EU-Kommission lässt EEG 2021 passieren

Beihilferechtliche Genehmigungen zwar erteilt – aber weiterhin Vorbehalte bei dritten PV-Ausschreibungsrunden

Wie das BMWi mitteilt, hat die Europäische Kommission am 09.12.2021 die erhöhten Ausschreibungsmengen 2022 für Windkraftanlagen an Land und Solaranlagen beihilferechtlich genehmigt. Lediglich für die dritten Ausschreibungsrunden für Solaranlagen hat sich die EU-Kommission vorbehalten, zunächst die Wettbewerbssituation zu beobachten und zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden. Das EEG 2021 sieht vor, dass im nächsten Jahr bei Wind an Land rund 2.100 MW zusätzlich und bei Solaranlagen rund 4.100 MW zusätzlich zur Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgeschrieben werden. weiterlesen…

900 Mio. EUR für Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff

EU-Kommission genehmigt staatliche Beihilfe zur Investitionsförderung

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Europäische Kommission hat – einer Medienmitteilung aus Brüssel zufolge – eine mit 900 Mio. EUR ausgestattete deutsche Regelung zur Förderung von Investitionen in die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff in Nicht-EU-Ländern nach den EU-Beihilfevorschriften genehmigt. Die so erzeugte Energie soll dann in die EU importiert und dort verkauft werden. Mit der Regelung unter der Bezeichnung „H2Global“ soll die Nachfrage der EU nach erneuerbarem Wasserstoff gedeckt werden. weiterlesen…

Weltweite Kohleverstromung auf Rekordhoch

IEA veröffentlicht Coal 2021 Report

Die weltweite Stromerzeugung aus Kohle wird nach Ansicht der IEA in diesem Jahr auf ein Rekordniveau steigen. Die IEA rechnet infolge der höheren Nachfrage durch die wirtschaftliche Erholung mit neun Prozent plus, so am 17.12.2021 der jährliche IEA-Bericht Coal 2021, die nach eigenen Angaben weltweit umfassendste Prognose für Nachfrage, Angebot und Handel mit Kohle, die auf einer detaillierten Analyse der neuesten Daten auf Länder- und Sektorebene basiert und nach Kohlesorten (Kraftwerkskohle, Kokskohle, Kohlenstaub und Braunkohle) aufgeschlüsselt ist. weiterlesen…

Seegras doch keine Patentlösung gegen Klimawandel

Neue Untersuchung: Tropische Seegraswiesen nehmen weniger CO2 auf als bisher angenommen

Durch die Wiederansiedlung von Seegraswiesen an den Küsten sollen künftig große Mengen an Kohlendioxid aus der Atmosphäre geholt werden, um den Klimawandel zu bekämpfen. Doch Vorsicht: Seegraswiesen können durchaus mehr Kohlendioxid abgeben als sie aufnehmen. Dies zeigt jetzt die Studie eines internationalen Forscherteams um den Biogeochemiker Bryce Van Dam vom Helmholtz-Zentrum Hereon am in Science Advances (open access). Ob die Rekultivierung von Seegraswiesen sinnvoll ist, hängt letztlich vom Standort ab. (Foto: Seegräser in flachem, lichtdurchflutetem Wasser – Foto © Hereon/Bryce van Dam, CC-BY 4.0) weiterlesen…

Elektroautos: Kaufpreise und Gesamtkosten erreichen Niveau von Benzin- und Diesel-Pkw

Agora Verkehrswende plädiert für differenziertere Förderung und Abbau von Verbrennersubventionen

Vollelektrische Pkw sind dank der staatlichen Förderprämien nicht nur beim Kaufpreis eine wirtschaftliche Alternative zu Benzin- oder Dieselfahrzeugen, sondern erst recht auch bei den Gesamtkosten, die in den ersten fünf Jahren der Nutzung entstehen. Das zeigt eine Analyse des Thinktanks Agora Verkehrswende, in der Daten des ADAC für alle rund 8.000 in Deutschland erhältlichen Neuwagenmodelle ausgewertet wurden. Aufgrund der Ergebnisse plädieren die Herausgeber dafür, die Gesamtkosten für Kaufinteressierte transparenter zu machen und Kaufprämien für Elektroautos stärker auf mittlere und kleine Modelle auszurichten. Zukünftige Fördermaßnahmen sollten zudem auch auf den Markt für junge Gebrauchtwagen abzielen. (Titel: E-Auto- Kostencheck – © Agora Verkehrswende) weiterlesen…

Verkehr spart mit Biokraftstoffen 13 Mio. t CO2 ein

Evaluations- und Erfahrungsbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Der Klimaschutzbeitrag der in Deutschland fossilem Benzin und Diesel beigemischten Biokraftstoffe ist im Jahr 2020 erneut gestiegen. Durch den Einsatz nachhaltiger Biokraftstoffe wie Bioethanol, Biomethan und Biodiesel konnten im Verkehr rund 13,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent eingespart werden. Dies geht aus dem aktuellen Evaluations- und Erfahrungsbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vom 17.12.2021 hervor. Gegenüber dem Jahr 2019 entspricht dies einer Steigerung von 36 Prozent oder 3,5 Millionen Tonnen. weiterlesen…

NL-Koalition plant 500 Mio. für Atomkraft ein

5-Parteien-Regierung will notwendige Schritte für den Bau von zwei neuen AKW unternehmen

Die erst neun Monate nach der Wahl zustande gekommene niederländische Regierung will 500 Millionen Euro investieren, „um andere Energiequellen zu unterstützen“, schreibt Thomas Lehnen am 17.12.2021 auf EURACTIV über den Koalitionsvertrag, in dem die Ziele der neuen Regierung für die Legislaturperiode 2021-2025 festgelegt sind. Laut dem am 15.12.2021 veröffentlichten 50-seitigen Dokument plant die Regierung, „das Kernkraftwerk in Borssele länger offen zu halten, mit Blick auf die Sicherheit“. In der Vereinbarung wird auch erwähnt, dass „die notwendigen Schritte für den Bau von zwei neuen Kernkraftwerken unternommen werden“ und dass die Kernenergie „uns unabhängiger von Gasimporten machen wird“. Die EU-Länder sind gespalten in eine „Pro-Atomkraft-Allianz“ unter Leitung Frankreichs und eine „Anti-Atomkraft-Allianz“ unter deutscher Führung. (Foto: Atomkraftwerk Borssele – Foto © A.Nagel – Eigenes Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Unterschiedliche Toxizität vermeintlich gleichartiger Mikroplastik-Partikel

Untersuchung aus Bayreuth: Vermeintlich gleichartige Mikroplastik-Partikel nicht gleich giftig

Weltweit befassen sich immer mehr Studien mit Auswirkungen von Mikroplastik, vor allem im Hinblick auf die Umwelt und die Gesundheit. Oft verwenden sie kugelförmige Polystyrol-Mikropartikel und gelangen dabei zu teilweise widersprüchlichen Ergebnissen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Bayreuth hat einen Grund dafür entdeckt und im Journal of Hazardous Materials (und auf der Website der Uni Bayreuth) publiziert: Handelsübliche, vermeintlich gleiche Polystyrol-Teilchen unterscheiden sich je nach Hersteller signifikant in Bezug auf ihre Strukturen und Eigenschaften. (Bilder: Elektronenmikroskopische Aufnahmen gleichnamiger Polystyrolpartikel von zwei verschiedenen Herstellern. Die kugelförmigen Partikel zeigen verschiedene Oberflächenmorphologien, die zu unterschiedlichen Zellinteraktionen führen können – © Julia Jasinski, uni.bayreuth.de, jhazmat.2021, BY CC 4.0) weiterlesen…

„Unsere Biomethan-Vision“

Potenzial bis 2030 auf mindestens 350 TWh erhöhen

Am 07.12.2021 haben 28 europäische Unternehmen und Organisationen unter Leitung des Europäischen Biogas-Verbands eine Erklärung an die EU-Kommissarin für Energie, Kadri Simson, gerichtet. Die Unterzeichner wollen belegen, dass Biomethan das kosteneffizienteste und nachhaltigste erneuerbare, derzeit verfügbare Gas ist. Die Erklärung unterstreicht die Bereitschaft der Biomethan-Produzenten und -Nutzer, die zusammen einen Jahresumsatz von rund 300 Milliarden Euro erzielen, ihren Teil dazu beizutragen, das von der Europäischen Kommission geschätzte Potenzial von nachhaltigem Biomethan bis 2030 auf mindestens 350 TWh zu erhöhen. weiterlesen…

Umstieg auf E-Lkw schon heute machbar?

Bis 26 Tonnen OK

In einer neuen Machbarkeitsstudie im Projekt „ZeroEmissionDeliveries – Berlin“ hat das Fraunhofer ISI in Karlsruhe zusammen mit Partnern aus Forschung und Entwicklung, Automobilbau, Logistik, Energie- und Ladeinfrastruktur insgesamt 9.500 reale Lkw-Touren in Berlin und Umland ausgewertet. Konkret untersuchte das Projekt, ob diese Touren auch mit Batterie-Lkw realisierbar sind. Für jedes Fahrzeug wurde der Energiebedarf anhand seines Einsatzprofils simuliert. Bis 26 Tonnen ging das. weiterlesen…