„Geschäfte machen, als ob der Planet wichtig wäre“

Leitartikel: Die Sicht des Guardian auf grüne Finanzen

„Der Klimawandel findet statt, und die Unternehmen wissen das. Warum also zeigen sie es nicht in ihren Berichten?“ fragte der Londoner Guardian eingangs eines Leitartikel am 08.12.2021. Kürzlich – so der Guardian – erklärte Shell mit der Aufgabe seiner Beteiligung an 170 Millionen Barrel Öl im Cambo-Ölfeld vor der Küste der Shetland-Inseln , die „wirtschaftlichen Argumente für Investitionen“ seien zu schwach (siehe: bbc.com/uk-scotland-59512742*)). Und das britische Blatt mutmaßt: „Wie bei einem politisch so sensiblen Projekt nicht anders zu erwarten, gab es viele Spekulationen darüber, welche anderen Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten. Aber: Wie kam Shell überhaupt zu dem Schluss, dass das wirtschaftlich sinnvoll ist?“ weiterlesen…

Streitthema Windenergie contra Vögel

Nur ein Bruchteil stirbt an Windgeneratoren

Damit Deutschland sein Klimaziel der Klimaneutralität bis 2045 erreicht, fordern wissenschaftliche Gutachten – wie etwa das von Agora Energiewende publizierte Gutachten mit dem Titel „Das Klimaschutz-Sofortprogramm“ – bis 2030 eine Verdreifachung des jährlichen Windkraftausbaus – zusätzlich zu den 31.000 bestehenden. Naturschützer sind besorgt. Besonders geschützte Greifvogelarten können mit den Rotorblättern der Windräder kollidieren. Und die Anlagen stören Lebensräume seltener Arten. Andere Studien und Prognosen stützen diesen Befund. weiterlesen…

Drei AKW gehen Ende Dezember vom Netz

Lemke und Habeck: Atomausstieg macht unser Land sicherer

Atomkraftwerke Brokdorf in Schleswig-Holstein, Grohnde in Niedersachsen und Gundremmingen C in Bayern gehen spätestens zum 31.12.2021 endgültig vom Netz. Damit wird planmäßig eine weitere wichtige Etappe des 2011 beschlossenen Atomausstiegs vollzogen und die nukleare Sicherheit hierzulande deutlich erhöht. In einer gemeinsamen Medienmitteilung erklärten die beiden zuständigen Minister am 28.12.2021: „Die in den vergangenen Jahren gestiegene und im internationalen Vergleich sehr hohe Zuverlässigkeit der Stromversorgung in Deutschland bleibt gewährleistet. Der Atomausstieg macht unser Land sicherer.“ (Foto: AKW Gundremmingen – Foto © Felix König eigenes Werk – CC BY-SA 3.0 – commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Britische Regierung schreibt E-Ladestationen für Neubauten vor

Ab 2022 Ladesäulen-Pflicht

Neue Häuser in England müssen per Gesetz mit Ladegeräten für Elektroautos ausgestattet werden. Premierminister Johnson hat angekündigt, neue Gebäude in England wären ab dem nächsten Jahr gesetzlich verpflichtet, Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu installieren. Auch Gebäude, die wesentlichen Renovierungsmaßnahmen unterzogen werden, sind davon betroffen. Das Parlament in London soll der Vorgabe noch in diesem Jahr zustimmen, so dass sie 2022 in Kraft tritt. Damit übernehme Großbritannien die Führung beim Ausbau der Ladeinfrastruktur und schaffe landesweit zahlreiche grüne Arbeitsplätze, hieß es in der Mitteilung aus Downing Street, 10. weiterlesen…

Branchenverband: „Braunkohlestrom Garant für sichere Versorgung“

Ungünstiger Witterungsverlauf für Windstromerzeugung – Ausstiegsplan läuft wie gesetzlich festgelegt weiter

Die Stromerzeugung aus Braunkohle werde 2021 insgesamt rund 108 Terawattstunden erreichen, ein Anteil von knapp einem Fünftel an der gesamten Brutto-Stromerzeugung in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr habe sich die Stromerzeugung aus Braunkohle um rund 18 Prozent erhöht. Damit, so der Deutsche Braunkohlen-Industrie-Verein (DEBRIV) in einer Medienmitteilung am , habe die Braunkohle 2021 einen außergewöhnlichen Beitrag zur Sicherheit der inländischen Stromversorgung geleistet. weiterlesen…

Vielleicht keine gute Idee

Umweltressort ohne Klimapolitik

Gastbeitrag mit freundlicher Genehmigung von Martin Unfried
Die Grünen-Spitze hat den Klimaschutz im Wirtschafts- und Außenministerium gebündelt – ein verständlicher Impuls. Leider fehlt dabei die Vorstellung, wie ein starkes Umweltressort die Querschnittsaufgabe Ökologie auch im nächsten Jahrzehnt vorantreiben kann. weiterlesen…

Schneeglühen

Lichtverschmutzung bedroht ernsthaft biologische Vielfalt

Die dunkle Jahreszeit ist durch die Zunahme von künstlicher Beleuchtung lange nicht mehr so dunkel wie vordem. Lichtverschmutzung nennen Forschende das Problem. Künstliche Beleuchtung sorgt für zu helle Nächte und Winter. Forschende vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei IGB haben zusammengetragen, was getan werden muss, um die Auswirkungen von Lichtverschmutzung auf die biologische Vielfalt zu mindern. Immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen, dass Lichtverschmutzung eine ernsthafte Bedrohung für alle Ebenen der biologischen Vielfalt darstellt – von Genen bis zu Ökosystemen. weiterlesen…

Bayern plant PV-Pflicht für neue Nicht-Wohngebäude ab Mitte 2022

Aber viele Schlupflöcher

Der Entwurf des neuen bayerischen Klimaschutzgesetzes sieht vor, dass bei gewerblichen und industriellen Gebäuden, die Verpflichtung ab Mitte 2022 greifen soll. Der Solarverband Bayern sieht in den geplanten Regelungen jedoch noch zu viele Schlupflöcher, die Photovoltaik-Vorschrift zu umgehen, so Sandra Enkhardt am 22.12.2021 in pv magazine. Zudem ist es den Betreibern von PV-Freiflächenanlagen nun möglich, Ausgleichsmaßnahmen innerhalb der Solarparks vorzunehmen. weiterlesen…

Stahlindustrie fordert Paradigmenwechsel für Klimaneutralität

WV Stahl: „Bundesregierung muss EE-Ausbau und Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft auf den Weg bringen

Die Stahlunternehmen seien zu erheblichen Klimaschutz-Investitionen bereit, um einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen der Klimaziele zu leisten, so Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl am 21.12.2021. Damit der Einstieg in die Transformation gelinge, sei jedoch ein Paradigmenwechsel in der Energie- und Klimapolitik notwendig. Dazu bedürfe es einer Abkehr von immer höheren Kostenbelastungen sowie eines politischen Rahmens, der die Bemühungen der Stahlunternehmen zur Dekarbonisierung sinnvoll unterstütze. weiterlesen…

Mehr Klimaschutz gefordert

Europa und Deutschland im Fokus aktivistischer Investoren

Deutschland entwickelt sich mit dem stärksten Anstieg der prognostizierten gefährdeten Unternehmen zu einem Schlüsselmarkt für Finanz-Aktivisten. Das zeigen die Ergebnisse des jüngsten A&M Activist Alert (AAA) des Beratungsunternehmens Alvarez & Marsal (A&M). Aktivistische Investoren wollen nicht nur Anteile übernehmen, sondern mehr Klima- und Umweltschutz durchsetzen. Dabei wird Rendite erwartet. Bei den sogenannten aktivistischen Hedgefonds hatte die Corona-Krise zuletzt für Zurückhaltung gesorgt, doch die ist nun laut A&M vorbei. weiterlesen…