wegweisende Neuerung im EU-Binnenmarkt“

Weil sie erstmals den gesamten Lebenszyklus von Batterien in den Fokus nehme, stelle die neue nun im Europäischen Rat „erzielte allgemeine Ausrichtung zur Batterieverordnung einen weiteren wichtigen Meilenstein zu deren baldiger Verabschiedung dar.“ Die Umweltminister der EU haben in Brüssel – laut einer BMUV-Medienmitteilung – einstimmig die Ratsposition zur EU-Batterieverordnung verabschiedet. Die Verordnung soll EU-weit für einen nachhaltigen Umgang mit Batterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette sorgen. weiterlesen…

Energie- und Klimafonds erhält 106 Milliarden

Gesetzentwurf: Feststellung des Bundeshaushaltsplans für 2022

Die Bundesregierung hat den 2. Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2022 vorgelegt (20/1000). Laut dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag wurde gemeinsam mit diesem Haushaltsplan der Wirtschaftsplan 2022 für den Energie- und Klimafonds (EKF), einem Sondervermögen des Bundes, vorgelegt – mit geplanten Einnahmen und Ausgaben von jeweils 106,81 Milliarden Euro (ein Plus von 4,12 Milliarden gegenüber 2021). Verpflichtungsermächtigungen sollen ausgebracht werden in einer Höhe von 67,435 Milliarden Euro, deren Fälligkeit zum Teil bis über das Jahr 2037 hinausgeht. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff billiger als grauer

Folge der fossilen Preisexplosion

Grüner Wasserstoff ist als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine und der Preisexplosion der fossilen Brennstoffe und Energieträger günstiger geworden als grauer. Für die Wasserstoff-Branche eine große Chance – so Bloomberg New Energy Finance (BloombergNEF). Grüner Wasserstoff wird mithilfe von Energie aus nachhaltigen und umweltschonenden Quellen produziert, anders als grauer Wasserstoff, der mithilfe von fossilen Brennstoffen hergestellt wird. weiterlesen…

Weltwassertag: DBU empfiehlt sorgsamen Umgang mit Wasser

Auf extreme Wetterlagen vorbereiten

Anhaltende Trockenheit und Starkregenereignisse – die Folgen des Klimawandels haben auch in Deutschland erheblichen Einfluss auf die essenzielle Ressource Wasser. Zum Weltwassertag am 22. März ruft die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zu sorgsamem Umgang mit Grund- und Trinkwasserreserven auf. Dazu unterstützt sie etwa ein Projekt in der Region Celle, wo Landwirte mit einfacher Technik den Wasserrückhalt in der Landschaft regulieren. Weitere DBU-geförderte Vorhaben führt die Technische Universität (TU) Berlin durch, die eine Webanwendung für Wasserwerke zum Abschätzen der Reinigungsleistung bezogen auf virale Krankheitserreger entwickelt hat. Diese wird nun mit Blick auf den Einfluss extremer Wetterereignisse ergänzt. weiterlesen…

Zwei Extreme zur gleichen Zeit

Niederschläge entscheiden, wie oft Dürre- und Hitzewellen gemeinsam auftreten

Langanhaltende Dürren und Hitzewellen haben negative Folge für Mensch und Umwelt. Treten beide Extreme zur gleichen Zeit auf, können die Auswirkungen zum Beispiel in Form von Waldbränden, Baumschäden und Ernteverlusten noch gravierender ausfallen. Klimaforscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig – UFZ haben herausgefunden, dass unter Annahme eines globalen Temperaturanstiegs von zwei Grad im Zuge der Erderwärmung die Häufigkeit dieser gleichzeitig auftretenden Extremereignisse vor allem durch lokale Niederschlagstrends bestimmt wird. Das zu wissen ist wichtig, weil man so die Risikoanpassung an den Klimawandel und die Abschätzung seiner Folgen verbessern kann, schreiben sie open access in Nature Climate Change. weiterlesen…

Lesehinweis: Fossile Brennstoffe als Sicherheitsrisiko

„Der Moment der Klarheit“

Fossile Brennstoffe bringen Sicherheitsrisiken. Nicht nur der Klimawandel zeigt das, auch der Ukrainekrieg. Die Energiewende darf nicht länger warten, schreibt Erin Sikorsky am 18.03.2022 im Journal für Internationale Politik und Gesellschaft (IPG) der Friedrich-Ebert-Stiftung. Einige Tage nach der Ankündigung des US-Embargos gegen russisches Öl und Gas durch Präsident Joe Biden habe der Weltklimarat seinen jüngsten Bericht publiziert. Dessen düstere Ergebnisse seien durch den russischen Überfall auf die Ukraine weitgehend aus den Schlagzeilen verdrängt worden. Doch beide Themen ließen sich nicht wirklich voneinander trennen. weiterlesen…

Rekord-Temperaturen in der Antarktis

Ungewöhnlich warm

Die Antarktis erlebte am 20.03.2022 extrem hohe Temperaturen, wie zahlreiche Medien melden: Die Forschungsstation Dome Concordia (Dome C), eine seit 2005 von Italien und Frankreich betriebene wissenschaftliche Forschungsstation auf dem Eisdom Charlie im Polarplateau der Ostantarktisin 3233 m über Meereshöhe habe am Freitag einen „Hitze“-Rekord von minus 11,5 Grad Celsius registriert, teilte der Meteorologe Etienne Kapikian von Météo-France auf Twitter mit. Normalerweise fallen die Temperaturen mit dem Ende des arktischen Sommers. Die Station Dumont d’Urville, eine 1956 gebaute französische wissenschaftliche Station auf der Pétrel-Insel im Géologie-Archipel, registrierte mit 4,9 Grad Celsius eine Rekordtemperatur für den Monat März. (Foto: Base Dumont d’Urville – © Samuel Blanc, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…